USA in der Hand der Saudis
USA in der Hand der Saudis

USA in der Hand der Saudis

9:11-Zerstoerung /Quelle: Wikipedia; See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons; https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d1/WTCgroundzero.jpg 9:11-Zerstoerung /Quelle: Wikipedia; See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons; https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d1/WTCgroundzero.jpg
Geheimpapiere stürzen das US-Lügengebäude ein: Sie zeigen Saudi-Arabien als Hauptfinanzier des 9/11-Terrors. Offenbar lassen sich die USA von Riad erpressen.

In den USA öffentlich gemachte Regierungsdokumente zeigen auf, wie verlogen der Krieg gegen den Terror wirklich war. Und sie zeigen offenbar die unmittelbare Verbindung  höchster saudischer Regierungskreise zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auf. All das offenbart ein sogenanntes „Dokument Nr. 17“.

Das 13 Jahre alte Dokument aus dem 9/11-Akten stammt von zwei US-Ermittlern, die die Beteiligung von ausländischen Regierungen an den Terroranschlägen untersuchten. Bei ihren Recherchen prüften sie auch Unterlagen, die US-Dienste bei beim saudischen al-Qaida-Bombenbauer Ghassan al-Sharbi fanden, als sie diesen 2002 in Pakistan festnahmen. Dabei fiel ihnen ein Briefumschlag der saudischen Botschaft in Washington in Hände. Der Umschlag enthielt die US-Flugerlaubnis für al-Sharbi.

Einsicht im Hochsicherheitsraum

US-Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass al-Sharbi gemeinsam mit den anderen Terroristen Flugstunden in Arizona genommen und dort seine Flugerlaubnis erworben hatte. Allerdings kam al-Sharbi aus bislang noch nicht bekannten Gründen nicht zum Einsatz. Wie kam die Flugerlaubnis in einen Briefumschlag der saudischen US-Botschaft? US-Medien werten dies als klaren Hinweis auf eine zentrale Rolle saudischer Diplomaten und damit von Regierungskreisen am 9/11-Terror.

Das Dokument 17 wird im Zusammenhang gesehen mit einem 28 Seiten umfassenden Konvolut von Ermittlungspapieren, die Kongressmitglieder jüngst unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen in Washington einsehen durften[1]. Auch diese Unterlagen enthalten US-Berichten zufolge klare Hinweise auf eine Verbindung der saudischen Führung zu den Terroranschlägen. Die Papiere lagen in einem Hochsicherheitsraum unterhalb des Kapitols erstmals zur Einsicht. Die Kongressmitglieder, die die Papiere in Augenschein nahmen, durften sich keine Notizen machen.

„Ich musste alle paar Seiten innehalten, um mein Verständnis der jüngsten Geschichte neu zu ordnen“, sagte der republikanische Kongressabgeordnete Thomas Massie hinterher.

Nach Aussagen von Bob Graham, dem ehemaligen Vorsitzenden des Geheimdienst-Komitees des US-Senats, war Saudi-Arabien der wichtigste 9/11-Finanzier.

„Das Zurückhalten dieser Papiere hat Saudi-Arabien ermutig, weiterhin eine der wichtigsten Quellen für die finanziellen aber auch personellen Ressourcen des Terrors zu sein“, sagte er.

Tausendfacher blutiger Terror

Genau genommen, bringen die Papiere ein gigantisches US-Lügengebäude zum Einsturz. Nunmehr ist belegt, dass die US-Regierung längst hinreichende Hinweise nach Saudi-Arabien hatte, als die US-Armee in den Irak einmarschierte und einen Krieg vom Zaun brach, der einen tausendfachen blutigen Terror hervorrief und den gesamten Nahen Osten sowie Ägypten und Libyen ins Chaos stürzte. All dies Tat die US-Führung mit tatkräftiger Unterstützung eben jener Saudis, die nun als Hauptfinanziers des 9/11-Terros überführt zu sein scheinen.

Obwohl dies so ist, pflegen die USA bis heute beste diplomatische Beziehungen zu den Saudis. Nach wie vor zählen die autokratischen Herrscher in Riad zu den engsten Verbündeten der USA. Und als US-Präsident Barack Obama aktuell dort zu Besuch war, wagte er kein böses Wort gegen die Scheichs. Im Gegenteil, er lässt sich offenbar sogar von ihnen erpressen.

Von wegen Weltmacht…

Denn in der vergangenen Woche drohte die durch den Ölpreisverfall unter Druck geratene saudische Regierung angeblich, Staatsanleihen und andere amerikanische Vermögenswerte im Wert von 750 Milliarden US-Dollar zu verschleudern, falls der Kongress ein Gesetz verabschiedet, das Opfer-Familien einen Weg für Schadenersatzklagen gegen Saudi-Arabien ebnet.

Die demokratischen Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Bernie Sanders unterstützen das Vorhaben. Obama hat signalisiert, dass er ein Veto einlegen wird.

Die USA befinden sich in den Händen der Saudis. Von wegen Weltmacht….

 

Anmerkung

[1] http://www.theaustralian.com.au/news/world/the-times/saudi-diplomats-linked-to-september-11-terror-plot/news-story/66592c608fb4b63e577c9a3a086c3b43

Über Thomas Castorp

Thomas (Hans) Castorp blickt vom Zauberberg herab auf die Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Fragenstellungen. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel