Faymann-Kapitulation vor der FPÖ
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Der Rückzug des österreichischen Kanzlers Faymann ist maßgeblich durch den Erfolg der FPÖ bei der Bundespräsidentenwahl und die Flüchtlingspolitik zu erklären.

Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann ist sowohl als Kanzler als auch als Vorsitzender der sozialdemokratischen Partei SPÖ zurückgetreten. Der Rückhalt für ihn sei verloren gegangen, begründete der bisherige SPÖ-Vorsitzende seine Entscheidung.

Es darf jedoch angenommen werden, dass Faymann nach der ersten Runde der Bundespräsidentenwahl, die der Kanidat der rechtspopulistischen FPÖ, Norbert Hofer, gewann und den Regierungsparteien verheerende Ergebnisse bescherte, erhebliche Ansehensverluste erfahren musste. Insbesondere nachdem SPÖ-Landesvorsitzende, Jungsozialisten und Gewerkschaftsbosse sich auf der Suche nach einem Schuldigen auf Faymann eingeschossen und Konsequenzen gefordert hatten.

„Solidaritätsferner Aussätziger“

Daneben dürfte Faymann nach seinen Entscheidungen zur Eindämmung fremdbestimmter Zuwanderung nach Österreich auch darunter gelitten haben, dass er von seinen vermeintlichen Brüsseler Freunden, quasi als solidaritätsferner Aussätziger behandelt wurde und nun zur Kenntnis nehmen muss, dass er von, wie es vielleicht ein Schelm sagen würde, hinterhältigen Rosstäuschern wie eine heiße Kartoffel fallengelassen wurde.

Wie wird die FPÖ reagieren?

Mit seinem Rücktritt vollzieht Faymann einen gut gemeinten politischen Ratschlag, der dem 33. US-Präsidenten Harry S. Truman zugeschrieben wird:

„If you can’t stand the heat, get out of the kitchen.“

Mit gewisser Spannung wird nun zu besichtigen sein, ob aus der zunehmenden Hitze in der Wiener Regierungsküche eine fulminante Regierungskrise entsteht und wie die FPÖ-Feuerwehr politisch darauf reagieren wird.

Deren Generalsekretär Harald Vilimsky twitterte gestern.

„Ein schöner Tag für Österreich. Auch Merkel sollte Faymann folgen.“

Und ein Sprecher des Bundespräsidenten-Kanidaten Norbert Hofer ließ wissen: „Hofer hat bereits gewirkt, ohne dass er Bundespräsident ist.“

Es wird spannend…

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