De Maizières faule Zivilschutzpläne
De Maizières faule Zivilschutzpläne

De Maizières faule Zivilschutzpläne

Thomas de Maiziere / „120216-D-TT977-152 cropped“ von MC1 Chad J. McNeeleyderivative work: MagentaGreen - Diese Datei wurde von diesem Werk abgeleitet 120216-D-TT977-152.jpg:. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:120216-D-TT977-152_cropped.jpg#/media/File:120216-D-TT977-152_cropped.jpg / Ilusttration: GEOLITICO Thomas de Maiziere / „120216-D-TT977-152 cropped“ von MC1 Chad J. McNeeleyderivative work: MagentaGreen - Diese Datei wurde von diesem Werk abgeleitet 120216-D-TT977-152.jpg:. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:120216-D-TT977-152_cropped.jpg#/media/File:120216-D-TT977-152_cropped.jpg / Ilusttration: GEOLITICO
Es stimmt etwas nicht mit dem Zivilschutzplänen der Regierung. Die Einlagerung von Lebensmitteln gegen Angriffe ist Schweinelogik. Die Kausalität stimmt nicht.

Die Bundesregierung hat genug Expertise, um zu wissen, dass Innenminister Thomas de Maiziere Unsinn erzählt, wenn er wegen Katastrophen und Angriffen (wohl Terror durch Ausländer?) Lebensmittelvorräte für zehn Tage vorschlägt. Das Horten von Nahrungsmitteln macht nämlich nur für den Fall eines Zusammenbruchs der Stromversorgung Sinn, weil dann auch der Lebensmittelhandel und das Geldwesen binnen Stunden kollabieren.

Katastrophen-Szenario

Kaufhallen und Geschäfte können dann nur noch bei Tageslicht und gegen Barzahlung arbeiten. Der Informationsfluss von der elektronischen Kasse zum Lager bricht zusammen. Kerzen und Lebensmittel, die man nicht zu kochen braucht, werden im Handel schnell knapp. Nachbestellungen des Handels und die Lieferketten funktionieren nicht wie gewohnt. Zum Beispiel verderben alle gekühlten Nahrungsmittel in kürzester Zeit. In Gewächshäusern erfrieren die Pflanzen. Kühe können nicht mehr gemolken werden. Die Geldautomaten funktionieren nur, falls sie batteriegespeist sind oder am Notstrom hängen. Die Bargeldversorgung wird schwierig.

In den Wohnungen, die keine Kohle- und Holzöfen haben, wird es kalt. Wer keinen Kohleherd hat, kann nicht kochen. Morgens und abends ist es dunkel. Der Fernseher, das Radio und das Internet fallen aus. Nach ein bis zwei Tagen lässt der Wasserdruck nach. In Hochhäusern gibt es gar kein Wasser mehr.

Lieber Herr Minister, es stimmt was nicht. Die Einlagerung von Lebensmitteln gegen Angriffe ist Schweinelogik. Ethnische und religiöse Unruhen brechen nämlich binnen 24 Stunden aus, nachdem die Stromversorgung zusammenbricht. Aber die Stromversorgung bricht nicht wegen ethnischen oder religiösen Unruhen zusammen. Die Kausalität stimmt nicht.

Nutznießer deutscher Diktatoren

Vielleicht schlägt de Maizière die Lebensmitteleinlagerung vor, weil die Bundesregierung im kommenden Winter mit dem Zusammenbruch der Stromversorgung infolge der Einspeisung von Windstrom rechnet. Für die Sicherheit der Bevölkerung ist die Energiewende zur Zeit genauso gefährlich wie die Todesdrohungen aus radikalen Moscheen.

Der Minister fremdelt auch mit den rauhen Lebensbedingungen des Volks. Kein Wunder, wenn man als elitärer Schnösel selbst abgehoben in Saus und Braus lebt. Gerade wurde wieder errechnet, dass ein Bundestagsabgeordneter den Steuerzahler über 700.000 € im Jahr kostet. Ein Minister ist auch nicht billiger.

Die aus Frankreich eingewanderten de Maizières waren unter allen Fahnen Berater, Knechte und Nutznießer der deutschen Diktatoren. Lothar stand im Verdacht, für die rote Gestapo gespitzelt zu haben. Ulrich erfreute den Adolf im Frühjahr 1945 mit seinen klaren und nüchternen Lagevorträgen im Führerhauptquartier. Und Thomas ist nun eifriger Paladin der Merkel-Demokratur. Kurz:

Sie täuschten unter allen Fahnen die Berliner Untertanen.

Zurück zur Lagerung. In bäuerlichen Haushalten wird man ohne Mühe auch ein Jahr ohne Lebensmittelhandel überstehen, weil noch Kamine, Holz- und Kohleherde vorhanden sind, weil in der Regel Brennstoffvorräte für mehrere Jahre auf dem Hof gestapelt sind und weil Frischfleisch auf der Weide und im Stall rumläuft. Viele Gehöfte haben noch Brunnen. Kartoffeln, Obst und Gemüse kauft man traditionell nicht im Laden. Ausgenommen vielleicht Bananen, die jedoch keine zehn Tage überstehen.

Lebensbedingungen in der Stadt

Völlig anders sieht das in den beengten und ungesunden Wohnverhältnissen in der Stadt aus. Viele Leute leben in Plattenbaugroßsiedlungen mit Miniküchen und ohne Speisekammern. Oder in finsteren Berliner Hinterhäusern mit Wohnküchen. Wo will man da Vorräte lagern? Nudeln, Linsen und Reis halten sich lange und brauchen wenig Platz. Aber wenn der Strom ausgefallen ist – wie will man da kochen?

Das Lagern und Zubereiten von Nahrungsmitteln setzt ein Notstromaggregat voraus, weil Kühlschränke und die in städtischen Haushalten üblichen Elektroherde Elektroenergie benötigen. Aber wo soll der Kraftstofftank stehen, und soll der Generator auf dem Balkon tuckern?

Die Wohnung ist schon mit den verschiedenen Müllbehältern wegen der von grünen Phantasten verordneten Mülltrennung zugestellt. Wo will man da noch mit Mineralwasserkästen hin?  Die Wasserversorgung bricht nach einem Stromausfall sehr schnell zusammen. Dann kann man Nudeln und Reis nicht nur wegen fehlender Energie nicht kochen, sondern auch wegen mangelndem Wasser.

Herr Minister wird wahrscheinlich vorschlagen, dass man Schokolade einlagert. Die hält sich lange, ist kalorienreich, braucht nicht gekocht zu werden und schmeckt. Nur die Zähne kann man sich nach dem Verzehr nicht putzen – das Wasser wird fehlen.

Über Wolfgang Prabel

Wolfgang Prabel über sich: "Ich sehe die Welt der Nachrichten aus dem Blickwinkel des Ingenieurs und rechne gerne nach, was uns die Medien auftischen. Manchmal mit seltsamen Methoden, sind halt Überschläge... Bin Kommunalpolitiker, Ingenieur, Blogger. Ich bin weder schön noch eitel. Darum gibt es kein Bild." Kontakt: Webseite | Weitere Artikel