Englisch mit Petry und Oettinger
Englisch mit Petry und Oettinger

Englisch mit Petry und Oettinger

AfD-Vorsitzende Frauke Petry © GEOLITICO AfD-Vorsitzende Frauke Petry © GEOLITICO
„Everything hangs together“, ist ein Video mit EU-Kommissar Englisch-Künstler Günther Oettinger überschrieben. Aber wie gut kann’s AfD-Chefin Frauke Petry? Der Wochenrückblick als „Sonntagspanorama“.

Liebe Leserinnen und Leser, endlich Frieden in Syrien! Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick berichtet aus Syrien:

„Die Lage in Damaskus ist derzeit relativ entspannt. Der international ausgehandelte Waffenstillstand ist ein Segen für die Menschen. Bis vor wenigen Wochen wurde in den Vororten heftig gekämpft, und in der Innenstadt musste jederzeit mit Raketenbeschuss gerechnet werden. Die Einschläge der Mörser sind an vielen Stellen zu sehen. Ich habe Menschen getroffen, die auf diese Weise Familienangehörige und Freunde verloren haben. Die Bewohner von Damaskus sind glücklich, dass sie im Moment durchatmen können. Aber niemand weiß, wie lange diese Atempause andauern wird. Alle sehnen sich nach einem dauerhaften und stabilen Frieden.“[1]

Gute Nachrichten auch von Carlotta Sami, der Sprecherin für Südeuropa beim Flüchtlingshilfswerk UNHCR: „Auch nach Schließung der Balkanroute sind Syrer kaum bei der zentralen Mittelmeerroute zwischen Nordafrika und Lampedusa, Sizilien, Kalabrien dabei“, zitiert die Süddeutsche Zeitung

Englisch mit Günther Hermann Oettinger (CDU)

 

„Für diese Menschen ist es okay, Nichtmuslime umzubringen.“

Nach den Terroranschlägen von Brüssel redet der ägyptische Starmoderator Amr Adeeb in der täglichen Sendung Kairo heute (al-Qahira al-yaum) Klartext. – Es sind völlig neue Töne, nie gehört aus prominentem Mund in der arabischen TV-Welt:

„Das wird nicht viele erfreuen, aber die Täter waren ganz klar Muslime. Alle schreien, diese Terroristen sind keine Muslime. Nein, ihr lügt! Sie sind Muslime und unter uns. Sie waren es, und sie sind unter uns! Diese schlimmen Dinge kommen aus unserer Religion, unsere Religion ist voll von diesen menschenverachtenden Lehren. Quatsch, die Muslime werden nicht missbraucht, das ist Bestandteil des Islams! Wir wachsen mit diesen Lehren auf, das ist Teil unserer kranken Psyche. Für diese Menschen ist es okay, Nichtmuslime umzubringen. Sag mir nicht, der IS – das seien keine Muslime. Niemand kann dich missbrauchen, wenn du gesund bist.“[2]

Englisch mit Frauke Petry (AFD)

 

„Wir haben das Attentat begangen, weil wir Christen treffen wollten!“
Bekenntnis der Taliban-Splittergruppe, die am Ostersonntag in Lahore (Pakistan) durch einen Selbstmordattentäter 72 Christen ermordete.

Vor wenigen Wochen nahmen in Pakistan mehr als 100 000 Fanatiker (zivile radikale Muslime) am Begräbnis des zum Tode verurteilten Extremisten Mumtaz Qadri teil und feierten ihn als Helden. Der ehemalige Leibwächter Salmaan Taseers, des Gouverneurs der Provinz Punjab, brachte diesen mit 27 Schüssen um.

„Die spätere Erklärung Qadris: Taseer habe das Blasphemie-Gesetz (Blasphemie gleich Beleidigung des Islam, Anm.d.A.) kritisiert und sich für eine zum Tode verurteilte Christin eingesetzt.“[3]

Es ist der Islam!

Schwarzes-Schaf / Quelle: Claus Folger

Schwarzes-Schaf / Quelle: Claus Folger

Das schwarze Schaf der Woche

„Ich finde, dass wir von einem Partnerland der europäischen Union erwarten können, dass es unsere gemeinsamen europäischen Werte teilt.“
Außenminister Frank-Walter Steinmeier nach Erdogans Reaktion auf die NDR-Satiresendung
extra 3.

Und was ist mit den Werten, die Deutschland nach dem Flüchtlingspakt jetzt mit der Türkei teilt? Die türkische Tageszeitung Hurriyet, die prokurdischer Sympathien kaum verdächtig ist, schätzt die Zahl von Zivilpersonen, die wegen Erdogans Krieg gegen die Kurden im engsten Kreis ihr Heim verlassen mussten, mittlerweile auf 800.000.

Wenn die deutsche Bundesregierung der Überzeugung sein sollte, dass zu viele Flüchtlinge bzw. Einwanderer nach Deutschland kommen, dann klärt sie das bitte an der eigenen Staatsgrenze, so wie das andere Länder wie die USA, Mazedonien, Ungarn, Österreich, Australien usw. auch tun.

Der Weg über den türkischen Diktator Erdogan ist eine Bankrotterklärung/Blamage.

Nach Erkenntnissen von Amnesty International zwingt die Türkei bereits seit Wochen Tausende Flüchtlinge zur Rückreise nach Syrien. „Männer, Frauen und Kinder wurden in Gruppen von bis zu 100 nach Syrien abgeschoben“, sagt die Türkei-Expertin der Menschenrechtsorganisation, Marie Lucas.

 

Weißes-Schaf Quelle: Claus Folger

Weißes-Schaf Quelle: Claus Folger

Das weise Schaf der Woche

„Nach einer erbarmungslosen Blockade, die schon fast 60 Jahre andauert! Und diejenigen, die bei den Söldnerangriffen auf kubanische Schiffe und Häfen starben? Ein mitten im Flug gesprengtes Linienflugzeug voller Passagiere, Söldner-Invasionen, zahlreiche Gewalttaten und Zwangsmaßnahmen?“
Revolutionsführer Fidel Castro weist die Aufrufe Obamas an die Kubaner zurück, die Geschichte einfach hinter sich zu lassen und in die Zukunft zu schauen. Quelle: amerika21.de https://amerika21.de/dokument/148893/bruder-obama

Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez schließt sich ihm an und äußert sich als erster Regierungsvertreter Kubas nach dem Besuch von US-Präsident Barack Obama so:

„Die Beendigung der US-Blockade wird weder Ergebnis von Verhandlungen noch die Antwort auf Zugeständnisse der kubanischen Regierung sein. Die seit mehr als fünf Jahrzehnten gegen den sozialistischen Karibikstaat verhängten Wirtschafts-, Finanz- und Handelssanktionen können nur einseitig, ohne Vorbedingungen von den USA aufgehoben werden.“

Auch Augustin Lage Dávila aus Kuba sieht den historischen Zusammenhang:

„Viele Menschen erinnern sich an den berühmten Satz von Präsident Franklin D. Roosevelt, der über den nicaraguanischen Diktator Anastasio Somoza sagte: ‚Vielleicht ist Somoza ein Hurensohn, aber es ist unser Hurensohn.‘ Sicherlich tragen weder Präsident Obama noch die aktuellen Generationen von Nordamerikanern guten Willens (die durchaus zahlreich sind) als Individuen an den ersten Etappen dieser historischen Verläufe die Schuld. Aber es ist auch nicht zu leugnen, dass es diese Geschichte gibt, die die Grundvoraussetzungen dafür setzt, was letztere tun können und dafür, wie wir wiederum dieses Tun auf unsere Weise interpretieren. Die historischen Prozesse wirken sehr viel länger als ein Menschenleben. Und Ereignisse der letzten Jahrzehnte beeinflussen noch heute die Meinungen der Menschen und bedingen eine objektive Existenz unabhängig von den Ideen und Intentionen der Führung.“[4]

Mein Lektüretipp der Woche:

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland ist auf den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren gestiegen. Die Kriminalitätsstatistik weist für 2015 im Vergleich zum Vorjahr 9,9 Prozent mehr Fälle aus.

André Schulz, der Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), macht für diese Kriminalität im Wesentlichen wenige große Banden verantwortlich. Er sagt:

„Dahinter steckt in vielen Fällen die georgische Mafia, die in Georgien gezielt Verbrecher anspricht und sie nach Deutschland schickt. Immer wieder beantragen diese Menschen hierzulande Asyl und die acht bis zwölf Monate bis zur Ablehnung ihres Antrags nutzen sie, um regelmäßig einzubrechen.“[5]

Postskriptum:

2015 stellte jeder 50. Albaner in Deutschland einen Asylantrag. Auslöser für den Exodus waren Gerüchte, dass Deutschland Arbeitskräfte sucht und jeden Ankommenden mit einem Haus und monatlich 400 Euro in bar ausstattet

Anmerkungen

[1] http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-%E2%80%9EWaffenstillstand-ist-ein-Segen%E2%80%9C-_arid,1345347.html

[2] http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/amr-adeeb-sieht-ursprung-der-bruesseler-anschlaege-im-islam-14150057.html

[3] http://www.dw.com/de/terror-in-lahore-was-l%C3%A4uft-schief-in-pakistan/a-19146727

[4] https://amerika21.de/analyse/149078/obama-kubas-wirtschaft

[5] http://www.welt.de/politik/deutschland/article153841628/Intensive-Straftaten-waehrend-des-Asylverfahrens.html