Migrationspolitik ohne Realitätssinn
Migrationspolitik ohne Realitätssinn

Migrationspolitik ohne Realitätssinn

Graffitti auf einem Berliner Buergersteig © GEOLITICO Graffitti auf einem Berliner Buergersteig © GEOLITICO
Anders als etwa in der Schweiz gibt es in Deutschland keine offene Diskussion über die Folgen der Massenmigration. Das Versagen von Politik und Medien ist brandgefährlich.

Ein bisschen hat die Mainstreampresse in puncto Migrationspolitik ja dazugelernt. Aufgeschreckt durch die sexuellen Übergriffe am Silvestertag 2015 in Köln und anderen deutschen Städten, greift man inzwischen auch regionale Ereignisse dieser Art auf und bringt sie in der Berichterstattung. Im Polizeibericht des Presseportals ist am 29. und 30.Mai 2016 von sexuellen Übergriffen auf dem Schlossgrabenfest in Darmstadt berichtet worden:

„29.05.2016

Drei Besucherinnen des Schlossgrabenfestes haben sich am Sonntag (29.5.2016) kurz nach Mitternacht an die bei der großen Openair-Veranstaltung eingesetzten Polizeibeamten gewandt. Die jungen Frauen gaben an, im Bereich der HR-Area von mehreren Männern unsittlich angefasst worden zu sein. Durch die Polizeibeamten konnten kurz nach der Meldung drei Männer festgenommen werden, die als Tatverdächtige identifiziert werden konnten. Die drei pakistanischen Asylbewerber im Alter zwischen 28 und 31 Jahren wurden erkennungsdienstlich behandelt.“ [1]

„30.05.2016

Nach den sexuellen Belästigungen während des Schlossgrabenfestes in der Nacht zum Sonntag (…) haben sich bislang weitere fünfzehn Geschädigte bei der Kriminalpolizei in Darmstadt gemeldet, überwiegend Frauen in jugendlichem Alter. Drei weitere Geschädigte hatten sich schon während des Festivals unmittelbar an die dort eingesetzten Polizeibeamten gewandt, die daraufhin drei tatverdächtige pakistanische Asylbewerber festnehmen konnten. Nach den bisherigen Aussagen der Geschädigten gab es die unsittlichen Berührungen mit sexueller Absicht überwiegend in der Nacht zum Sonntag im Bereich des gut gefüllten HR-Areals. Dabei sollen die Täter in Kleingruppen vorgegangen, die Frauen umzingelt und unsittlich angefasst haben. Die Frauen gaben an, dass es sich nach ihrem Eindruck um Männer aus dem südasiatischen Raum gehandelt habe.“[2]

„Die Stimmung ist am Kippen“

Im Online-Portal „Focus“ wird der Vorfall zum Beispiel aufgegriffen[3]. Die Meldung hat wahrlich keine Überlänge, aber man erfährt sogar, dass an diesen „mutmaßlichen sexuellen Übergriffen“ Asylbewerber beteiligt waren. Zur Genauigkeit des Polizeiberichts wollte man sich aber nicht durchringen, denn dann hätte man auch berichten müssen, dass es eine pakistanische „Männergruppe“ war, die hier tätig wurde und dass mit Pakistan auch wieder das Thema „Islam“ ins Spiel gekommen wäre.

Aber wo werden in den überregionalen Zeitungen die konkreten Probleme der andauernden Migration wirklich angesprochen? In Deutschland ist man diesbezüglich zu oft nur auf die regionale Presse angewiesen. So kann man in einem Bericht der Bergedorfer Zeitung, die den entsprechenden Hamburger Bezirk sowie die angrenzenden Landkreise bedient, interessante Details aus dem Zusammentreffen verschiedener Kulturen erfahren[4]. Der Artikel vom 27.05.2016 hat den Titel „Integrationsproblem – Die Stimmung ist am Kippen“, es geht um „eine Gruppe rüpelhafter Flüchtlingskinder“, die ihre Mitschüler „drangsaliert“, in einer Gemeinschaftsschule des Städtchens Schwarzenbek im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein:

„78 Kinder aus Flüchtlingsfamilien werden zurzeit in sogenannten DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) an der Gemeinschaftsschule unterrichtet. Eine kleine Gruppe – Eltern sprechen von zehn bis 15 Kindern, Schulleiter Andreas Hartung von acht bis zehn Kindern – fällt durch besonders rüpelhaftes und gewalttätiges Verhalten auf.“

Es handelt sich nicht um harmlose Rangeleien. Schüler mit Migrationshintergrund verprügeln auf dem Schulhof und auf dem Schulweg andere Schüler. Das Ergebnis sind Platzwunden, Prellungen und starke Schmerzen. Am 26.5.2015 erreichte das Problem offenbar auch die Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung:

„Am Donnerstagabend nutzten drei Familien die Einwohnerfragestunde der Stadtverordnetenversammlung, um ihre Sorgen vorzutragen. Mutter Jacky Geske berichtete von ihrer Tochter, die mittlerweile Angst vor der Schule habe. Für ihre bewegende Schilderung der Vorfälle erhielt sie spontanen Beifall von den etwa 40 Besuchern und Politikern.
Schulleiter Andreas Hartung versuchte gar nicht, das Problem klein zu reden, bat die Eltern aber um Geduld: ,Geben sie uns Zeit.’ Erst seit zwei Wochen sei eine neue Kraft an der Schule, die sich um die soziale Integration kümmere. In dieser Woche habe es bereits Gespräche mit den Eltern der auffälligen Kinder aus dem Grundschulbereich gegeben.
Zuvor mussten dafür aber Dolmetscher gesucht werden. In der kommenden Woche sei ein weiteres Gespräch mit Eltern der Kinder aus der Sekundarstufe geplant.“

Weiterhin will der Schulleiter nun prüfen lassen, ob Schulverweise ausgesprochen werden sollten. Und wenn gar nichts ginge, müsse man klären, ob man „Einfluss auf die Aufenthaltsgenehmigung nehmen kann“. Es wird in dem Bericht nicht weiter thematisiert, wie die Eltern auf solche Auslassungen reagiert haben. Ebenso wenig wird angesprochen, aus welchen Ländern die neuen Problemfälle in Schwarzenbek gekommen sind. Man will auch in der Bergedorfer Zeitung politisch korrekt bleiben, indem man den ehemaligen Sprecher eines „Runden Tisches Willkommenskultur“ zu Wort kommen lässt. Der wird quasi als „Experte“ für Migrationsfragen angesprochen. Seine Aussagen geben allerdings klar zu erkennen, um welche Problemgruppen es sich in Schwarzenbek handelt:

„Angesichts teils rassistischer Kommentare im Internet sieht Christoph Ziehm, ehemaliger Sprecher des Runden Tisches Willkommenskultur, die positive Stimmung in der Stadt am Kippen: ,Schlimm ist, das[s] die Taten einzelner allen angelastet werden.’ Gleichwohl sieht Ziehm in der Integration der Flüchtlinge ein großes gesellschaftspolitisches Problem: ,Syrische Familien hinken uns 50 Jahre hinterher, afghanische sogar 80 Jahre, was das Verständnis für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen angeht.’“

Verschweigen war nicht mehr möglich

Fast reflexartig wird von Taten Einzelner gesprochen. Nur was sagt das aus? Menschen, die 50 bis 80 Jahre hinter unseren Vorstellungen vom Zusammenleben hinterherhinken (hinterfragen wir einmal diese hier angegebene Zeiteinschätzung nicht weiter), bereiten als Gruppe mit einer bestimmten Mentalität Probleme. Individuell ist vielleicht die Tat, aber nicht die innere Einstellung, die zu einem bestimmten Verhalten führt. Aus einer über die Erziehung vermittelten kulturellen Prägung heraus, werden immer wieder weitere Probleme generiert.

In Schwarzenbek wurden die Probleme so massiv, dass zumindest in der Regionalpresse kein Verschweigen mehr möglich war. Aber auch in dem aufgeführten Artikel aus der regionalen Presse wird deutlich, wie sehr man doch bemüht ist, die Sache als Einzelfall darzustellen und ja keine Verallgemeinerungen zu betreiben. Eine offene und ehrliche Diskussion über die Langzeitfolgen des Zustroms vor allem aus dem islamischen Raum wird auch hier nicht geführt.

Will man aber gründlich über die zukünftig sich verschlimmernden Probleme durch die immer noch andauernde Migration aus dem Islamischen Raum informiert werden, will man ein realitätsbezogenes Bild bekommen, was vor allem auf unsere Kinder noch zukommen wird, dann kann man sich weder an den überregionalen noch lokalen Medien des deutschen Informationsmainstreams orientieren, sondern muss in die unabhängigen Internetseiten und in die Presselandschaft des Auslands schauen. Ganz anders, nämlich in einer offen und öffentlich geführten Diskussion, gehen z. B. die Schweizer an das Thema heran, hier existiert allerdings auch noch eine bürgerlich-konservative Presse.

In der Zeitung „Schweizerzeit“ wurde schon im April dieses Jahres ein Interview mit Martina Bircher, der Sozialvorsteherin der Gemeinde Aarburg im Kanton Aargau, unter dem Titel „Bundesbern hat keine Ahnung – Völkerwanderung: Die Gemeinden werden in den Ruin getrieben“ veröffentlicht[5]. Die dort öffentlich gemachten Probleme mit Migranten sollten in Deutschland genau gelesen werden, z. B. wird hier auch schon die Vermutung geäußert, dass in der Schweiz über das Asylrecht „künftig Liegenschaften zwecks Migranten-Unterbringung enteignet werden können“, weil sich anders die Probleme gar nicht mehr lösen ließen.

In Aarburg leben vor allem 160 Asylbewerber aus Eritrea, die nach Auskunft der Sozialvorsteherin Bircher zu knapp 90 Prozent von der Sozialhilfe leben. Weitere Migranten kommen aus Afghanistan, Sri Lanka oder dem Irak. Die Kosten für diese Zuzüge sind für die Gemeinde enorm, gäbe es keinen Finanzausgleich, wäre Aarburg schon längst zahlungsunfähig. Bei der Schilderung der „Integrations-Anstrengungen“ ist der Sozialvorsteherin deutlich die Skepsis über deren Wirksamkeit anzumerken:

„Wir veranstalten Deutsch-Kurse noch und noch. Und müssen «Kulturvermittler» einsetzen, die Einwanderern das Schweizer Alltagsleben verständlich machen – beginnend damit, dass hierzulande die Notdurft nicht im Freien verrichtet wird. Ganz elementare Dinge sind mühsam, Schritt für Schritt durchzusetzen.
Wir sind mit einer Kostenbeteiligung von 50 Prozent am Bundesprogramm «Projet urbain» beteiligt, das Fr. 670000.– kostet. Betreuer motivieren Migranten zur Kontaktpflege, zur Gartenpflege. Sprach-Treffs werden organisiert, ein Café für Begegnungen eingerichtet, Quartier-Arbeit, gipfelnd in einem Quartier-Fest. Es gibt Muki-Kurse (für Mutter und Kind), nicht zum Turnen, vielmehr als Deutsch-Kurse. Spiel- und Zeichenkurse werden erteilt. Die Caritas bemüht sich zusätzlich um «angewandte Willkommenskultur» mit Veranstaltungen wie «Grüezi Eritrea» usw.
Was all dies bewirkt, ist schwer zu beurteilen. Viele Migranten bekunden grosse Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache. Selbst fünfjähriger Kursbesuch endet oft erfolglos. Wer selber Integrationswillen entfaltet, lernt die deutsche Sprache durchaus. Angesichts der vielen Analphabeten sind viele Anstrengungen aber wirkungslos. Kursbesuch kann oft nur durchgesetzt werden, wenn Nicht-Teilnahme spürbare Leistungskürzungen auslöst.
Ein Teil der Migranten ist integrationsbereit. Diesen gelingt meist auch der Eintritt in ein geregeltes Berufsleben. Viele aber finden aufgrund ihrer schlechten Qualifikationen keine Arbeitsstelle. Und ein weiterer Teil richtet sich mit der Sozialhilfe ein – wohl für Jahrzehnte. Diese sehen nicht ein, weshalb sie sich um Integration bemühen sollten. Sie wissen, was ihnen zusteht. Und davon leben sie gut.
(…).
Man muss sich einfach bewusst sein: Asylbewerber kommen oft ohne jede Bildung, ohne jedes Verständnis für die westliche Kultur hierher. Mit Ausnahme von Syrern. Unter ihnen finden sich Lehrer, Ärzte, Personen aus anspruchsvollen Berufen. Ansonsten ist bei den Asylbewerbern das Bildungsniveau generell tief. In ihrem Herkunftsland besassen sie wenig. Sie lebten von der Hand in den Mund. Hier werden ihnen monatlich tausend Franken ausgehändigt – wie im Märchen. Eigene Anstrengungen zu entwickeln, scheint oft überflüssig. Das Leben zu leben, das ihnen die hiesige Sozialhilfe ermöglicht, genügt ihnen.“

Ferien im Heimatland

Die Kosten für die Gemeinden bzw. die Kantone erhöhen sich weiter, wenn der anerkannte Asylbewerber den Familiennachzug einleiten kann. Wurde bisher von einer Person Sozialhilfe beansprucht, sind es dann fünf bis sieben Personen. Sehr viele der Migranten werden nach Meinung der Sozialvorsteherin Bircher keine Arbeit finden, weil sie die Notwendigkeit gar nicht einsehen, d. h. sie werden nie aus der Sozialhilfe herauskommen:

„Viele Gemeinden haben auch «Vernetzerinnen» angestellt. Diese organisieren die «Willkommenskultur». Dazu finden Willkommensbesuche statt. Pro Besuch fallen Gesamtkosten von rund tausend Franken an. Solche «Betreuung» geschieht keineswegs auf freiwilliger Basis. Oft melden sich dafür Migrantinnen früherer Jahre, denen der nicht kleinlich bemessene Nebenverdienst willkommen ist. Nach der Wirkung ihres Tuns fragt niemand.
Eigentlich bräuchte jeder einzelne Asylbewerber einen persönlichen Götti, wenn man weiterkommen wollte. Das ist unbezahlbar – und angesichts der Massenzuwanderung unmöglich. Wir haben uns darauf einzustellen: Wer kommt und passiv bleibt, bezieht für durchschnittlich vierzig Jahre von der Gemeinde Sozialhilfe.“

Einzahlungen in das Schweizer Rentensystem AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung) werden arbeitslose Menschen nicht leisten. Vor diesem Hintergrund scheut sich Frau Bircher nicht, vor dem unausweichlichen Zusammenbruch der Schweizer Altersvorsorge zu warnen.

Auf die Frage der Zeitung, ob es Hinweise gebe, wonach Eritreer in Aarburg erhaltene Sozialhilfe teilweise weiterschicken an Angehörige im Herkunftsland, ist die Antwort wenig überraschend:

„Solche Hinweise gibt es tatsächlich. Ich kümmere mich persönlich intensiv um alle von Eritreern ausgehenden Probleme. Deshalb habe ich mit Eritreern oft persönlichen Kontakt.
Da erfährt man im vertraulichen Gespräch einiges. Allerdings hüten sich die Eritreer, Bemerkungen, die sie im persönlichen Gespräch anbringen, auch vor offiziellen Stellen – beispielsweise bei polizeilicher Befragung – zu äussern und protokollieren zu lassen.
Unter Umständen erfährt man von Eritreern ganz offen, dass sie Angehörigen in ihrem Herkunftsland Geld schicken, damit bald ein weiteres Mitglied der Familie die Schlepperkosten für die Übersiedlung in die Schweiz aufbringen kann. Es steht für mich ausser Zweifel, dass per Schweizer Sozialhilfe die Einwanderung in die Schweiz markant gefördert wird.“

Und die Frage, ob sie Eritreer kenne, die in Eritrea, aus dem sie angeblich aufgrund ihrer Gefährdung geflohen sind, ihre Ferien verbringen, ist die Antwort ebenso eindeutig:

„Auch dafür gibt es Hinweise. In Aarburg leben eritreische Regime-Gegner und Regime-Freunde. Die Gegner weisen uns gerne darauf hin, dass dem Regime genehme Landsleute, die plötzlich für längere Zeit abwesend sind, in Eritrea Angehörige besuchen. Selbstverständlich benutzen sie nicht einen Direktflug. Sie fliegen z.B. nach Kairo und kaufen erst dort das Ticket nach Eritrea. Allesamt kamen sie aber wohlbehalten zurück. Ich habe Fotos von hier lebenden Eritreern gesehen, die sich zusammen mit Verwandten in Eritrea haben ablichten lassen.“

Die Antwort auf die Frage, wie sie die Zukunft beurteilt, kann entsprechend dem Vorhergesagten nur pessimistisch sein:

„Eines ist klar: Die Sozialkosten werden in der Schweiz weiter explodieren. Die Gemeinden werden mit Sozialaufgaben derart eingedeckt, dass sie ihre Unabhängigkeit, vor allem ihre finanzielle Unabhängigkeit verlieren werden. Alle übrigen Gemeindeaufgaben – Strassenbau, Volksschule, Kultur, Breitensport, Infrastruktur – werden enorm leiden unter den den Gemeinden aufgebürdeten, regelrecht explodierenden Sozialkosten.
Wir müssen damit rechnen, dass es vermehrt zu Parallelgesellschaften kommen wird. Die Eritreer wollen unter Eritreern, die Afghanen unter Afghanen leben. Das wird niemand verhindern können.
In der Schweiz setzen wir den sozialen Frieden aufs Spiel. Wenn Leute, die auf billigen Wohnraum und auf wenig anspruchsvolle Arbeitsplätze angewiesen sind, durch von Bern privilegierte Migranten verdrängt werden, sind ernste Spannungen vorprogrammiert, deren Entladung wahrscheinlich wird.
Die AHV wird aus den Fugen geraten. Es ist nicht möglich, Zehntausende hier anzusiedeln, deren AHV-Prämien der Sozialhilfe überwälzt werden, die, ohne je gearbeitet zu haben, schliesslich aber volle AHV-Leistung erwarten und beanspruchen. Solches wird nicht glimpflich an der Schweiz vorübergehen.“

Integration kann sich zurückentwickeln

Eine weitere erfrischend unkorrekte Stimme aus der Schweiz ist kürzlich veröffentlicht worden[6]. Unter dem Titel „Ahmed gab mir die Hand“ mokiert sich der Schweizer Lehrer Alain Pichard darüber, dass der ihrer Lehrerin verweigerte Handschlag zweier moslemischer Schüler enorme Wellen geschlagen habe, dafür aber viel Besorgnis erregendere Entwicklungen im Zusammenhang mit der Zuwanderung von Moslems überhaupt nicht beachtet würden.

Pichard ist Stadtrat der Günliberalen Partei in Biel. Diese Partei ist politisch eher wirtschaftsliberal und nicht links einzuordnen. Zu ihr wechselte Pichard 2006 von der Grünen Partei der Schweiz, nachdem er in einem kritischen Artikel in einer konservativen Zeitung über Integrationsprobleme an seiner Realschule in Biel berichtet hatte.

Pichard beschreibt durchaus differenziert den Lebensweg von moslemischen Schülern, die er als Lehrer beobachten konnte:

„Ahmed (Name geändert) zum Beispiel hat mir immer die Hand gegeben. Er hat auch den Lehrerinnen die Hand gegeben. Ahmed ist der Sohn von Aysche (Name geändert), die im zarten Alter von 9 Jahren in den 80ger Jahren in einer Vorortsgemeinde von Biel in die Schule kam. Da sie ein sehr lernwilliges Mädchen und überdies auch die einzige Fremdsprachige weit und breit war, lernte sie die deutsche Sprache rasch und so gut, dass sie nach der Schule eine Lehre als Apothekerhelferin machen konnte, was damals als eher anspruchsvolle Berufsausbildung galt.
Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Lehre heiratete sie einen Mann aus ihrem Dorf in der Türkei und zog nach Biel. Der Mann konnte kein Deutsch, hatte aber dafür seine religiösen Prinzipien. Aysche gab ihren Job auf, verdeckte ihr Haar unter einem Kopftuch, bekam einen Sohn, dann noch einen und schliesslich einen dritten. Ihr Mann fand keinen Job und heute lebt die ganze Familie von der Sozialhilfe.
Als ihr erster Sohn Ahmed eingeschult wurde, sprach er kein einziges Wort Deutsch. Damit war seine Schulkarriere vorprogrammiert. Er landete in einer Bieler Realklasse, die 100% aus Schülern bestand, die zu Hause kein Deutsch sprachen. Er erhielt zwar dreimal so viele Stützlektionen wie seine Mutter, die auch heute noch perfekt Deutsch spricht, aber sein Lernzuwachs hielt sich in bescheidenen Grenzen. In der 8. Klasse begann er zu kompensieren, das heisst, er verprügelte mit einer Gang andere Schüler, machte kaum noch Aufgaben und landete schliesslich bei mir. Wir konnten es recht gut miteinander. In den letzten Monaten, die er noch in der Schule war, versuchte er, seine Defizite aufzuholen und verprügelte niemanden mehr.“

Auch wenn Ahmed hier in der Darstellung von Alain Pichard durch seinen besonderen Einsatz als Lehrkraft noch irgendwie integriert werden kann, so sieht er das durchaus nicht als Argument für eine weitere großzügig betriebene Migration nach Europa bzw. in die Schweiz. Denn Pichard beschreibt hier die trostlose Tatsache, dass Integration nicht nur von Anfang an scheitern, sondern eine schon vollzogene Integration (der Mutter) sich wieder zurückentwickeln kann. Dieses Phänomen wird umso breitenwirksamer, je mehr jeweils fremdsprachliche Inseln sich in einem Land mit Zuzug aus anderen Ländern bilden. Das ist die viel bedenklichere Entwicklung, die Handschlagsverweigerung ist dagegen nur das Symptom:

„Die Handschlagsgeschichte ist erzählenswert, weil sie ein Licht wirft auf Verhaltensweisen, die uns immer wieder ratlos hinterlassen und deren Folgen gravierend sind. Die Verweigerung des Handschlags ist ja längst nicht die einzige Regel für den Alltag, welche unsere muslimischen Fundis, aus einem Buch herleiten, das Menschen vor über 1500 Jahren geschrieben haben. Das Tragen des Kopftuchs während des Unterrichts, kein Schweinefleisch in der Hauswirtschaft, Halal-Fleisch im Lager, kein Schwimmunterricht dafür ein Gebetsraum in der Schule, ein ,Früheres aus der Schule gehen’, damit das Freitagsgebet nicht verpasst wird, Lagerdispensationen, Ramadanfeiern, die Liste der Wünsche ist lang und – das ist ein Erfahrungswert – je länger die Liste, desto geringer der Schulerfolg. Womit wir beim eigentlichen Problem wären. Denn Ahmed ist bei weitem kein Einzelfall.“

In der Schlusspassage seines Beitrags macht Pichard die Unterscheidung zwischen „Wirtschaftsmigranten“ und „Versorgungsmigranten“, die „aber wollen genau so leben wie dort, woher sie gekommen sind“. Pichard sieht das Problem vor allem bei den „Versorgungsmigranten“. Es wäre aber die Rückfrage zu stellen, wie viele zwar arbeitswillige, aber zum Teil nicht alphabetisierte „Wirtschaftsmigranten“ ein Land wie die Schweiz auf die Dauer wirklich integrieren könnte. Er spricht die Probleme zumindest offen an. In Deutschland würde er dafür von sämtlichen Gutmeinenden in sämtlichen „seriösen“ Medien entsetzlich verbal verprügelt werden, vielleicht würde die Bundeskanzlerin sogar davon sprechen, dass solche Äußerungen „wenig hilfreich“ wären.

Deutschland diskutiert nicht offfen

Pichard stellt die einfache Frage, wie lange ein Sozialstaat, den dauernden Zuzug von Sozialhilfeempfängern noch schultern kann:

„Aus Wirtschaftsmigranten werden so Versorgungsmigranten, denn auch das bietet unser Land. Verlässliche Gesetze, die für einen Staat sorgen, in welchem niemand fallen gelassen wird und der zudem für die Konsequenzen dieser Lebenseinstellung aufkommt. Handschlag hin oder her. Fragt sich noch, wie lange, denn um Aysche und ihre Familie zu versorgen benötigen wir zwei gute Steuerzahler.“

Er hätte auch sagen können: Staaten haben entweder offene Grenzen und nur eine minimale Sozialhilfe bzw. Altersversorgung, oder sie kontrollieren ihre Grenzen und können den Staatsbürgern sozialstaatliche Fürsorge auf einem bestimmten Niveau garantieren.

In den unabhängigen Medien des Internets wird schon längst thematisiert, dass die Probleme des ungebremsten Zuzugs von Migranten aus dem islamischen Raum sich auf lange Sicht nicht verringern, sondern verschärfen werden. Und wenn in Deutschland von den Mainstreammedien doch einmal ungefilterte und realistische Informationen über Schul- und Berufsbildung, Zukunftsaussichten sowie Verhalten und Mentalität von islamischen Migranten an den Leser gebracht werden, was allerdings sehr selten geschieht, dann stimmen sie im großen Maß mit den hier aufgeführten Aussagen aus der Schweiz überein. Das Zukunftsbild, das z. B. die Aarburger Sozialvorsteherin Bircher für die Schweiz entworfen hat, gilt durchaus auch für Deutschland. Warum sollte es anders sein?

Die Tatsache, dass in Deutschland nicht offen über die Folgen der fortdauernden Migration diskutiert wird, korrespondiert außerdem mit dem völligen Ignorieren der Ursachen der Zuwanderung, und dadurch wird auch der Großteil der deutschen Bevölkerung im Unklaren gelassen, welche Probleme sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt haben.

Sicherlich gab es z. B. durch den Bürgerkrieg in Syrien weiteres Elend, das den Migrationsdruck auf Europa (aber offenbar nicht auf stabile islamische Staaten wie Saudi-Arabien oder die Golfstaaten) verstärkt hat, aber die grundsätzliche Ursache der Migration nach Europa ist eine exorbitante Bevölkerungszunahme in Afrika und Nahost im Verbund mit autoritären, korrupten und unfähigen Regierungen. Für die islamische Welt hat der 2014 verstorbene Journalist Peter Scholl-Latour in seinem Buch „Die Welt aus den Fugen“ (Berlin 2011, zitierte Passage auf S. 261) die bittere Wahrheit, die offenbar in Berlin immer noch nicht zur Kenntnis genommen wird, zusammengefasst:

„Terrorismus wird stets als größte Gefahr für Europa beschrieben. Die Konfliktsituation, in die unser Kontinent in Zukunft geraten dürfte, resultiert jedoch weniger aus dem religiösen Fanatismus vereinzelter Bombenzünder (…), sondern aus der demographischen und gesellschaftlichen Diskrepanz, wie sie sich zwischen dem Nord- und dem Südufer des Mittelmeers auftut. Die rasante Bevölkerungszunahme in den benachbarten nordafrikanischen und arabischen Ländern, verbunden mit einem wachsenden Notstand breiter hungernder Schichten, heizt explosive Spannungen an, wie sie vor allem in Frankreich, Italien und Spanien bereits zu verspüren sind.
Man muss sich vor Augen halten, daß der Irak im Jahre 1959 ungefähr fünf Millionen Einwohner hatte und diese Zahl heute in Mesopotamien auf mehr mehr als dreißig Millionen angeschwollen ist. Oder Algerien, das 1960 von acht Millionen Arabern und Berbern besiedelt war, zählt heute mehr als dreißig Millionen Einwohner.“

Scholl-Latour hat die kommende Konfliktsituation, die sich für Europa ergeben wird, hellsichtig und klar erkannt. Wer in Europa immer noch glaubt, in dieser Lage durch Zulassen eines weiteren Zuzugs aus den übervölkerten Ländern irgendetwas verbessern zu können, hat jeden Realitätssinn verloren.

 

Anmerkungen

[1] http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/3338480

[2] http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/3339737

[3] http://www.focus.de/panorama/welt/feste-frauen-bei-schlossgrabenfest-sexuell-belaestigt-18-anzeigen_id_5578299.html

[4] http://www.bergedorfer-zeitung.de/schwarzenbek/article207613065/Die-Stimmung-ist-am-Kippen.html

[5] http://www.schweizerzeit.ch/cms/index.php?page=/news/bundesbern_hat_keine_ahnung-2675

[6] http://www.achgut.com/artikel/ahmed_gab_mir_immer_die_hand