Goldene Morgenröte in Athen
Goldene Morgenröte in Athen

Goldene Morgenröte in Athen

Akropolis © Karin Lachmann Akropolis © Karin Lachmann
Der Krieg in Syrien, der Terrorpate Erdogan, die Flüchtlings- und die Finanzkrise schwächen die EU und damit die jesuitisch-vatikanischen Panbewegungen und ihre Ideologien.

In einer dreiteiligen Analyse gibt Diogenes Lampe eine Antwort auf die Vorgänge in und um die Türkei. Er stellt dabei die gegenwärtigen Machtspiele im Nahen und Mittleren Osten in einen plausiblen historischen Kontext und weist auf etwaige zukünftige Ereignisse hin, die sich aus der Geschichte des noch nicht ganz hundertjährigen Nationalstaats der Türken auch für uns ergeben könnten.

  • Der erste, bereits veröffentlichte Teil (Erdogans Reich zerfällt bereits) beschäftigt sich mit der Aktualität ungelöster Konflikte in Anatolien, die nach dem Ende des 1. Weltkrieges zur Gründung eines türkischen Nationalstaates geführt haben, den die amerikanischen, westeuropäischen und russischen (bzw. sowjetischen) Siegermächte nie wollten.
  • Der veröffentlichte zweite Teil (Erdogan in der Falle der Großmächte) wird auf die geopolitische Lage Ostanatoliens in Vergangenheit und Gegenwart eingehen.
  • Der heutige dritte Teil widmet sich Griechenland, das im Zuge der Abwicklung des kemalistischen Nationalstaates der Türken ebenfalls vor großen Veränderungen stehen dürfte, sowie dem Verfall der Macht des Vatikans.

III. Teil

Natürlich hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan längst begriffen, was für ihn und sein Land auf dem Spiel steht. Mit der Bekämpfung des türkischen Militärs als Garant des Kemalismus hat er die osmanischen, islamistischen und pantürkischen Gruppen gestärkt und dem türkischen Nationalstaat Atatürks die letzte Machtbasis entzogen. Übrig geblieben ist ein Militär, in dem signifikante Teile sicher nicht mehr loyal zur Regierung stehen. Der islamistischen Gülen-Bewegung ist er längst nicht mehr radikal genug.

Er und seine Vorgänger seit Demirel haben nicht begriffen, was Atatürk von Anfang an klar war: Wenn es nach dem Untergang des Osmanischen Reiches überhaupt eine Chance gibt, als türkische Nation zu überleben, dann geht das nur in einem starken, d.h. laizistischen Nationalstaat nach westlichem Vorbild auf dem Gebiet Anatoliens.

Westlich nicht, um sich dem Westen anzubiedern, sondern um mit ihm wissenschaftlich, wirtschaftlich und militärisch auf Augenhöhe gleich zu ziehen und somit zwischen Ost -und Westmächten und arabischen Staaten eine starke politische und militärische Stellung als Vermittler zu behaupten. Die Nationalisierung, Bildung und Modernisierung der vom Islam und der osmanischen Autokratie dumm und unfrei gehaltenen Volksmassen – selbst mit diktatorischen Mitteln (auch dies war ja damals das westliche Vorbild) – schien ihm die einzige Chance zu sein, um nach dem Untergang des Osmanischen Reiches gegen die Übermacht der kolonialistischen Weltmächte bestehen zu können.

Die Geschichte hat Atatürk lange Zeit recht gegeben und wird daher Erdogan einen Platz unter denjenigen Herrschern zuweisen, die der türkischen Nation mit seinem Lavieren zwischen Nationalismus, Pantürkismus und Islamismus mehr geschadet als genützt haben. Er hatte auf die Sirenenklänge der USA, der EU und Israel vertraut und wird nun zwischen Skylla (Imperium) und Charybdis (Russland) zerschellen.

Konflikt mit Griechenland

Was bedeutet das für das von den Transatlantikern und der EU via Finanz -und Einwanderungskrise geschundene Griechenland? Da die Weltmachtpläne des Imperiums langfristig angelegt sind, dürfte auch die Finanz -und Einwanderungskrise in Griechenland, die sich immer weiter zuspitzt, eben diesen Langzeit-Plänen geschuldet sein. Mit der Neuaufteilung des Nahen und Mittleren Ostens zwischen den USA, Russland und China dürfte somit auch eine Neuordnung des östlichen Mittelmeer-Raumes verbunden sein.

Der gemeinsame Kampf der USA und Russlands gegen den IS in Syrien zum großen Ärger Erdogans, der, um seine politischen Dummheiten komplett zu machen, sich ausgerechnet mit den ebenfalls untergehenden, ultrareligiösen Kopfabschneiderregimen Saudi-Arabien und Katar zu einer Allianz gegen Syriens Präsidenten Assad zusammenschloss, wird den Bürgerkrieg innerhalb der Türkei entfachen. Besser: Er ist schon dabei. Die Kurden, Armenier, Georgier und Aserbaidschaner werden ihre territorialen Ansprüche im Osten Anatoliens geltend machen. Im Westen werden die Griechen gegen die Türken in Stellung gebracht. Ihr Preis: Konstantinopel und die westanatolische Ägäisküste. Damit löst sich dann auch die Zypernfrage.

Der NATO-Einsatz an der EU-Außengrenze wird den Konflikt zwischen der Türkei und Griechenland zuspitzen. Beide spielen dabei die Migrationswaffe aus. Wenn jetzt die EU-Staaten ihre Grenzen schließen, muss es Griechenland auch tun, wenn es nicht in den Flüchtlingsmassen versinken will.

Der Flüchtlingsdeal, den Merkel und Juncker kürzlich mit Erdogan abgeschlossen haben, ist natürlich nicht das Papier wert, auf dem er steht. Das wissen die Pfarrerstochter und das Jesuitenfaktotum natürlich auch. Aber er wird den Konflikt zwischen Griechenland und der Türkei weiter anheizen. Und genau darum scheint es den EU-Granden zu gehen. Griechenland wird nicht in der Lage sein, die Flüchtlinge wieder in die Türkei zurück zu schieben und Erdogan wird alles tun, um sie entgegen aller Verabredungen mit der EU und Deutschland nicht aufnehmen zu müssen. Die Frage der Visafreiheit für türkische Staatsbürger, die ab Juni in die EU wollen, ist vor diesem Hintergrund ohnehin eine Farce. Bestenfalls Deutschland wird sie auf Befehl der USA gewähren, sofern ihr Faktotum Merkel dann überhaupt noch an der Macht ist. Alle anderen werden der Visafreiheit vor dem Hintergrund des inszenierten Terrors in Europa und des inzwischen offenen Krieges Erdogans gegen die Kurden „nach eingehender Prüfung“ im Juni sicher nicht zustimmen.

Neuauflage des griechisch-türkischen Krieges von 1920?

Griechenland wurde bekanntlich über Amerikas Goldmann-Sachs-Bankstertum, das die EU über Agenten wie Draghi finanzpolitisch dominiert, seinerzeit in die europäische Union geschwindelt, denn zu keinem Zeitpunkt hätte Hellas die strengen finanzpolitischen Kriterien zum Beitritt erfüllen können. Seine Aufnahme kann – wie die der ehemaligen Ostblockstaaten – nur geostrategisch als sinnvoll verstanden werden.

Warum also wollten die EU und die Wallstreet Griechenland gezielt in den Ruin treiben? Warum wird dem geschundenen Land nun auch noch die Hauptlast der sogenannten Flüchtlingskrise aufgebürdet? Warum werden in einem Land, dass komplett überschuldet ist und dadurch mitten in einer existenzbedrohenden Finanzkrise steckt, Milliarden erst in Olympia und dann in die Rüstung investiert? Gerade auch Dank deutscher Waffenlieferungen, die mit deutschem Steuergeld bezahlt werden?

Warum wird Dank dieser zwangsläufig kommenden nationalen Krise ein neuer Bürgerkrieg in Griechenland vorbereitet, bei dem der Staat nach dem Versagen der bürgerlichen und linken Regierungen in der Finanzkrise nun in der Flüchtlingskrise zwangsläufig nach Rechts driften muss – also in Richtung der Anhänger der „Goldenen Morgenröte“ (Chrysi Avgi), zu deren erklärter Politik bekanntlich gehört, territoriale Ansprüche auf dem Balkan und in der Türkei zu verfolgen?

Könnte dies alles mit einem langfristig angelegten geopolitischen Plan des Imperiums zu tun haben, der im Zusammenhang mit der seit 1918 geplanten Abwicklung der Türkei steht und deshalb auch den Interessen Russlands nutzt? Wäre eine Großmacht allein in der Lage, die Türkei zu schrumpfen? Oder haben sich die USA, GB, Frankreich und Italien einerseits, sowie Russland und China andererseits schon lange im Stillen darauf geeinigt, in punkto Türkei zwar getrennt zu marschieren, aber gemeinsam zuzuschlagen?

Welchen Auftrag erfüllt Merkel in der Flüchtlingskrise?

Klar ist, dass durch die Finanzkrise wie die Flüchtlingsmassen, die vom Finanzagenten Soros und seinen NGOs nicht nur organisiert und geführt, sondern auch aufgehetzt werden, Griechenland bis zur Unregierbarkeit destabilisiert und dabei die Erbfeindschaft zwischen ihm und der Türkei bis aufs Messer gereizt wird.

Für uns Deutsche sieht Merkels planlose und desaströse Flüchtlingspolitik oberflächlich danach aus, als ob sie völlig ihren Restverstand verloren hätte. Doch wenn man auf die wirklichen Resultate ihrer sturen Politik zum Nachteil Deutschlands schaut, dann kommen einem doch Zweifel, ob es hier wirklich nur um einen Umvolkungsversuch nach dem paneuropäischen Kallergi-Plan geht (der im Übrigen zeitgleich mit der Gründung der Türkei entworfen wurde), oder vielleicht doch eher um die Zerschlagung der Türkei unter Zuhilfenahme der Migrationswaffe, die Erdogan zwar gegen Europa gerichtet hat, die aber schnell auf ihn selbst zurückwirken kann?

Politik ist ein schmutziges Geschäft. Sicher glauben solche schwachköpfigen Soros-Agenten wie die Anhänger der Grünen und Teile der Linken und der SPD, dass die von ihnen so neurotisch gehassten Deutschen sich unter dem Ansturm junger Araber als Volk endlich auflösen müssen. Sicher wird den Pegida-Anhängern von Seiten des Verfassungsschutzes, der CIA, des Mossad und des MI6 über Bachmann, Festerling & Co eingeredet, dass deshalb das „jüdisch-christliche Abendland“ in Gefahr sei. Aber es würde doch die wirklichen Machtverhältnisse auf Erden erheblich ad absurdum führen, anzunehmen, dass dies der Fall ist.

Unumstößliche Fakten

Doch was ist denn seit August 2015 wirklich passiert? Soll die „Flüchtlingskrise“ auf der Grundlage des inzwischen allgemein bekannten Kallergi-Plans der jesuitischen Paneuropa-Ideologen nur von den Tatsachen ablenken? Oder wollte man hier gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Wie auch immer.

  • Fakt ist, was Fakt ist! Und Fakt ist, dass die Willkommensorgie wider alle staatliche Vernunft, die Millionen aus den Flüchtlingslagern Syriens und Jordaniens vornehmlich ins Zentrum der EU, also nach Deutschland, Schweden und die Benelux-Staaten lockte, nun mit einem Mal ausgerechnet von Österreich beendet wird, das noch vor kurzem eng an der Seite Merkels stand.
  • Fakt ist, dass kurz vor Beginn der großen Flüchtlingsmärsche aus unerfindlichen Gründen (finanzielle können es nicht gewesen sein) den Menschen in den Flüchtlingslagern von Syrien und Jordanien seitens der UNO die ohnehin knappen Lebensmittelrationen nochmal auf die Hälfte gekürzt wurden, während gleichzeitig Flugschriften der Soros-NGOs den Menschen Häuser und Autos in Deutschland versprachen. Und damit sie es auch wirklich glauben, wurden überall Selfies mit der deutschen Kanzlerin verbreitet.
  • Fakt ist, dass daraufhin die Flüchtlinge aus Syrien, die in türkischen und jordanischen Flüchtlingslagern lebten, über die Türkei ins geschundene Griechenland strömten, das mit diesen Massen nicht fertig werden konnte.
  • Fakt ist, dass die Griechen ihre Grenzgewässer zur Türkei trotz massiver Aufrüstung nicht beherrschen und nun die NATO eingreifen muss, die damit zwischen den Fronten zweier NATO-Mitglieder handelt, die sich nicht ausstehen -aber auch nicht offen bekämpfen können, solange die NATO-Führung in Brüssel und Washington das noch verhindern will. Aber wie lange will sie das noch?

Werden die massiven Probleme, die sich durch die Flüchtlings -und Zypernfrage ergeben, der NATO einen Grund liefern, die Türken aus ihrer transatlantischen Militärorganisation zu entfernen? Wird der entscheidende Vorwand der „Völkermörder Erdogan“ sein, der „Pate“ des IS, der Kopfabschneider und Kehlenaufschlitzer? Wird Griechenland aus der EU und der NATO entlassen, um in die Einflusszone der Russen und Chinesen wechseln zu können unter dem Vorwand, dass die EU sich Griechenland finanziell nicht mehr leisten kann? Immerhin investieren Russen und Chinesen gerade sehr intensiv in Griechenlands und Zyperns Wirtschaften, die sonst wohl schon zusammengebrochen wären, während der US-Präsidentschaftskandidat Trump offen über finanzielle Kürzungen bei der NATO nachdenkt.

  • Fakt ist: Die Griechen können die EU-Außengrenze nicht allein schützen. Die Gewalt wird auf allen Seiten zunehmen. Die gegenwärtigen Grenzschließungen auf dem Balkan führen jedermann vor, dass Griechenland letztlich nur eine Schengen-Exklave der EU ist, getrennt durch Albanien, Mazedonien und Bulgarien. Keines dieser Länder gehört Schengen an und wird den Flüchtlingsstrom weiter durchlassen. Der Druck auf die Türkei wird wegen dieser Menschenmassen, die Griechenland letztlich mit Gewalt wird zurückschieben müssen, also auch vom Westen Anatoliens her enorm zunehmen und diesen Staat Atatürks vollends destabilisieren und unregierbar machen.

Beide industriell schwach entwickelte Staaten werden obendrein durch den Wegfall des Tourismus, der zu ihrer wichtigsten Einnahmequelle und Arbeitsbeschaffungsmöglichkeit zählt, innenpolitisch mit immer größer und gefährlicher werdenden, unzufriedenen Massen eigener Staatsbürger konfrontiert sein.

Erdogans Erpressung, den Türken Visafreiheit in die EU zu gewähren oder ansonsten noch mehr Flüchtlinge zu schicken, ist sein eigener Sargnagel. Mehr Angst und Hass kann er in der EU gar nicht schüren. Merkel hat ihm alles versprochen, was er wollte, aber wird nichts davon halten können und dabei ihre Hände in Unschuld waschen. Denn sie, die Mutter aller Flüchtlinge, würde ja so gerne, aber die anderen EU-Staaten spielen halt nicht mit. Für Erdogan auch deshalb ein schwerer strategischer und taktischer Schlag, weil er somit im Falle des losbrechenden Bürgerkriegs weder die verhassten Kurden noch die laizistischen Türken Richtung EU treiben kann. Umso mehr werden die ihm und seiner AKP im eigenen Land auf die Pelle rücken und die Hölle heiß machen.

Apropos Bulgarien

Bulgarien wurde ab 1996 von einem europäischen Hochadligen übernommen. Es handelte sich um einen nahen katholischen Verwandten der englischen Queen – Familie aus dem Haus Sachsen-Coburg und der Familie der traditionellen französischen Verräterkönige aus dem Haus Orleans, die sich stets als willfährige Werkzeuge der papistischen Jesuiten erwiesen haben. Auch das blaue Blut des Königs Viktor Emanuel III. von Italien, der einst den Faschismus, also das jesuitische Faktotum Mussolini zur Macht brachte, fließt in seinen Adern.

Simeon II., genannt Sakskoburggotski, der von 1943 – 46 der letzte Zar der Bulgaren war, lebte bis dahin im spanischen Exil. Unter seiner Führung als Ministerpräsident (2001-2005) trat Bulgarien im Zuge des Irakkrieges des Neocon-Bush-Clans 2004 der NATO bei. Nachdem seine Partei im Korruptionssumpf versank, wurde er Juniorpartner der bulgarischen Moslems und Kommunisten. Der Zweck heiligt halt die Mittel. Es reichte noch, um Bulgarien 2007 der EU anzuschließen, aber das Land wurde nicht in das Schengen-Abkommen integriert. 2009 verschwand der Exzar und Ministerpräsident wieder in der politischen Versenkung.

Das Land ist heute zwischen den pro-westlichen Anhängern und den pro-russischen mehr als zuvor gespalten. Die Regierung hat keine Autorität mehr. Einzig die orthodoxe Kirche wird noch vom Volk allgemein respektiert, weshalb sich Bulgarien kaum in der EU halten wird. Der Frage des Anschlusses an die russische Seite wird daher viel Bedeutung beigemessen, nicht zuletzt auch wegen der inneren Zerstrittenheit und Abhängigkeit der politischen Klasse von den USA , welche die South-Stream-Trasse Putins über den Balkan scheitern ließ.

Balkanroute dicht, Syriza am Ende, die Goldenen Morgenröte betritt die Bühne

Fakt war und ist, dass Syriza bereitwillig und naiv den ganzen Menschenstrom aus den Flüchtlingslagern der Türkei und Jordaniens über den Balkan nach Deutschland lenken wollte. Ganz nach den Plänen von Soros und Merkel. Doch Fakt ist nun auch, dass diese Route von den EU-Staaten des Balkans plötzlich radikal geschlossen wird. Daraus ergibt sich zwangsläufig ein Menschenmassenstau in Griechenland, der permanent weiter mit Flüchtlingen, die über die Türkei kommen, gespeist wird. Das führt folgerichtig zum staatlichen Notstand, zu inneren Unruhen und schließlich zur Machtergreifung durch die Goldene Morgenröte – die letzte politische Kraft, die der griechische Wähler in der Dauerkrise bisher noch nicht an die Regierung ließ.

Doch nach dem eklatanten Versagen der linken Syriza (Tsirpas wird sich unter diesen Umständen nicht mehr lange halten) wird das griechische Volk geradezu punktgenau in die Arme dieser konservativ-aristokratisch-faschistischen Bewegung getrieben. Das Imperium wie die Russen brauchen sie – ähnlich wie die Bandera-Faschisten der Ukraine – für die Schmutzarbeit, um die Regierung zu ihrem Spielball zu machen, die Türkei vom Westen her zu isolieren und Griechenland dabei als faschistisch zu kompromittieren.

Das römisch-jesuitische Faschismuskonzept, welches als traditionelles Herrschaftsinstrument des Vatikan erneut versuchen wird, sich den bereits überall sichtbaren „Rechtsruck“ in der EU zunutze zu machen, wird nicht in der Lage sein, das Land weiter an Westeuropa zu binden. Schon die Finanzkrise wird das nicht zulassen. Ihretwegen wandern die griechischen Ressourcen bereits jetzt mehr in russische und chinesische als europäische oder amerikanische Hände.

Große Teile der Faschisten und der traditionell links stehenden und russlandfreundlichen Griechen werden als Kollektivisten um die Rettung der griechischen Nation vor der EU wetteifern und somit gemeinsam den Nationalismus stärken, den sich Russland zunutze machen kann, um ihn mit der Perspektive auf die Eroberung Konstantinopels gegen die Türkei zu stellen.

Der Ruf, die „Schmach von Izmir“ gegen Atatürk wieder gutzumachen, wird unter der Regentschaft der Morgenröte immer lauter werden. Schon jetzt stößt er auch in den bürgerlich-monarchistischen Kreisen auf immer bereitwilligere Ohren. Der Zankapfel liegt seit der bis heute ungelösten Zypernkrise von 1974 in der politischen Arena der EU. Er muss nur von einer starken nationalen Bewegung aufgehoben werden.

Der von Jesuiten ins Leben gerufene CIA verliert in Griechenland an Einfluss

Atatürks Sieg über die Griechen hatte wesentlich dazu beigetragen, dass in Griechenland 1924 die Republik ausgerufen wurde. Das führte zu schweren inneren Unruhen. Der König (Georg II.) war erst nach Bukarest und dann nach London geflohen. Im Juni 1935 wurden die Parlamentswahlen unter Kriegsrecht durchgeführt. Die konservative Volkspartei von Panagis Tsaldaris gewann, die Oppositionsparteien boykottierten die Wahl. Kreise um den Monarchisten und späteren Diktator Metaxa setzten den König, der von den Briten unterstützt wurde, noch im selben Jahr wieder auf den Thron.

Nach dem Ende der deutschen Besatzung versuchte Churchill mit allen Mitteln, die Monarchie in Griechenland fest zu etablieren, doch eine Mehrheit der Griechen lehnten sie ab. Ein Großteil davon neigte sich nach der deutschen Besetzung Stalin zu. Es kam zum Bürgerkrieg von 1946-49, den Churchills Vasallen gewannen. So konnte der Nachfolger des 1947 gestorbenen Königs als Paul I. bis zu seinem Tod 1964 das Land regieren. 1952 wurde es in die NATO aufgenommen. Heinar Raulff schreibt in seinem Standartwerk Die Militärdiktatur in Griechenland:

„Die politische Macht lag indessen außerhalb von Regierung und Parlament beim König und seinen Beratern, bei der Armee, ihrem von der CIA kontrollierten Geheimdienst, ihren Geheimbünden, bei Polizei sowie paramilitärischen Milizen, die das ländliche Griechenland kontrollierten.“

Damit ist klar, dass die griechische Militärdiktatur von 1967 von der CIA kontrolliert wurde, während Paul I. die Unterstützung der britischen – vornehmlich katholisch anglikanischen Aristokratie besaß. Kein Wunder, war er doch der Enkel des englandfreundlichen deutschen 99-Tage-Kaisers Friedrich III. und dessen Frau Viktoria, einer Tochter der englischen Langzeitmonarchin Königin Viktoria. Unter seiner Regierung Karamanlis wurde Griechenland dann auch gerne in die EWG aufgenommen.

Griechenland als Spielball des deutsch-englisch-russischen Hochadels

Die Großeltern des Duke von Edinburgh und Prinzgemahl der Queen waren Georg I. von Griechenland und Großfürstin Olga Konstantinowa Romanowa. Damit stammt er in direkter Linie auch von den russischen Zaren ab. Das ist wichtig, um zu verstehen, warum einflussreichste monarchistische Kreise in Großbritannien und Russland gemeinsam großes Interesse daran zeigen, dass Griechenland sich auf Kosten der Türkei auf Westanatolien ausdehnt. Die Griechen wollen einen Zugang zum Schwarzen Meer. Die Russen wollen endlich den alten Traum Katharinas II. verwirklichen und aus dem moslemischen Istanbul wieder das christliche Byzanz bzw. Konstantinopel – das zweite Rom – machen. Russlands Kirche ist als drittes Rom ja von ihm ausgegangen, nachdem Sultan Mehmet II. im Jahr 1453 Konstantinopel erobert hatte.

Griechenland dürfte also am Ende zur Monarchie zurückkehren; zu einem griechischen König, in dem das Blut der Deutschen, Engländer und Russen fließt. Der russische Staat würde dann – quasi unter Mitwirkung der britisch monarchistischen Oligarchie auch den geostrategisch in Bezug auf Militär und Handel enorm wichtigen Bosporus beherrschen, also die einzige Durchfahrt vom Schwarzen Meer zum Mittelmeer und zum Atlantik.

Dazu passt, dass Putin erst kürzlich Erdogan genau damit gedroht haben soll, das alte Trakien und Konstantinopel den Griechen wieder zu geben. Seine Pläne mit der Türkei dürften sich insofern mit den Plänen des römisch-britischen Imperiums decken, die ebenso eine Art Balkanisierung Anatoliens vorsehen. Nur der Weg dahin bleibt vorerst strittig. So sieht z.B. Israels – und somit Rothschilds Yinon-Plan bisher keine Einverleibung Westanatoliens zugunsten Griechenlands vor. Doch nach der Machtdemonstration Putins in Syrien werden die Israelis diesen Plänen sicher keinen großen Widerstand entgegenbringen.

Das kubanische Jahrtausendtreffen der christlichen Oberhäupter West -und Ostroms

Zu diesen kommenden Ereignissen passt natürlich auch das Jahrtausendtreffen zwischen dem Jesuitenpapst Franziskus und dem russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill – und das ausgerechnet im kommunistischen Kuba. Bei diesem Treffen wird es sicher nicht nur um die anstehende Neuaufteilung der Ukraine gegangen sein, wie einige westliche Medien wenigstens andeuteten, sondern wohl auch um die Zukunft der altchristlichen orthodoxen Völker des Balkan und des Mittleren und Nahen Ostens.

Kyrill dürfte dabei bewusst gewesen sein, dass Rom und der immerhin ja von ihm gegründete und dominierte CIA den Islamismus nicht nur geschaffen hat, sondern natürlich auch für seine Zwecke als Mittel gegen Russland und seine Kirche gebraucht. Ebenso ist ihm bewusst, dass der falsche Franziskus nichts unversucht lassen wird, um Russland zu schaden und die römisch-jesuitische Missionierung dort brutal voranzutreiben, die ja bereits seit Iwan dem Schrecklichen vergeblich versucht wird.

Der Papst agiert stets auf der Grundlage vatikanischer Politik, deren vorrangiges Ziel es ist, West-und Ostrom unter seinem Kommando wieder zu vereinen. Doch über welchen theologisch und politisch tatsächlich tragenden Kompromiss? Ein gemeinsames Ziel haben Franziskus und Kyrill auf alle Fälle: Für beide ist die christliche Wiedereroberung Konstantinopels seit 1453 auf der Tagesordnung.

Den Untergang Konstantinopels schrieben sich auch die Päpste auf ihre Fahnen, denn damit war für sie der Beweis erbracht, dass nicht Ostrom, sondern Westrom von Gott, der sich der Muslims lediglich bediente, auserwählt war, über die Welt zu herrschen. Seitdem gaben sich die Jesuiten am Hof der Sultane gegenseitig die Klinke in die Hand. Angesichts der Legitimations – und Finanzkrise des westlichen Imperiums, angesichts des Aufstiegs Russlands zur ersten Militärmacht und Chinas zur ersten Industriemacht der Welt hat der Eurasismus Moskaus den Romanogermanismus Roms (dessen Symbolfigur Kaiser Karl der Große ist) nun jedoch schon mal „Schach“ angesagt.

Der westliche Protestantismus, der sich im 16. Jh. von Rom abgespalten hat, wurde bereits während des 18. und 19. Jh. von den Jesuiten über die Freimaurerei vollständig unterwandert und mit seinem unionierten, calvinistisch-kapitalistischen Magieglauben und Sendungsbewusstsein in den evangelikalen Dienst des global agierenden Katholizismus und seiner Paneuropabewegung gestellt. Deren sichtbarster Ausdruck ist wiederum die EU selbst, in der Katholiken, Protestanten, Juden und Moslems im Auftrag Roms gemeinsam an der Vernichtung der europäischen Nationalstaaten und somit der Aufkündigung des Westfälischen Friedens von 1648 arbeiten, den die Päpste nie anerkannt hatten und der die souveränen Staaten nach einem 30-jährigem Völkermorden hervorgebracht hatte.

Der Legitimitationsverlust der EU vor den Völkern Europas, einhergehend mit ihrem Verfall zeigt hier wie in der Türkei und im osteuropäischen Raum die ideologische Krise eben dieser überstaatlichen, vom Jesuitismus im 18. Jh. ins Leben gerufenen Panbewegungen – egal ob europäische, slawische, türkische, griechische oder sonstige. Sie alle fühlten und fühlen sich berufen, die Weltherrschaftspläne der vatikanischen Globalisierer durch die künstliche Vereinigung ethnischer Großgruppen über die Staatsgrenzen hinweg unter Kreuz oder Halbmond (der nicht nur das Symbol des Islam ist, sondern eben auch der apokalyptischen, auf eben solchem Halbmond stehenden Madonna im Sternenkranz – dem Fahnensymbol der EU) zu bewerkstelligen.

Sie alle sind dabei, am Widerstand der Nationalstaaten und ihrer Völker zu scheitern. Die Folge wird sein, dass der Jesuitenpapst dieses im höchstem Maß rassistische, gegen das Völkerrecht, aber eben auch gegen die menschliche Natur gerichtete Konzept fallen lassen muss. Er wird daher wieder versuchen, ersatzweise die Völker mit neuen religiösen und weltlichen Ideologien zu spalten, nach dem der Neokonservatismus abgewirtschaftet hat.

See-Imperium gegen Land-Imperium

Dagegen gewinnt die griechisch-orthodoxe Weltkirche mit Sitz in Moskau an Einfluss, weil sie dem „romanogermanischen“ Paneuropäismus und Panslawismus der westlichen Seemächte das Konzept des Landimperiums Eurasien entgegensetzt, das sich mit dem ökonomischen Seidenstraßenkonzept der Chinesen durchaus kongenial verträgt.

Hatte Papst Johannes Paul II. bei seinem ersten Berlin-Besuch nach dem Fall der Mauer im Olympiastadion ein Europa vom Atlantik bis zum Pazifik beschworen, so träumt man in Moskau von einem eurasischen Imperium unter Führung Russlands, das von Dublin bis Wladiwostok reicht. Mit Wladimir Putin ist, so predigen es auch die russischen Kirchen, das russische Volk wiedergeboren worden, das zur Führung der eurasischen Landmasse bestimmt sei.

Diese pseudorussische Ideologie basiert aber letztlich auf geopolitischen Konzepten von „Germanorömern“, sogar von klassischen „romanogermanischen“ Geopolitikern der „Konservativen Revolution“, wie dem Vater des Grundgesetzes der BRD, Carl Schmitt, und Karl Haushofer, dem Mentor von Rudolf Heß, dem übrigens nicht wenige die Autorenschaft von Hitlers „Mein Kampf“ unterstellen. Sie ist also selbst jesuitischer Natur.

Es gibt also durchaus geopolitische Schnittmengen zwischen Romanogermanismus und Eurasismus. Die Frage, ob die wahre Christenheit Rom (das 1. Rom) oder Moskau (das 3. Rom) unterstehen soll, könnte daher mit Konstantinopel (das 2. Rom) beantwortet werden, sobald beide Großkirchen ihre theologischen Unstimmigkeiten beiseite gelegt haben. Statt Petersdom oder Kremlkathedrale könnte die tausend Jahre ältere Hagia Sophia (die Heilige Weisheit) zum Symbol dieser Wiedervereinigung werden – allerdings wohl erst, nachdem Ströme von Blut vieler Griechen und Türken geflossen sind.

Dass sich Franziskus und Kyrill im atheistischen Kuba, also quasi auf neutralem Boden trafen, könnte insofern auch als Akt einer theologischen Annäherung verstanden werden, bei der sich beide Oberhäupter als gleichrangig akzeptierten, um bis zur Vereinigung ihrer Kirchen ihre künftigen Einflusszonen markieren zu können. Dabei dürfte der Balkan bereits aufgeteilt worden sein. Auf jeden Fall werden wohl Serbien, der Kosovo, Mazedonien, Bulgarien und Griechenland wieder ihre griechisch-russisch-orthodoxen Kirchen aufblühen sehen.

Dass sich die beiden christlichen Oberhäupter gerade jetzt trafen, dürfte aber auch dem Umstand geschuldet sein, dass dem wankenden westlichen Imperium und seinen Außenstellen in London und Washington mit seinen Rothschilds und Rockefellers und seinem Pentagon nach dem erfolgreichen Eingreifen Putins in Syrien das Wasser bis zum Hals steht.

Es sollte mich daher nicht wundern, wenn Franziskus hier der Bittsteller war und im Zuge der verabredeten Neuaufteilung der Ukraine und ganz Anatoliens Kyrill für das katholische Galizien neben der Anerkennung der Krim als Teil Russlands das orthodoxe Griechenland in seiner zu erweiternden Form mit Konstantinopel anbot. Und womöglich gab es Bulgarien als Beigabe noch dazu.

Doch wie auch immer: Es musste schon ein sehr besonderer Grund sein, dass sich die beiden seit knapp einem Jahrtausend verfeindeten christlichen Großkirchen wieder so „nahe“ gekommen sind. Das dieses Treffen weniger mit Jesus und mehr mit Pilatus zu tun hatte, liegt da wohl auf der Hand.

Fazit

Der Krieg in Syrien, der Terrorpate Erdogan, die Flüchtlingskrise, die Finanzkrise, die zusammen Griechenland zugrunde richten, die Entmachtung und Schrumpfung des türkischen Nationalstaats durch einen Bürgerkrieg – all dies schwächt die EU und stärkt Russland. Oder geopolitisch ausgedrückt: Es schwächt die jesuitisch-vatikanischen Panbewegungen und ihre faschistischen, kommunistischen und kapitalistischen Ideologien und stärkt das Prinzip souveräner Nationalstaaten nach dem Prinzip des Westfälischen Friedens.

Es schwächt das westliche Seeimperium Rom, dem bereits jetzt schlicht die Ressourcen fehlen, um die Weltmacht noch an sich reißen zu können und stärkt das eurasische Landimperium Moskau, das über beinahe unendliche Ressourcen verfügt.

China, Land – wie Seeimperium des asiatischen Pazifikraums, wird im Bündnis mit Russland die USA auch in Afrika wie in Lateinamerika in ihre Schranken weisen. Im Zuge dessen wird auch ein Bürgerkrieg in den USA immer warscheinlicher. Sein Menetekel heißt Donald Trump. Am Ende werden die hoffnungslos überschuldeten USA wohl von Russen und Chinesen besetzt, wenn sie nicht vorher zur Monroe-Doktrin zurück gekehrt sind und sich vom weströmischen Einfluss der Jesuiten und ihrem zionistischen Anhang befreit haben.

So, wie heute das westliche See-Imperium Merkel-Deutschland benutzt, um über die EU alle anderen europäischen Staaten zu beherrschen, so wird das östliche Landimperium über seine vielfältigen Ressourcen Deutschland zum Statthalter und ersten Energie- und Rohstoffverteiler in Europa machen und vom technischen Know-how der Deutschen profitieren.

Die geographische Lage mitten in Europa ermöglicht es den Russen darüber hinaus, Deutschlands westlichen Nachbarn Frankreich die Rolle einer Ordnungsmacht im Mittelmeerraum und am Atlantik zu übergeben und Großbritannien, das bis dahin durchaus wieder in die souveränen Staaten England, Schottland und Wales auseinandergefallen sein könnte, zu neutralisieren und damit dessen Politik der „Balance of Power“, die seit Jahrhunderten den Kontinent kriegerisch entzweit hat, für immer zu beenden.

Für Erdogan und die Türkei wird sich jedoch keine machtpolitische Verwendung durch West -oder Ostrom mehr ergeben. Genauso wenig, wie für Saudi-Arabien und die anderen Golfmonarchien. Deshalb wird er genauso wie die Könige und Scheichs der arabischen Wüste keine Rolle mehr in der kommenden Weltpolitik spielen.

Möglich, dass auf Initiative der christlichen Großmächte und China die islamische Sunna ein neues Kalifat ausruft, um in Eurasien und Afrika als geistliche Ordnungsmacht im Sinne der beiden christlichen Großmächte Rom und Moskau zu fungieren. Während die dann ihren gemeinsamen Sitz im alten Konstantinopel die Hagia Sophia aufgeschlagen haben werden, könnte sein Sitz dann der ganz alte sein – Bagdad.