Erdogans Reich zerfällt bereits

Recep Tayyip Erdogan Zeichnung © GEOLITICO Recep Tayyip Erdogan Zeichnung © GEOLITICO
Die USA, Russland und China nehmen die Türkei als  Machtfaktor im Nahen Osten aus dem Spiel. Erdogan hat verloren. Und Syrien ist der Schlüssel zur Neuordnung.

Wie ich bereits in meinem Artikel „Darum kommt der große Krieg“ vermutet habe, nehmen die Großmächte USA, Russland und China die Türkei als regionalen Machtfaktor im Nahen Osten aus dem Spiel. Im Zuge dessen wollen sie – vor allem auf Kosten türkischen Territoriums – einen Kurdenstaat installieren. Sie greifen Erdogans Militär dabei (noch) nicht frontal an, sondern nutzen außen- und innenpolitische Spannungen, die einen Bürgerkrieg in ganz Anatolien demnächst unausweichlich werden lassen.

Sein Fanal ist bereits an mehreren Fronten sichtbar. Nur drei Beispiele: Der gegenwärtig immer brutaler werdende Militäreinsatz Erdogans gegen die Kurden im eigenen Land und in Syrien; der Kampf seiner AKP im Innern gegen die kemalistischen Laizisten und die von den USA unterstützten, einst auch mit ihm verbündeten und jetzt verfeindeten Anhänger der islamistischen Gülenbewegung; die jüngsten Terroranschläge auf ausländische Besucher, die den Tourismus und mit ihm ganze Regionen wirtschaftlich einbrechen lassen werden und somit eine neue Massenarbeitslosigkeit hervorrufen, die weiteres Öl ins Feuer gießt.

Dreiteilige Analyse

Doch das sind nur die drei sichtbarsten innenpolitischen Menetekel an der Wand. Der Abschuss eines russischen Kampfflugzeuges und die bisher sehr verhaltene Reaktion Putins darauf sind für Erdogan und seine Muslimbrüderkomplizen noch weitaus gefährlicher.

So berichtete der Sputnik bereits am 10.02.2016, dass das russische Außenministerium ernsthaft einen Antrag von kommunistischen Duma-Abgeordneten prüft, den am 16. Mai 1921 geschlossenen Friedens – und Freundschaftsvertrag zwischen dem einstigen Sowjetrussland und der Türkei Atatürks aufzukündigen. Doch was bedeutet das überhaupt?

In einer dreiteiligen Analyse möchte ich versuchen, eine Antwort zu geben und werde dabei die gegenwärtigen Machtspiele im Nahen und Mittleren Osten in einen plausiblen historischen Kontext stellen, somit hoffentlich für diejenigen verständlich machen, welche die historischen Zusammenhänge nicht so ausführlich auf dem Schirm haben, und auf etwaige zukünftige Ereignisse hinweisen, die sich aus der Geschichte des noch nicht ganz hundertjährigen Nationalstaats der Türken auch für uns ergeben könnten.

  • Der erste Teil beschäftigt sich mit der Aktualität ungelöster Konflikte in Anatolien, die nach dem Ende des 1. Weltkrieges zur Gründung eines türkischen Nationalstaates geführt haben, den die amerikanischen, westeuropäischen und russischen (bzw. sowjetischen) Siegermächte nie wollten.
  • Der zweite Teil wird auf die geopolitische Lage Ostanatoliens in Vergangenheit und Gegenwart eingehen.
  • Der dritte Teil widmet sich Westanatolien im Zusammenhang mit Griechenland, das im Zuge der Abwicklung des kemalistischen Nationalstaates der Türken ebenfalls vor großen Veränderungen stehen dürfte.

 

1.    Teil – Vom Osmanischen Reich zum Nationalstaat der Türken

 

Die Verträge von Moskau und Kars

Der Friedens-und Freundschaftsvertrag von Moskau, den Sowjetrussland am 16. März 1921 mit der Türkei Atatürks abschloss, muss alle 25 Jahre bestätigt werden, jetzt durch Russlands Regierung als Rechtsnachfolgerin der sowjetischen. Die nächste Verlängerung stünde demnach 2021 an. Nimmt Putin davon Abstand, stehen mindestens 30 % des heutigen türkischen Territoriums zur Disposition. Die nordöstlichen Teile davon gehörten bis 1917 zu Armenien, Georgien und Aserbaidschan. Die südöstlichen Teile Anatoliens waren schon immer Kurdengebiete.

Der Moskauer Vertrag war die Grundlage für den Vertrag von Kars vom 13. Oktober 1921. Der legte die Grenzen der Türkei in Ostanatolien fest, die noch heute gelten. Auch er ist somit infrage gestellt.

Allein die Ankündigung der russischen Duma, darüber nachzudenken, den Moskauer Vertrag vorzeitig zu kündigen bzw. nicht mehr zu verlängern, beweist eindrucksvoll, dass Russland – ebenso wie das Imperium – akut eine Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens ins Auge fasst und dafür eine völkerrechtliche Legitimation sucht.

Atatürk, die Kurden und die Sowjetrussen

Das Osmanische Reich war Jahrhunderte ein multiethnisches. Zu seiner Vielvölkerstruktur gehörte u.a. das große Gebiet der Araber, der christlichen Völker des Balkan, der Völker des Südkaukasus, wie das der Armenier, Georgier und Aserbaidschaner, der Krim-Tataren und anderer Schwarzmeervölker und schließlich der Kurden. Zugleich verstand es sich als Beschützer der tartarischen, turanischen bzw. Turk-Völker, die den südlichen Gürtel um Russland bis nach China bewohnen.

Nach der Schrumpfung des Reiches auf Anatolien und der Neuordnung des eurasischen Kontinents waren die Westmächte nach dem 1. Weltkrieg die neuen Herren Arabiens und des Balkans. Sowjetrussland – ab 1922 die Sowjetunion – eroberte und beherrschte weite Gebiete „Turaniens“, also die der Turkvölker Asiens. Mit dem Beitritt Armeniens, Georgiens und Aserbaidschans zur Union kontrollierten die Sowjets auch die Ostgrenze Anatoliens und den Kaukasus. Daher war Atatürk stets auf gute Beziehungen zu Moskau angewiesen.

Völkermordvorwurf und Geopolitik

Doch bereits zwischen 1945 und 1953, als die erste Vertragsverlängerung nach dem Tod Atatürks (1938) anstand (1946), bemühte sich Stalin um Gebietskorrekturen. Er wollte die beiden Verträge von Moskau und Kars aus dem Jahr 1921 rückgängig machen und mit dem Hinweis auf den Völkermord der Jungtürken an den Armeniern die Provinzen Ardahan und Kars zugunsten von Georgien und Armenien einkassieren. So, wie er den ganzen Osten des Deutschen Reichs jenseits von Oder und Neiße bis auf Ostpreußen mit dem Hinweis auf die völkermörderischen Verbrechen der Hitlerdiktatur an den Sowjets, Polen und Juden (letztere kamen in der Sowjetpropaganda tatsächlich erst an 3. Stelle) den Polen zur Verwaltung gab.

Dafür behielt er die großen Teile Ostpolens ein, die er ihnen im Hitler-Stalin-Pakt weggenommen und größtenteils der Ukraine angegliedert hatte. Er zog also zur selben Zeit mit derselben Legitimation in hegemonialer Absicht ebenso Truppen an den Grenzen Georgiens und Armeniens zusammen, um in die östlichen Provinzen der im 2. Weltkrieg allerdings weitgehend neutral gebliebenen Türkei einzumarschieren (erst am 23. Februar 1945 erklärte die Türkei an der Seite der Siegermächte Deutschland den Krieg).

Das jungtürkische Massaker von 1915/16 wird heute gegen den Protest Erdogans international als bewusst begangener Völkermord eingestuft. Doch auch wenn diese Einstufung als solche völlig zurecht erfolgte, so scheint der Vorwurf nunmehr nicht nur von Russland, sondern auch den Westmächten instrumentalisiert zu werden. Im Zuge der Neuaufteilung des Nahen und Mittleren Ostens scheinen die Großmächte aus Ost und West Erdogan und seinen pantürkischen Anhängern gegenüber ein nicht nur mit diesen Massenmorden historisch begründetes, geopolitisch brisantes Angstszenario aufzubauen.

Nun steht die völkermörderische IS-Unterstützung seiner Partei gegen Syrien, Irak und die dortigen wie auf türkischem Gebiet lebenden Kurden, Alaviten und Jessiden zur Debatte. Sie wird dazu beitragen, die Türkei in ihrer jetzigen Größe zu eleminieren. Mit der internationalen Anerkennung eines kurdischen Staates auf dem Gebiet der heutigen Türkei wird zwangsläufig auch die internationale Anerkennung von Gebietsansprüchen Armeniens und Georgiens im Nordosten Anatoliens einhergehen. Dafür wird Russland sorgen.

Kein Wunder, dass Erdogan auf die jetzt aktuell vor allem von der „Internationalen Gemeinschaft“ verlangte Anerkennung des Völkermordes, den die Jungtürken im 1. Weltkrieg an den Armeniern begangen haben, so schroff reagiert. Denn für ihn ist sie keine Frage der Moral, sondern – das Beispiel Deutsches Reich vor Augen – des Überlebens des türkischen Nationalstaats in seinen jetzigen Grenzen.

Auch Kurden waren am Völkermord beteiligt

Jahrhundertealte Gebietsstreitigkeiten zwischen Kurden und Armeniern hatten in der Zusammenbruchsphase des Osmanischen Reiches dazu geführt, dass sich kurdische Emire mit ihren Stammesangehörigen zwischen 1894/96 unter Sultan Abdülhamid II. und 1915/16 unter den Jungtürken bereitwillig an den Massakern gegen die armenischen Volksgruppe beteiligten, welche etwa 10 Prozent der Bevölkerung Anatoliens stellte.

Heute können Briten wie Amerikaner und Russen also ggf. auch die Kurden und den für sie zu installierenden Staat am armenischen Völkermord für mitschuldig erklären und nach eigenem Gutdünken erpressen.

Der Hinweis auf die offene Völkermordfrage in Bezug auf die Armenier könnte den Garantiemächten des neuen Kurdistan von Anfang an ebenso ermöglichen, über die UNO gut nachbarschaftliche Beziehungen der Kurden zu Armenien zu erzwingen und somit dafür zu sorgen, dass beide Völker ihre Gebietsstreitigkeiten im Zuge des zu schaffenden kurdischen Staates und der Gebietserweiterung Armeniens auf Kosten der Türkei beilegen. Ob die Großmächte den Kurden gegenüber diese Karte spielen, wird sich zeigen.

Gegenwärtig ist zu beobachten, dass sie die Kurdenstämme unter sich aufgeteilt haben: Die des Irak und Iran kämpfen auf der Seite des Westens; die der Türkei und Syriens auf der Seite des Ostens. Die irakischen Kurden neigen – grob beschrieben – zur Restauration des sunnitischen Kalifats. Die türkischen und syrischen Kurden sind mehrheitlich kommunistisch (PKK) und/oder laizistisch orientiert. Ein künftiger Kurdenstaat dürfte also alles andere als ein starker Nationalstaat werden.

Der Kalte Krieg

Der Kalte Krieg zwischen West und Ost war übrigens nicht wegen Berlin ausgebrochen, wie viele meinen, sondern, weil Stalin der Aserbaidschanischen Sowjetrepublik gerne Gebiete des Irans zugeschanzt hätte, die er besetzt hielt. Der neutrale Iran stand damals noch unter dem „Schutz“ der Ölinteressen der USA. Der Konflikt führte zur sogenannten Truman-Doktrin von 1947, deren Absicht es vor allem war, die Türkei durch Militär- und Wirtschaftshilfe gegen die Interessen der Sowjetunion auf die Seite der Westmächte zu zwingen und Griechenland, das dem britischen Einflussbereich zugesprochen wurde, durch Unterstützung konservativer und monarchistischer Kräfte vor der Sowjetisierung durch die griechischen Kommunisten zu schützen. Die Sowjets antworteten darauf u.a. mit der Unterstützung Letzterer im Griechischen Bürgerkrieg (1946-1949) und der Kurden bei ihren Autonomiebestrebungen.

Moskau strebte mit seinen hegemonistischen Griechenland- Iran- und Türkeiplänen vor allem eine Schwächung des Britischen Weltreichs und eine Stärkung des sowjetischen Einflusses am Schwarzen Meer und im Nahen wie Mittleren Osten an.

Syrien ist der Schlüssel zur Neuordnung

Die Furcht vor dem drohenden Verlust seines territorialen Zusammenhalts war letztlich der entscheidende Grund, warum sich die Türkei daraufhin auf Gedeih und Verderb den Westmächten anschloss. Seitdem erfüllt sie die geopolitische Funktion eines militärischen wie wirtschaftlichen Brückenkopfs in die arabische Welt, welche nach dem 2. Weltkrieg trotz oder wegen der Gründung des Staates Israel weitgehend unter den Einfluss der Sowjets geriet.

Stalins Vorhaben scheiterte in Bezug auf die Türkei nach dem 2. Weltkrieg am Einspruch Churchills, und den Iran betreffend, an Trumans Drohung mit einem Atomkrieg. Doch die Welt hat sich weiter gedreht. Heute, erneut von Putin angegangen, würde das russische „Projekt Ostanatolien“ an Cameron sicher nicht mehr scheitern. Und da das Imperium mit seiner Breszinski-Doktrin ohnehin seit langem an einer völligen Zerstückelung des Nahen und Mittleren Ostens arbeitet und dabei Syrien mit seinem Terrorkrieg überzieht, um auch aus diesem viel zu wehrhaften Nationalstaat ein kleines wehrloses Konglomerat schwacher Autonomiegebilde mit einer noch schwächeren Zentralregierung zu machen, ist es nur allzugerne mit von der Partie. Schließlich geht es dabei zwangsläufig nicht nur um die Neuaufteilung Syriens, Ostanatoliens und des Südkaukasus, sondern in deren Folge auch um die Neuaufteilung des Iraks und der großen arabischen Halbinsel mit den heiligen Stätten Mekka und Medina.

Syrien ist bei diesem Vorhaben deshalb der Schlüssel, weil das Land von Russland protegiert wird. Wäre es dem Imperium gelungen, die Russen aus Syrien zu verdrängen und ihnen somit auch den einzigen Militärstützpunkt im Mittelmeer abzunehmen, hätte es den Nahen und Mittleren Osten ganz ohne Moskau nach eigenem Gutdünken zerstückelt. Jetzt müssen sich Rom, London, Paris und Washington auf der einen Seite, und Moskau und Peking auf der anderen, die neu entstehenden Kleinstaaten miteinander teilen; wobei Israel, das seinen bisherigen bestimmenden Einfluss auf das Weiße Haus nicht mehr wie früher ausüben kann, versuchen wird, sich mit dem Kreml zu arrangieren und von beiden Seiten das für den Judenstaat Nützlichste zu erreichen. Immerhin stimmen, was den Kurdenstaat und sein künftiges Territorium betrifft, die Pläne der Kurden und Russen mit dem sogenannten Yinon-Plan Israels im Wesentlichen überein.

Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan

1991 erlangte Armenien seine Unabhängigkeit, hat den Vertrag von Kars umgehend für ungültig erklärt und die Provinzen Berg-Karabach und Nachitschewan, die völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehören, besetzt. Da Russland Armeniens Schutzmacht ist, dürfte dies nicht ohne Zustimmung des Kremls – damals unter dem westlichen Oligarchenregime Jelzins – geschehen sein, was letztlich im Zuge der von den Westmächten betriebenen Auflösung der Sowjetunion und Eroberung ihrer Einflusszonen in Eurasien das schiitisch geprägte Aserbaidschan mit seinen riesigen Ölvorkommen am Kaspischen Meer in die Umarmung mit den Westmächten treiben musste. Dazu gleich mehr.

Heute erkennt Erdogan zu seiner Verzweiflung, dass die NATO alles andere als ein Bündnis von Freunden auf Augenhöhe ist. Weder das transatlantische Bündnis noch Russland noch China (auch dort leben Turkvölker) zeigen sich am Erhalt des Türkischen Nationalstaates in seiner jetzigen Form oder gar am Panturkismus der AKP interessiert, die kein Geheimnis daraus macht, dass sie ein neues, überstaatliches Kalifat anstrebt und deshalb glaubt, den Terrorkalifen der CIA-ISIS in Syrien offen unterstützen und dabei für die eigenen Interessen vereinnahmen zu können.

Dagegen könnte ein kurdischer Staat, zusammengesetzt aus heute türkischen, irakischen, iranischen und syrischen Kurdengebieten, als großer Pufferstaat gegen die Resttürkei mit denselben Mitteln des innenpolitischen Ausrichtungsstreits klein gehalten werden, wie die heutige Türkei: Mit Panideologie versus Nationalismus; dazu aber auch noch mit dem Schüren kurdischer Stammeskonflikte.

Wenn sich die drei Großmächte USA, Russland und China zusammen mit Israel, GB und Frankreich auch um die Einflusszonen im Nahen und Mittleren Osten streiten; sie sind sich vermutlich alle einig in Bezug auf das gemeinsame Zurückdrängen der Türkei als einen Machtfaktor bei der Neuaufteilung Eurasiens.

Die Großmächte wollten keinen türkischen Nationalstaat

Als im Zuge des 1. Weltkriegs das Osmanische Reich unterging, hatten die Siegermächte keineswegs daran gedacht, einen türkischen Nationalstaat auf dem Territorium Anatoliens zuzulassen. Im Gegenteil! Der Vertrag von Sèvres (1920), der dem Sultan aufgezwungen wurde, sah bestenfalls ein Drittel der Landfläche für die besiegte moslemische Großmacht vor.

Die ägäische Westenküste Anatoliens sollte im Wesentlichen Griechenland zugeschlagen werden. Die Südküste wäre fast vollständig Mandatsgebiet Italiens und Frankreichs geworden. Den Norden Ostanatoliens hätten die Armenier zusammen mit der Südostküste des Schwarzen Meers eingenommen und im Süden wollten die Westmächte den Kurden Autonomie gewähren, ohne ihnen allerdings einen eigenen Staat zuzugestehen. Denn die Briten beanspruchten das Gebiet um Mossul im heutigen Nordirak, das man damals noch Mesopotamien nannte, wegen seines Ölreichtums.

Seit der Abtrennung dieser und anderer Kurdengebiete vom Rumpf des Osmanischen Reiches lebten die Kurden über mehrere Staatsgebiete verteilt.

Dass die Pläne der europäischen Siegermächte des 1. Weltkriegs mit dem Osmanischen Reich seinerzeit nicht aufgingen, war allein das Werk des türkischen Nationalismus und seines Anführers Mustafa Kemal, genannt Atatürk – …und das der Kurden! Ohne sie hätte er den Krieg gegen die von den Briten unterstützten Griechen, der nun folgte, niemals gewinnen können. Die Kurden haben damit einen historisch entscheidenden Anteil am Zustandekommen der heutigen Türkei als souveränen Nationalstaat. Doch sie sahen sich schon kurz nach der Eroberung Izmirs von Atatürk betrogen und gingen in den Aufstand.

Erste ethnische Säuberungen bei der Neuaufteilung des Osmanischen Reiches

Mit Unterstützung Italiens und Griechenlands machte sich das Britische Weltreich ab 1919 auf der Grundlage des mit Frankreich geheim vereinbarten Sykes-Picot-Abkommens von 1916 an die Ausschlachtung des Osmanischen Reiches und eine völlige Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens. Am 15. Mai 1919 landeten, unterstützt von den Briten, griechische Truppen in Izmir, wo seit Jahrhunderten Griechen siedelten, die zur Zeit der Invasion etwa 40 % der Einwohner stellten. Schon an diesem Tag wurden tausend muslimische Zivilisten von den griechischen Besatzern ermordert. Dennoch blieb das Gebiet formal Bestandteil des Osmanischen Rumpfreiches.

Der Sultan und Kalif der Jungtürken verkündet Neuwahlen

Am 30. September 1919 verkündete die osmanische Regierung nach dem Rücktritt des Großwesirs Sultan Mehmets VI., Damad Ferid Pascha, Neuwahlen. Der halbherzig von den Briten unterstützte Jungtürke war mit seiner Kalifatsarmee „Kuva-yi İnzibatiye“ gegen die Nationalisten, die die Westmächte und deren Verbündete aus Anatolien verdrängen wollten, zu wenig erfolgreich. Die nationalen Kräfte hatten sie bezwungen und sammelten sich unter Mustafa Kemal. Das war die Geburtsstunde des türkischen Nationalstaats. Ihrem Führer verliehen seine Anhänger später den Namen Atatürk – Vater der Türken.

Das konstitutionelle osmanische Parlament der Jungtürken in Istanbul, das islamisch und osmanisch-monarchistisch, damit vor allem aber vom Turanismus bzw. Panturkismus geprägt war, versuchte den Verlust des Osmanischen Reiches zu kompensieren, in dem es trotz seiner Kapitulation vor den Westmächten ein neues Reich anstrebte, in dem alle Turkvölker Asiens sich vereinen würden. Dieser, den damaligen Panbewegungen, vor allem dem Panslawismus entlehnten Vorstellung hatte sich der schwache Sultan angeschlossen, der als Kalif aller Muslime noch immer über die Grenzen des türkischen Machtbereichs hinaus die geistliche Führung des Islam in Arabien, bei den Turkvölkern und den islamischen Ländern ganz Asiens beanspruchte; – wenigstens formal.

Doch solche Bestrebungen im Angesicht einer gewaltigen Niederlage waren ohne einen nationalistischen Kern in Anatolien illusorisch. Istanbul und Ankara einigten sich daher schließlich angesichts des gefährlichen außenpolitischen Drucks auf einen türkischen Nationaleid, den Ahd-Millî Beyannamesi bzw. den Misak-Millî, bei dem es nur noch um das zukünftige Territorium der Türkei in Anatolien ging. Das aber sollte nach Atatürk, der zu den Jungtürken und ihrer pantürkischen Ideologie eine sehr kritische Haltung einnahm, das zukünftige Staatsgebiet der von ihm propagierten türkischen Nation werden.

Die Folgen des Vertrags von Sèvres

Sultan Mehmet VI. handelte derweil mit den Westmächten den Friedensvertrag aus, kam allen Forderungen der Sieger entgegen, die den größten Teil Anatoliens unter sich in Einflusszonen aufteilen wollten. Er agierte wie deren Erfüllungsgehilfe. Das machte die eigenen Parlamentarier in Istanbul so rebellisch, dass der konstitutionelle Herrscher aller Gläubigen am 11. April 1920 sein eigenes Parlament auflöste.

Das war die Gelegenheit für Mustafa Kemal zur Bildung einer Gegenregierung unter seiner Führung in Ankara. Die konnte sich schließlich gegen die Besatzer militärisch durchsetzen, worauf die Entente mit ihr einen Waffenstillstand vereinbarte, ohne den Sultan zu fragen. Mit dieser defacto internationalen Anerkennung Ankaras wurden die Stimmen immer lauter, die ein Ende der in Istanbul residierenden Monarchie forderten.

Der griechisch-türkische Krieg

Sie wurden erhört, als 4 Monate später der Sultan im Vertrag von Sèvres (10. August 1920) neben der Aufgabe aller arabischen Gebiete die Besetzung großer Teile Westanatoliens durch Griechenland legitimierte. Um sein Gesicht gegenüber seinen eigenen Leuten wahren zu können, vereinbarten die Westmächte mit ihm zwar, dass die Griechen von Izmir nach einer Übergangszeit von 5 Jahren selbst entscheiden sollen, ob sie zum griechischen oder türkischen Staat gehören wollen.

Doch die griechischen Einwohner des alten Smyrna wie die des alten Thrakien im europäischen Teil, welche im 1. Weltkrieg unter mörderischen Verfolgungen durch die Osmanen gelitten hatten und noch bis 1923 leiden sollten, führten nun ihrerseits ethnische Säuberungen durch, die an Grausamkeit den türkischen nicht nachstanden und von denen sich der griechische Hochkommissar Stergiades sowie die westlichen Siegermächte denn auch öffentlich distanzieren mussten. Denn sie ahnten, dass die griechischen Verbrechen gegen die türkische Bevölkerung den türkischen Nationalismus enorm stärken würden, der ihnen gefährlicher werden konnte als das alte osmanische Machtsystem der Sultane, Kalifen und Wesire, das jetzt wie Wachs in ihren Händen war.

Mustafa Kemal wird zum Führer der türkischen Nation

Der Bumerang kam dann auch prompt. Mustafa Kemal stieg 1919 zum Generalinspekteur der osmanischen Truppen auf, trennte sich jedoch von der osmanischen Regierung in Istanbul. Er plante einen souveränen türkischen Nationalstaat und orientierte sich dabei vor allem an Frankreich, an der Französischen Revolution von 1789 – besonders in Bezug auf die scharfe Trennung von Staat und Religion, wie sie die Aufklärung gefordert hatte – und an Napoleons republikanische Diktatur.

Sein Ziel war es nicht, die türkische Kultur zu verleugnen, sondern die neue Türkei im westeuropäischen Sinne zu verändern, um die überall herrschende Rückständigkeit, die der Islam mit sich brachte, auf allen Gebieten zu überwinden. Denn Atatürk war klar, dass nur eine moderne Türkei mit den Großmächten auf Dauer mithalten konnte.

1920 gründete er nach westlichem Vorbild in Ankara die Nationalversammlung, deren Vorsitz er übernahm. Daraufhin wurde er vom Mufti bzw. Scheichülislam von Istanbul mit einer Todesfatwa belegt und ein Militärgericht der alten Hauptstadt verurteilte ihn in Abwesenheit zum Tode. Doch fehlte diesem längst die Macht, das Urteil zu vollstrecken.

Die türkische Nationalversammlung wies denn auch, außer sich vor Wut, den vom Sultan und Kalifen in Personalunion abgeschlossenen Vertrag von Sèvres zurück und verstärkte statt dessen ihren 1919 begonnenen Befreiungskrieg gegen Griechenland, Armenien und die Besatzungsmächte des Westens (Frankreich, Großbritannien und Italien). Nachdem Atatürk schließlich im Frühjahr 1921 die Griechen mit Hilfe der Kurden geschlagen hatten, wurde er von ihr zum Oberbefehlshaber ernannt und setzte die Absetzung des Sultans und Kalifen auf die Tagesordnung.

Der Untergang des Sultanats und Kalifats

Ankara richtete sich jetzt konsequent gegen Mehmed VI., der nach Ansicht der Nationalisten mit der Unterzeichnung des Vertrags von Sèvres die türkische Nation verraten hatte; -übertrug er doch auch die Kontrolle des übriggebliebenen Rumpfes des osmanischen Reiches auf die Siegermächte. Daher beschloss die Nationalversammlung am 1. November 1922 die Aufhebung des Sultanats, mit der die 622jährige Herrschaft des Hauses Osman endete. Ein Jahr später musste der volksverräterische Sultan das Land verlassen.

Die Absetzung des Monarchen bedeutete auch, dass der Vertrag von Sèvres nicht mehr ratifiziert wurde. Mehmeds Nachfolger im Amt des Kalifen, Abdülmecid II., den die Nationalversammlung 1922 noch selbst bestimmt hatte, als sie Sultanat und Kalifat trennte, wurde am 3. März 1924 abgesetzt und musste mit allen Angehörigen des Hauses Osman ins Exil. Damit endete auch die geistliche Herrschaft der türkischen Osmanen über die sunnitischen Moslems in aller Welt.

Das sunnitische Kalifat, in seiner religiösen Autorität über viele Völker der Erde in etwa vergleichbar mit dem römisch-katholischen Papsttum, war somit abgeschafft. Der Islam besaß kein geistliches Zentrum mehr. Mit ihm aber wurde auch endgültig das Ziel eines pantürkischen Reiches in Asien, wie es den Jungtürken vorgeschwebt hatte, durch die Nationalisten verworfen.

Der schleichende Kampf gegen den Kemalismus

Doch bis heute wird der Kampf zwischen pantürkischen Jungtürken und nationalistischen und atheistischen Kemalisten in der Türkei innenpolitisch fortgesetzt, wobei seit der scheindemokratischen Durchsetzung islamistisch geprägter Regierungen von Demirel über Özal und Erbakan bis zu Erdogan (die alle von der Muslimbruderschaft unterstützt wurden) der Kemalismus in die Defensive geraten ist.

1945 wurden in der Türkei erstmals mehrere Parteien zugelassen. Damit war die von Atatürk installierte Einparteienherrschaft durch seine Republikanische Volkspartei CHP am Ende. Schon bei der Wahl vom 14. Mai 1950 erlitt sie eine krachende Niederlage. Die erst 1946 gegründete Oppositionspartei DP (Demokrat Parti) gewann mit 408 von 487 Sitzen im Parlament. Ihr später von der Militärdiktatur hingerichteter Anführer, Adnan Menderes, wurde Ministerpräsident. Er genoß seine Ausbildung am Robert Koleji (Robert Kollegium) in Istanbul; -eine von amerikanischen Unitariern 1863 gegründete, missionarische Kaderschmiede für junge Nationalstaaten.

Diese radikalreformatorische Christensekte, welche die Dreieinigkeit wie die Göttlichkeit Jesu nicht anerkennt und somit der islamischen Auffassung über Jesus näher ist, als die christlichen Großkirchen, kooperierte eng mit dem von Alaviten dominierten sufistischen Bektaschi-Orden, der gleich neben dem Kollegium die bedeutendste Tekke (religiöses Zentrum der Bektaschi-Sufis) der Türkei unterhielt. Atatürk hatte den Orden 1925 verboten. Die meisten seiner Mitglieder gingen daraufhin nach Albanien und in die USA. 1954 wurde in Detroit eines der bedeutendsten Zentren des Ordens gegründet.

Zu den Absolventen des Robert Koleji gehörte auch der spätere, viermalige Ministerpräsident Bülent Ecevit, der 1974 den von Türken bewohnten Teil Zyperns annektierte. Dieser von Amerikanern ausgebildete Politiker rief 1985 die türkische Sozialdemokratie ins Leben, in dem er mit seiner Frau die Demokratische Linkspartei gründete. Das hielt ihn aber nicht davon ab, im Jahr 2000 das Todesurteil gegen den Kurdenführer Öcalan zu unterschreiben, das aber nicht vollstreckt wurde.

Durch Ecevit wurde der Kemalismus in der Türkei endgültig zum Spielball amerikanischer Interessen. Seine widersprüchliche Modernisierungspolitik als Kemalist und Sozialist – gerade auch in Bezug auf den Beitritt der Türkei in die EU, führte letztlich zur Marginalisierung der Republikanischen Volkspartei (CHP) und zur Machtergreifung Erdogans und seiner neoliberalen, islamistischen AKP.

Schutz der USA

Getragen und beschützt vom türkischen Militär, war der Kemalismus den USA, die die türkische Armee ab 1947 zusammen mit der griechischen als Schutzmacht gegen die Sowjets kontrollierten, also nicht nur ein Dorn im geopolitischen Auge, sondern auch Mittel, um aus den Machtkämpfen innerhalb der Türkei Vorteile zu ziehen. Die Macht des Militärs über den Staat Atatürks bedeutete seither die Macht der NATO über den Kemalismus wie über die islamistische Entwicklung in der Türkei. Mit dieser Macht konnten die innenpolitischen Spannungsfelder innerhalb der türkischen Gesellschaft nach eigenem Gusto des Imperiums jederzeit manipuliert und beherrscht werden. Nicht zuletzt auch über die Bekämpfung der kommunistischen PKK.

Den zweiten und dritten Teil der Analyse von Diogenes Lampe veröffentlicht GEOLITICO in der kommenden Woche.

85 Kommentare zu Erdogans Reich zerfällt bereits

  1. Erdogans Reich zerfällt bereits

    Eine sagenhafte These, aber gefühlt durchaus realistisch.

    Damit hätte sich der Beitritt der Türkei zur EU von selbst erledigt.

    Donnerwetter!

    • Nicht nur die Türkei sondern auch die EU und ihre Nationalstaaten zerfallen. Das Ziel ist eine Welt ohne Grenzen in der sich Güter und Menschen frei bewegen können und weltweit gegeneinander konkurrieren. Damit fallen dann natürlich auch all die lästigen, nationalen Beschränkungen für die Konzerne weg. Alle sind gleich. Nur einige Wenige sind dann ein kleines bisschen gleicher…

      • hubi stendahl // 26. März 2016 um 16:14 //

        Zitat: „Alle sind gleich. Nur einige Wenige sind dann ein kleines bisschen gleicher…“
        Und die, die scheinbar alle gleich sind, werden in Wahrheit alle gleichgeschaltet und geistig arm sein. Schade für eine derart entwicklungsfähige Spezies.

    • Türkei reklamiert Blutbad in Brüssel

      Seit sechs Monaten erpresst die Türkei Frankreich, Belgien und Deutschland und fordert diese dazu auf, ihr bei der Eliminierung der nationalen kurdischen Freiheitsbewegung zu helfen. Von der Ideologie her ist das Regime Tayyip Erdogans in der Tat der Meinung, daß Türken eine „übergeordnete Rasse“ sind und daß die Kurden gehorchen sollen oder eliminiert werden müssen. Frankreich, welches versprochen hatte, der Türkei bei der Lösung der kurdischen Frage zu helfen „ohne die Integrität ihres Territoriums zu beeinträchtigen“ (d.h. durch Umsiedeln der türkischen Kurden nach Syrien), aber nicht mehr in der Lage, sein Versprechen einhalten zu können, wurde als Erstes getroffen. Belgien, welches den Kurden Asyl gewährt, war das zweite Ziel.

      Weiterlesen hier: http://www.voltairenet.org/article190924.html

      Der türkische Geheimdienst steckt bekanntlich auch hinter den Dönermorden, welche zur Vertuschung der NSU zugeschrieben wurden.
      Auch bei den Dönermorden ging es gegen die Kurden.
      Türken und Kurden kämpfen in ganz Europa um die Vormacht im Drogenhandel usw.

    • Dazu gibt es noch weitere Informationen aus geopolitischer Sicht in den ins Deutsche übersetzten Blogeinträgen Benjamin Fulfords. Einfach mal hier reinschauen – der letzte vom 12.4.16
      https://plus.google.com/111247572453956997598/posts

  2. MutigeAngstfrau // 26. März 2016 um 08:47 // Antworten

    Das habe ich noch nie getan. Ich werfe etwas ein, bevor ich den Text gelesen habe.

    Für mich ist es eine große Freude an Ostern: Der Aufklärer Diogenes Lampe ist wieder da! Wie wunderbar ist das denn!!!
    DANKE

  3. Sobald Konstantinopel wieder venezianisch wird, fahre ich dort auch einmal hin.

  4. Danke für die erhellenden Beitrag

  5. Marcus Junge // 26. März 2016 um 10:11 // Antworten

    Das der dt. Osten wegen dem „Völkermord“ durch Deutsche an Sowjets / Polen / Juden gevölkermord-raubt wurde, ist so bescheuert wie irrsinnig.

    Stalin hat während des Krieges mindestens so viele Sowjets um die Ecke gebracht, wie durch dt. Einfluß (inklusive gefallener Rotarmisten!) starben, wenn nicht sogar 1/3 mehr durch Stalin umkamen. Die toten 30 Mio Sowjets „wegen Hitler“, sind daher nur eine weitere Lüge.

    Besonders „schlimm“ war auch der „Völkermord“ an den Polen, nimmt man alle Lügen, Schummeleien und Tricksereien aus der Rechnung, waren es 600.000 tote Polen am Ende (also 1x Luftkrieg gegen Deutschland, ohne Dresden).
    Die Polen rechneten einfach tote Juden (vor dem Krieg als deutsche Juden bezeichnet, weil sie jidisch sprachen, ein deutscher Dialekt), tote Deutsche (aus Polen UND den von Polen geraubten Ostgebieten und damit teilweise Opfer der Polen), tote Ukrainer (aus „Ostpolen“, also Westurkaine + West-Weißrußland) und ähnliche Tote zu den eigenen polnischen Opfern und machen es bis heute, denn 6 Millionen tote Polen klingt doch so viel toller, als „nur“ 600.000.

    Und die Juden, die waren so „beliebt“ bei Stalin und Polen, daß diese gerne auf diese verzichteten und noch selber Hand anlegten.

    Wir sehen also, die UdSSR brauchte dringend Land im Westen, weil sie so viele Tote! hatte und die Polen brauchten auch dringend Land im Westen, weil die 1,5 Mio Polen, welche aus „Ostpolen“ raus gingen, um nicht sowjetisch zu werden, ja keinen Platz in Polen gefunden hätten, da dort ja nur Juden, Deutsche, … und 600.000 Polen weniger lebten, als vor dem Krieg.

    Ich werfe dem Autor nicht vor, daß er diese Dinge nicht wissen würde (zumindest hoffe ich, er wußte darum), aber für unbedarftere Geister und die muß man in der Verblödungs-BRD unterstellen, sollten solche Lügenbrocken: „So, wie er den ganzen Osten des Deutschen Reichs jenseits von Oder und Neiße …“ dann doch kurz kenntlich gemacht werden.

    • Anti-Extreme // 26. März 2016 um 12:27 // Antworten

      Ich beziehe mich mal auf Schlesien: Ein durch militärische Gewalt zu unrecht eroberte Region ist so deutsch, wie Konstantinopel der Türkei gehören sollte. Wenn überhaupt sich Nationalstaaten um Schlesien streiten dürfen, dann ist es Tschechien mit Polen, eventuel noch Österreich (Durch Erbschaft fiel Böhmen (Tschechen) inklusive Schlesien ans Habsburger Reich). Wunderbar wie die preußische Propaganda ihre Wirkung bis heute beibehält.

      • Pro_Europa // 26. März 2016 um 13:25 //

        Mit Ihrer „Logik“ ist nicht mehr feststellbar, was wem und weshalb „gehören“ sollte.

        Sobald Sie ermittelt haben, dass beispielsweise die österreichische Provinz Schlesien doch eigentlich zu Österreich gehörte (das sind auch Deutsche), kommt jemand und sagt: Aber früher wohnten da doch die Uiguren, also gehört denen das Land ?

        Dann kommt einer und sagt: Aber die Uiguren haben doch die Chinesen, die zuerst dort wohnten, vertrieben bzw. zum größten Teil ausgerottet.
        Also müssen die Chinesen Schlesien beanspruchen.

        Dann kommt einer und sagt: Nein, vor mindestens 100.000 Jahren kamen Germanen nach Schlesien und machten es bewohnbar, also gehört Schlesien eindeutig den Germanen.

        Wer in dieser Logik argumentiert, braucht die fähigsten Archäologen und vielleicht die besten Fälscher, um Gebietsansprüche geltend zu machen, meinen Sie nicht auch ?

    • Herbert Kern // 26. März 2016 um 13:35 // Antworten

      Herr Junge,
      da ist etwas dran.

      Es stellt sich die Frage, wo überall Propaganda eine Rolle spielt und an welchen Stellen ein Autor davon weiss oder eben nicht.

      Deshalb sind Antworten wie die Ihre besonders wertvoll.

      Gestern bekamen wir live im Fernsehen und den Lügenmedien vorgeführt, wie die Lügen der Sieger in das Bewusstsein der Menschen eingemeisselt werden und damit zur offiziellen „Wahrheit“ gemacht werden.

      Ich meine damit die Verurteilung von Karadic.
      In einem Punkt der Anklage ist er unschuldig, obwohl er ausdrücklich dafür schuldig gesprochen wurde:

      Das Massaker von Srebrenica an c.a. 8000 bosnischen Moslems durch bosnische Serben hat nie stattgefunden.

      Dass trotzdem mindestens 99 Prozent der Menschen daran glauben, dass es definitiv stattgefunden hat, zeigt die ungeheure Macht der Lügenmedien in Gemeindschaft mit den Lügenpolitikern und Lügen-Historikern.

      Hier findet der interessierte Leser die lückenlos recherchierten Fakten über das erfunden Massaker, das in Wirklichkeit ein reales Massaker an mehr als 3000 Serben war.

      https://srebrenica711.wordpress.com/category/srebrenica-fur-nichtkenner-grob-erklart/

      Vermutlich wird es nicht lange gehen, bis die Erwähnung dieser Fakten strafrechtlich verfolgt werden wird.

      • Stahlfront // 1. April 2016 um 16:48 //

        „Vermutlich wird es nicht lange gehen, bis die Erwähnung dieser Fakten strafrechtlich verfolgt werden wird.“

        Da es sich nicht um Juden handelt, teile ich diese Befürchtung nicht.

        Erst vor kurzem wurde ein Kommentar von mir gelöscht, mit der freundlichen Bitte, mich doch in Zukunft an die Regeln zu halten.

        Natürlich ging es um den „Holocaust“, um was auch sonst, … alles andere kann man hier ruhig schreiben, wenn ich sehe, wie sich Teilnehmen beleidigen, ausfällig werden und gegenseitig für doof erklären …, aber das ist natürlich nicht so schlimm und vor allem nicht gegen das Gesetzt.

        Beim Mannheimer „Holocaust-Prozeß“ gegen Ernst Zündel erklärte ein Vertreter der Anklage in einer Verhandlungspause den verdutzten Gutmenschen, Philosemiten, Antifatypen und sonstigen Geschädigten sinngemäß, daß es gar nicht entscheidend bzw. wichtig ist, ja daß es überhaupt gar nicht drauf ankommt ob der Holocaust tatsächlich stattgefunden hat oder nicht, sondern „das Leugnen des Holocaust an sich“ stellt eine Straftat nach dem § 130 dar.

        Kommentar überflüssig !!!

      • Libelle // 1. April 2016 um 17:07 //

        Also zum Teil auch hier jetzt Zensur.
        Die Kraken fahren immer mehr Tentakel aus.
        Ekelerregend.

      • Stahlfront // 1. April 2016 um 17:33 //

        An dieser Stelle muß ich Geolitico in Schutz nehmen, denn rein juristisch konnten sie nicht anders handeln, unser „Kamerad“ kosh hatte die Sache ins Rollen gebracht und Geolitico dazu gezwungen so zu handeln.

        Trotzdem war die ganze Sache nicht umsonst, hat es mir doch die Auge über den User „kosh“ geöffnet, solche Menschen sind es gar nicht wert, daß man ihnen auch nur eine Zeile widmet, reine Zeitverschwendung.

        Ich hatte mich auch gar nicht der Illusion hingegeben, daß man hier von Zensur verschont bleibt, trotzdem sind die Betreiber von Geolitico doch ziemlich mutig, deshalb meinen ausdrücklichen Dank an sie, immerhin war es der 1. Kommentar von vielen.

        Ihnen, sehr aufmerksame Libelle, ein schönes und erholsames Wochenende.

        Hochachtungsvolle Grüße von der stählernen Front

      • Herbert Kern // 1. April 2016 um 17:27 //

        @Stahlfront,
        ich bin kein Experte für Internetrecht, aber ich habe auf einem anderen Blog einen Kommentar des Betreibers gelesen, in dem er davon sprach, dass jeder Anwalt oder Staatsanwalt oder sonstige System-Diener oder Denunzianten ihn für Kommentare von Usern haftbar machen können, in denen Gesetze gebrochen werden.

        Ich kann das nur so berichten. Ob es stimmt oder nicht, kann ich nicht beurteilen, aber meine google-Recherche gab dem Blogbetreiber recht.

        Die Gesetze, welche den Glauben an den Holocaust verlangen und den Zweifel unter Strafe stellen, wurden von den Systemparteien gemacht.
        Dies bedeutet, dass die Wähler der Systemparteien für diese Gesetze verantwortlich sind.

        Gesetze können durch den Gesetzgeber geändert werden.
        Dafür müssen die Wähler aber jene Parteien wählen, welche dafür sorgen werden, sonst wird sich das nie ändern.

      • Stahlfront // 1. April 2016 um 17:47 //

        Stimme Ihnen vollkommen zu, denn diese juristische Willkür ist eine Zumutung dem eigenen Volk gegenüber.

        Mögen die Juden ihre Sicht der Dinge haben, wie Deutschen sollten unsere eigen haben ….

        „So, wie er den ganzen Osten des Deutschen Reichs jenseits von Oder und Neiße bis auf Ostpreußen mit dem Hinweis auf die völkermörderischen Verbrechen der Hitlerdiktatur an den Sowjets, Polen und Juden (letztere kamen in der Sowjetpropaganda tatsächlich erst an 3. Stelle) den Polen zur Verwaltung gab.“

        Wenn ich solch einen Mist schon lese, da ist wohl eher das Faß, als die Lampe des Diogenes am Werk.

        Geolitico hat sich im Impressum entsprechend abgesichert:

        „Selbstverständlich tolerieren wir keine Nutzerbeiträge, die gegen geltende Gesetze verstoßen.“

        Stahlfront

  6. Ein künftiger Kurdenstaat dürfte also alles andere als ein starker Nationalstaat werden.

    Dies ist ja auch nicht erwünscht. Schon in seinem Buch, „The Grand Chessboard“ beschreibt Bresinsky, Sinn und Zweck, eines von der Pax americana kontrollierten Grosskurdistans.

    Im Jahre 2006 wurde dann sogar eine Karte des „neuer Naher Osten“ „im Armed Forces Journal veröffentlicht.“

    http://www.dragaonordestino.net/Drachenwut_Blog_DragaoNordestino/NWO/Neuer-naher-und-mittlerer-Osten.php

    Im Grunde ist die Rechnung des US-Imperiums ziemlich einfach…wer Grosskurdistan kontrolliert, kontrolliert des gesammte Wasser des nahen und Mittleren Ostens

    Also diejenigen die jetzt Beifall klatschen, sollten aufpassen was sie sich wünschen, denn ohne Millionen von Flüchtlingen, wird dieser Wasserkrieg, nicht auskommen….es ist auch kaum an zu nehmen, dass die russische Föderation und der Iran, dieses von Bresinsky konstruierte Projekt, so einfach durch gehen lassen, wie Diogenes Lampe, augenscheinlich an zu nehmen bereit ist.

    ——————————————–

    @KBM

    Ich warte noch auf eine Antwort. Ist die Schmiererei auf meiner Vollgeldkritik tatsächlich von Ihnen.?

    —————————————————-

    • Und ja, wer sich vergewissern möchte, dass in Wahrheit alles ziemlich rund nach den Weltbeherrschungsgelüsten der Pax americana abläuft….allenfalls mit kleinen zeitlichen Verzögerungen….der kann sich unter folgendem Link Bresinsky’s Büchle herunterladen. (deutsche Fassung)

      http://www.dragaonordestino.net/Drachenwut_Blog_DragaoNordestino/Freies-Konsensforum/Freies-Konsensforum_arquivos/Die-einzige-Weltmacht.pdf

      Die Geschichte der Türkei ist ja schon interessant, hat aber mit den Plänen der Pax americana zum nahen und Mittleren Osten, nur wenig zu tun

    • Moellmann, Ihr Geheule ruehrt mich fast zu Traenen.

      Vielleicht koennen Sie sich ja mal wie ein Mann beweisen, der nicht nur provozieren sondern auch einstecken kann, aber offenbar reicht’s auch dazu nicht im kleinkarierten Biedermeierstueble.

      Leute, die weiter nichts koennen als staendig mit den Anwalt drohen, kann ich nicht ausstehen. Haben Se denn sonst nichts im Leben als dieses Forum???

      Leider passiert auch hier das was in so vielen Diskussionsforen passiert, das persoenliche Hasstiraden den inhaltlichen Gehalt zerstoeren.

  7. Passend dazu:

    http://www.fit4russland.com/geo-politik/1652-wladimir-putin-und-john-kerry-wesentliches-ueber-offensichtlich-wesentliche-verhandlungen

    Kurden werden vollwertige Beteiligte an den Verhandlungen um Syrien.

  8. Solch aufklärerische Texte, so lobenswert sie sind, verdecken die eher grundlegenden Wahrheiten.

    Wir sind erst einmal Primaten, die in ihren Gemeinschaften sowohl hierarchische als auch heterarchische Ordnungen verwirklichen. Meistens überlagern sich diese Muster, mit dem Schwerpunkt in der einen oder anderen Variante von Ordnung. Das Patriarchat legt diesen Schwerpunkt in die Hierarchie, das Matriarchat in die Heterarchie.

    Das Patriarchat, das die meisten Menschen mit mehr oder weniger Gewalt in seine Strukturen einzubinden versucht, ist weltweit anzutreffen. Es sind also immer die diversen und geschlossenen Gesellschaften alter Männer, die miteinander konkurrieren und letztlich Krieg gegeneinander führen.

    Daher sollten geopolitische und strategische Betrachtungen die grundlegenden Verhaltensmuster nicht unberücksichtigt lassen, die im Grunde primitiv geblieben sind und sich nur mit einer dünnen Decke von Kultur und Zivilisation verhüllen.

    Die verschiedenen Altherren-Clubs haben ihre territorialen Ansprüche und Macht – Gelüste immer moralisch zu verbrämen gesucht, die Tatsache maskierend, im Grunde stets aus den gleich niedrigen Beweggründen gehandelt zu haben.

    Die Welt hatte also nie eine wirkliche Wahl, Unterdrückung, Ausbeutung und Massenmord zu entgehen. Lediglich entscheidend bleibt immer nur die Frage, welche Banditen-Gruppe das Sagen hat und wie schwer das Joch drückt, unter das diese ihre Mitmenschen zwingen.

    Es kann also nicht darum gehen, sich für die eine oder die andere Seite von Schurken zu entscheiden, sondern die patriarchal-hierarchische Mißordnung in ihren Grundfesten anzuzweifeln, zu erschüttern und abzuschaffen.

    Momentan dominieren die vertrockneten Zirkel der verschiedenen „alten Jungens“ auf dem angloamerikanischen Primatenfelsen.

    Wir sollten uns also dringend Gedanken darüber machen, wie wir Deutsche in eine nachhaltige Ordnung kommen, welche der bestehenden überlegen ist.

    Strukturell steht Arminius gegen Rom.

  9. Brigitte Quick // 26. März 2016 um 12:21 // Antworten

    lesen

  10. @Drago hat natürlich recht, dass im Hintergrund all der „closed Shops“ der bösen alten Männer der dominierende in den USA hockt, wahrscheinlich bei „scull and bones“.

    Entscheidend bei all diesen Zirkeln ist, dass diese allenfalls destruktive Strategien entwickeln können, um die diversen anderen Altherren-Vereine in wechselnden Allianzen gegeneinander auszuspielen oder Krieg führen zu lassen.

    Motto: Divide et impera!

    Konstruktive Konzepte, den Zerfall der pharaonisch – pyramidalen Weltordnung zu überwinden, besitzen diese alten Kacker nicht.

    Selbst die ärgsten Feinde treffen sich deshalb in der stillen Konvention, die Welt sei nach pharaonischem Muster zu lenken und zu leiten. Also durch Knappheit, Elend und Krieg.

    Welche Gruppe von Drecksäcken also durch die US – Mumien aus der Gruft im nahen und mittleren Osten implantiert wird, ist in Bezug auf die Opfer gleichgültig.

    Erdogan nimmt auf dem Affenfelsen, auf dessen Spitze die „Bonesmen“ hocken, auch nur seine Position ein und versucht sich in wechselnden Koalitionen und Aktionen nach oben zu arbeiten.

    Und alle dienen dem gleichen weltumspannenden pharaonischen Todeskult.

  11. Die Oligarchen im Pyramidion der Weltherrschaft seien mir gegrüßt. Passt auf, dass Euch der Kalk nicht aus der Hose (oder dem Hosenanzug) fällt und stellt Euch immer brav den Wecker rechtzeitig, damit ihr wisst, wann Ihr auf’s Klo gehen müßt…

  12. An den Autor… das ich nicht lache…
    für wie schwach halten sie die Türkei… ist ihnen vielleicht entgangen das die Türken ein Soldatenvolk ist und könnte es vielleicht sein das zwischen Russland und der Türkei ein Geheimabkommen besteht… das all das was passiert vielleicht so gewollt ist damit man in die Falle tappt… das die Türkei ein Militärbündnis mit Kasachstan, Azerbaidschan, Türkmenistan, Uzbekistan, Kirgisien u.s.w hat… bei allem Respekt aber ich kann ihnen da nicht so recht folgen… oder ist ihnen entgangen das es in der Weltpolitik so manche Überraschungen gab und gibt….

    • Diogenes Lampe // 26. März 2016 um 19:37 // Antworten

      Offenbar sind SIE von der Richtung, die meine Analyse einschlägt, überrascht. 😉

      Aber im Ernst: Die Deutschen waren bekanntlich auch mal ein ziemliches Soldatenvolk. Auch die Spanier, Portugiesen, Franzosen, Italiener, Polen, Schweden, Dänen, Briten, US-Amerikaner usw. usf.. Eben dies gehörte zu den Gründen, warum sich die Europakarte im Laufe der Jahrhunderte beinahe ununterbrochen durch Kriege und Bürgerkriege immer wieder verändert hat. Und eben nicht nur diese, sondern auch die des Nahen und Mittleren Ostens.

      Glauben Sie wirklich, dass die Türkei, die ich in der Tat für schwach halte (denn sie ist, wie ich in dem Artikel ausgeführt habe, gerade auch über das Militär ein Spielball der Großmächte und in ihren Handlungsmöglichkeiten alles andere als souverän), in ihrer jetzigen territorialen Ausdehnung nur deshalb vor großen Veränderungen gefeit ist, weil die Türken ein Soldatenvolk sind? Wie erklären Sie sich dann den Untergang des Osmanischen Reiches?

      In Anbetracht dessen halte ich Ihren Einwand aber dennoch für wichtig, denn er weist darauf hin, dass solche „Soldatenvölker“ nur mit Strömen von Blut bezwungen werden und ich fürchte, das wird auch diesmal der Fall sein und ist ja in Bezug auf die Kurdengebiete, die Erdogan gerade mit besonders entschlossener Gewalt überzieht, oder seine Unterstützung des IS in Syrien, Irak, Nordafrika und der Ukraine bereits der Fall. Eigentlich sollten auch Sie mit ihrem sympatisch kritischen Geist in Anbetracht der gegenwärtigen Lage Erdogans bereits den Anflug des Bumerangs sehen können.

      Sicher könnte es sein, dass Türken und Russen Geheimabkommen abschließen, aber mit denen ist es so wie mit den nicht geheimen: Sie können jederzeit gebrochen werden und werden es auch. Das trifft imgrunde auf alle Bündnisse zu, wenn sich die Einschätzung der Lage für den einen oder anderen Bündnisspartner ändert. Oder nicht?

      Insofern hielt ich es für besser, meine Analyse an den greifbaren Fakten zu orientieren. Können Sie neue bringen, die meine Einschätzung der Lage verändern, dann nur zu! Ich bin da offen wie ein Scheunentor.

      • @ Diogenes Lampe
        Die Russen betonen immer wieder, dass die Einheit Syriens erhalten werden soll. Wer deren Argumentation seit dem Ukrainekonflikt verfolgt hat, fühlt sich darin bestätigt.
        Sie unterstellen in diesem Beitrag den so argumentierenden Russen somit eher den westlichen manipulierenden Stil (historische Seemacht), das bedeutet kommenden Verrat zur Sicherung eigener Interessen (Stichwort „aufgeteilt…“)
        Gibt es eine ernsthafte Quelle für Ihre Vermutung die ich nicht kenne zum wie von Ihnen dargestellten Kurdenstaat aus russischer Sicht? Denn wenn die Einheit Syriens erhalten bleiben sollte, ist doch die Richtung ihrer gesamten Analyse zu hinterfragen.

        Über eine Antwort wäre ich sehr erfreut.
        Werner

      • Diogenes Lampe // 29. März 2016 um 15:03 //

        Um die Einheit Syriens wird zwischen West und Ost noch gestritten, aber man ist sich vorläufig darüber einig, dass der syrische Staat als solcher – womöglich abgesehen von den Kurdengebieten im Norden, im Wesentlichen territorial unversehrt bleiben soll. Israel, USA, Frankreich und GB bevorzugen, wenn sie Syrien schon nicht zerstückeln können (und das können Sie jetzt auch nicht mehr und wissen das auch), es wenigstens in eine schwache Zentralmacht Damaskus und entsprechend stärkere Autonomiegebiete aufzuteilen, geordnet in religiöse Zugehörigkeiten, denn so kann man das Land und seine Regierung am besten über das weitere Schüren von Religionskonflikten manipulieren.

        Russland dagegen möchte die starke Zentralregierung erhalten und somit stabile Verhältnisse. Schon, um seine Militärbasis nicht zu gefährden, aber auch, weil es das Konzept starker Nationalstaaten verfolgt und nicht, wie der Westen, die Zerstörung der Nationalstaaten zugunsten der überstaatlichen Konzernglobalisierung anstrebt.

        Wenn die Kommunisten der Duma vorschlagen, den Vertrag von Moskau und Kars aufzukündigen, dann ist das an sich schon eine wichtige Quelle, die das Interesse an der Bildung eines Kurdenstaats seitens Moskau anzeigt, das ja nicht neu ist.

        Ich denke, es ist jetzt für die Russen noch zu früh, Assad im Zuge der Errichtung eines Kurdenstaates die kurdischen Gebiete Syriens abzuschwatzen. Es wäre auch unklug gegenüber der Türkei, sich schon jetzt offiziell über deren Schrumpfung zu äußern, denn das gliche ja einer offenen Kriegserklärung, was Erdogan ermöglichen würde, den Bosporus dicht zu machen. Da wird sich Putin hüten! Die nötigen Voraussetzungen in seinem Sinne zu schaffen, überläßt es lieber „seiner“ mit den syrischen Kurden eng verflochtenen PKK, die jetzt auch tatsächlich offiziell Erdogan den Krieg erklärt hat.

        Den endgültigen Status der Türkei und eines Kurdenstaates wird man dann festlegen, wenn die Türkei unter dem Ansturm der Kurden und der internationalen Isolierung wegen seiner Involvierung in das IS-Kalifat zusammengebrochen ist.

        Den territorialen Status Syriens wird man wohl erst dann endgültig festlegen, wenn der neue Status der Türkei festgelegt wurde, und das wird erst nach dem dortigen Bürgerkrieg der Fall sein, wenn die inneren Kräfte der Türkei erschöpft sind, die Regierung am Ende und das Land nicht mehr in der NATO. Der ganze Prozess der Umwandlung der Türkei beginnt ja erst. Wir reden hier also von wenigstens 2-3 Jahren. Das kann auch länger dauern.

        Sie haben ja sicher verfolgt, dass die Kurden Syriens kürzlich ihre Autonomie ausgerufen haben, die weder von Moskau noch Washington anerkannt wurde. Man duldet also von den Kurden keine Alleingänge. Die Großmächte wollen alle Kurden in einem Staat haben. Hierzu ist aber notgedrungen auch die Teilung des Irak Voraussetzung. Auch in Bagdad muss also noch Überzeugungsarbeit geleistet werden, weshalb der Iran noch ein entscheidenes Wort als Schutzmacht der Schiiten mit zu reden hat.

        Natürlich war meine Analyse erst mal auf die Türkei konzentriert, aber natürlich ist die Sache viel komplexer, was ich in Tei 2 und 3 noch ausführe. Doch soviel ist offensichtlich: Ohne gleichzeitig die Syrien -Irak – Armenien-Aserbaudschan-Fragen zu lösen, kann kein Kurdenstaat errichtet werden.

        Ich bin aber ziemlich sicher, dass Assad bzw. ggf. sein Nachfolger auf die Kurdengebiete verzichten wird, wenn seitens der Großmächte der Kurdenstaat installiert wird.

        Dass die Russen im politischen Geschäft auch manipulíeren, davon dürfen Sie ausgehen. Aber sie haben dabei ihren eigenen Stil. Grob gesagt: Der Westen spielt Monopoly, der Osten Schach. Das Manipulieren durch die Russen hat also weniger mit Verrat zu tun, als mit politischer Pragmatik.

      • Karl Bernhard Möllmann // 29. März 2016 um 09:25 //

        . . .
        ZITAT @ Diogenes Lampe:
        „Insofern hielt ich es für besser, meine Analyse an den greifbaren Fakten zu orientieren. Können Sie neue bringen, die meine Einschätzung der Lage verändern, dann nur zu! Ich bin da offen wie ein Scheunentor.“
        .
        WAS Ihre Einschätzung der (militärischen) Lage angeht – da denke ich zeugt bereits Ihr Fan-Club dafür, daß Sie sauber recherchiert haben – und auch Ihre logischen Schlüsse durchaus Sinn machen.
        .
        Meine persönliche Kritik macht mich also zu einem Aussenseiter.
        .
        Ich muß als erstes gestehen, daß ich den Artikel aus den gleichen Gründen NICHT lesen konnte – aus denen ich auch beim sogenannten „Geschichts-Unterricht“ in einer Deutschen Elite-Schule (LSH) mehr oder weniger von Anfang an ausgestiegen bin – weil die LÜGEN für mich offensichtlich waren, und Geschichts-FÄLSCHUNG NICHT zu meinen Begabungen zählt.
        .
        Diesmal weiß ich aber aus früheren Reaktionen Ihres Fan-Clubs – daß MEIN Blickwinkel auf „GESCHICHTE“ für die Mehrheit der GEOLITICO-Leser völlig „weltfremd“ erscheint . . .
        .
        Also versuche ich MEINE völlig andere Sicht ein wenig zu erhellen . . .
        .
        Einzig @ Dragao stellt die geeostrategischen Erwägungen zur Türkei in den größeren Zusammenhang der „pax americana“ – was bereits ALLE logischen Denk-Ketten relativiert . . .
        .
        ICH meine aber etwas völlig anderes.
        .
        Aus meinem stupiden Geschichts-Unterricht blieb nur eine einzige Zahl hängen: „Drei, drei, drei – war Issus Keilerei!“
        .
        Mich hat NIEMALS interessiert, WER WANN & WO einen MORD, einen MASSEN-MORD, oder einen VÖLKER-MORD inszeniert hat.
        .
        Mich hat NIEMALS interessiert ob MÖRDERISCHE Geo-Politik Erfolg oder Mißerfolg gebracht hat.
        .
        Mich hat immer nur das WARUM interessiert.
        .
        Daher habe ich früh begriffen – daß angeblicher „GESCHICHTS“-Unterricht in Schulen oder Universitäten – IMMER nur die Geschichte der MINDERHEIT DER PSYCHOPATHEN ist !
        .
        Das halte ich derart für verlogen – gerade so wie wenn das Studium der BETRIEBS-WIRTSCHAFT sich einzig und allein auf die KRIMINELLEN beschränken würde, die als exzellente BETRIEBS-Wirte ihr Wissen MISSBRAUCHEN um als Groß-Betrüger mit VERBRECHEN aller Art versuchen, über ihre erbärmlichen Runden zu kommen.
        .
        GESCHICHTE ist sinnlos – wenn wir mit BEGEISTERUNG nur die erfolgreichen MÖRDER-Geschichten in dicke Bücher schreiben – und an unsere Kinder weiter geben.
        .
        Über 90 Prozent ALLER Menschen waren über all die ewigen Zeiten KEINE MÖRDER – und nur diese Menschen interessieren mich – denn nur mit anständigen, rechtschaffenen & ehrlichen Menschen werden wir jemals einen friedlichen Planeten erschaffen, auf dem ehrliche Menschen Rechte haben können.
        .
        MÖRDER-Geschichte ist ganz sicher AUCH wichtig – aber dennoch ZWEIT-RANGIG – so wie das echte Leben sich ja auch nicht im Gefängnis abspielt, wo die schweren Jungs zu Recht „sitzen“, und auch die von Diogenes Lampe wie angebliche „HELDEN“ gefeierten MENSCHEN-SCHLÄCHTER allesamt hin gehören.
        .
        Mir FEHLT also einzig und allein der RECHTE RAHMEN – um die MÖRDER-Geschichte dort einzuordnen – wo sie hingehört.
        .
        In’s Grusel-Kabinett eines Dr. Frankenstein unter der ÜBERSCHRIFT:
        .
        „Berüchtigte PSYCHOPATHEN“ – die wir zu UN-RECHT als „FÜHRER“ verehren!
        .
        Genau HIER aber beginnt die GEHIRN-Wäsche – wenn wir die echten PSYCHOPATHEN & MASSEN-MÖRDER – im Geschichts-Unterricht zu „Helden“ verklären . . .
        .
        Bei Adolf Nazi haben wir begonnen – den echten WAHN-Sinn hinter der Maske des Strategen zu entdecken.
        .
        Bei George W. Busch trauen wir uns noch nicht, dessen „Teufels-Werk“ nüchtern und OHNE Vor-Urteil zu bewerten.
        .
        DIESE Unterscheidung ist aber ZENTRAL – und daher erwarte ich sie auch von Diogenes Lampe – damit seine Beschreibungen des WAHN-SINNS auch richtig verstanden, also richtig eingeordnet werden können.
        .
        Das schmälert aber nicht das grandiose WISSEN von Diogenes Lampe auf SEINEM Fach-Gebiet.
        .
        Ich hoffe, daß man meinen Gedanken jetzt besser verstehen kann.

      • @Diogenes Lampe
        Für Ihre ausführliche Antwort möchte ich Ihnen danken.
        Schauen wir, ob die Ostmächte es schaffen ihren Umraum stabil zu halten. Und natürlich zu welchen Schritten sie sich im gegebenen Fall zur Wahrung und Sicherung der Stabilität letztlich entschließen müssen.

  13. Danke Diogenes für den Geschichtsunterricht. Wieder hervorragend geschrieben.

  14. Wenn das zutrifft, dann kommt noch so einiges auf uns zu:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/03/26/koenig-von-jordanien-tuerkei-schickt-terroristen-nach-europa/

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/03/26/oesterreich-scharfe-kritik-an-merkel-wegen-fluechtlingspolitik/

  15. Jede Zeit ist endlich, Gott sei Dank –
    Und noch einer zu Oster, bedenke das du nur ein sterblicher Mensch bist –
    Hoffendlich bedenken das alle in diesem Spiel!

    Schöne friedliche Ostern, Jesus Christos anestis

  16. @

    Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen!!!

    Der Verdacht drängt sich mehr und mehr auf dass hinter dieser „Nicht-Moderation“ seitens Geolitico System stecken könnte.
    Aber zu welchem Zweck?

    Ich kann mich erinnern dass @ Zitrone vor einiger Zeit gepostet hatte, dass Geolitico sie angeschrieben und darum gebeten habe sie solle sich im Ton mäßigen.
    Ausgerechnet die freundliche @Zitrone ist angeschrieben worden!

    Aber bei den jetzt ausufernden Beleidigungen erfolgen von Geolitico allem Anschein nach keinerlei Maßnahmen.
    Dies ist völlig unverständlich!

    • Korrektur:

      @ NoFiatMoney // 26. März 2016 um 22:47
      war gemeint.

      • NoFiatMoney // 26. März 2016 um 23:41 //

        Das kam schon an. Und sahen Sie, wer sich dann sogleich -zwar im Antimerkel-Köstum, dennoch staatstragend (denn das ist auch das Schüren von gewissen Stimmungen)- zu Wort meldete?

      • Libelle // 26. März 2016 um 23:43 //

        Ja, ich sah erwartungsgemäß!

      • NoFiatMoney // 26. März 2016 um 23:51 //

        Und ist es nicht irre, daß gerade @Mertens gehackt worden sein soll? Trotz seiner Elogen für die Rautenmacherin?

        Ich schmeiß mich weg.
        Das kommt mir hier inzwischen wie die heute-show in der Regie von Diensten vor.

      • Predictor // 27. März 2016 um 00:03 //

        Solche Internet Beleidigungen hat es ja nun schon viele gegeben. Und immer wieder hat sich gezeigt, dass eigentlich nur die Anwaelte gewonnen haben. Da es nie ein allgemeines Interesse gab vom Staatsanwalt und die Verfahren immer auf zivile Rechtsprechung geleitet wurden, kam es immer wieder darauf hinaus, dass sich die Anwaelte dann einigten, wenn Klaeger zu muede wurden mit dem Bezahlen.

        Mein Vorschlag: Also erst einmal sollte man Ostern feiern und dann mal wieder von vorn beginnen. Bedenkt, so ein Forum, wie dieses hier, findet man so schnell nicht wieder.

      • Libelle // 27. März 2016 um 00:07 //

        Diese Drohungen mit Anwälten halte ich für Comedy.

        Trolltätigkeiten eben

      • Libelle // 27. März 2016 um 00:05 //

        Herzlich gelacht. Danke!

        Geht es eventuell um die Sprengung des Blogs mit Einverständnis des Blogbetreibers?

        Wenn nicht wäre es m. E. sinnvoll wenn die ernsthaften Diskutanten dazu übergehen würden die Troll-Kommentare zu ignorieren.
        Leider wird immer noch wieder darauf reagiert.

        Wenn die Trolle sich dann untereinander beleidigen und Bälle zuspielen, kann man dazu übergehen deren Kommentare nicht einmal ansatzweise zu lesen.
        Es würde sich vermutlich totlaufen.

        Nur wenn der Blogbetreiber den Blog nicht erhalten will, ist eh alles egal. Man wird sehen.

        So oder so ist es manchmal wirklich spaßig und zum lachen.
        Comedy eben!

      • Pro_Europa // 27. März 2016 um 00:10 //

        Meine e-mail wurde kurz nach meinem Abschied gehackt.
        Seitdem habe ich keinen Zugang mehr, das bedeutet, dass die Hacker das Passwort auch geändert haben müssen.

        Die Täter haben also alle meine privaten e-mails und können damit machen, was ihnen so in den Sinn kommt.

    • @Libelle

      Geolitico hatte dieses Schreiben allgemein gehalten, es machte auf mich
      den Eindruck, als sei es an alle Kommentatoren gerichtet. Das Schreiben
      hatte ich hier im Forum veröffentlicht, leider weiß ich nicht mehr genau,
      wann das war. Ich glaube im letzten Jahr.

      Ich gehe davon aus, daß auch andere ein Schreiben erhielten, genaueres
      ist mir allerdings nicht bekannt, da ich die einzige war, die dies öffentlich
      machte.

      Sollte ich die einzige gewesen sein, die Geolitico anschrieb, wäre
      dieses in der Tat, eine Unverfrorenheit, nachdem was hier in den
      letzen Wochen und Monaten vor sich geht.

      • @Zitrone

        Sollte ich die einzige gewesen sein, die Geolitico anschrieb, wäre
        dieses in der Tat, eine Unverfrorenheit, nachdem was hier in den
        letzen Wochen und Monaten vor sich geht.

        Das Schreiben ging an alle registrierten Mail-adressen raus.

      • Libelle // 27. März 2016 um 11:49 //

        @ Dragao

        Woher wissen Sie das?
        Ich habe kein Schreiben erhalten obwohl meine Mailadresse natürlich der Redaktion bekannt ist.

        Hatte ich in eigener Sache (Übersendung der Folgekommentare funktionierte nicht) sogar Schriftwechsel über meine private E-Mail mit der Redaktion.

      • Zitrone // 27. März 2016 um 12:34 //

        @Libelle

        Das ganze Theater, könnte evtl. auch mit den Verlinkungen,
        die ich hier einstellte, zu tun haben. Wird man als Einzige,
        über einen Vorwand angesprochen, der nicht haltbar ist,
        gibt es eigentlich keinen anderen Grund für mich, als diesen.

        Geolitico mag nur „stubenreine“ Kater…

      • @Zitrone

        der nicht haltbar ist,
        gibt es eigentlich keinen anderen Grund für mich, als diesen.

        Geolitico mag nur “stubenreine” Kater…

        Frau Zitrone…also ich kann mich erinnern, das damals alle registrierten Kommentatoren inklusive mir selbst, dieses mail erhalten haben….dies ging klar aus den damaligen Kommentaren hervor, die diesbezüglich abgegeben wurden.

        @Libelle, hat dieses wohl ganz einfach vergessen…war eventuell zur gegebenen Zeit nicht on-line….

        Lassen Sie sich von den paranoiden Anwandlungen einiger Kommentatoren hier nicht anstecken.

      • Zitrone // 27. März 2016 um 12:55 //

        @Drago

        Bisher sind Sie allerdings der Einzige, der dieses öffentlich
        zugibt. Danke!

      • Ich habe kein Schreiben erhalten Zitrone. Daher war ich erstaunt das Sie eins erhalten haben. Da sie genau wie ich niemanden verbal angreifen. War wahrscheinlich ein versehen das schreiben an sie.

        Frohe Ostern noch allen

      • Zitrone // 27. März 2016 um 18:48 //

        Wird ja immer interessanter! Danke!

        L.G.

      • Man sollte das nicht überbewerten. Wahrscheinlich hat man mich übersehen. Wir leben im hier und jetzt und Sie wissen was Sie für ein Mensch sind (ihre Kommentare sprechen für sich) und sind mit sich im Reinen. Das zählt!!! *flowers*
        LG

  17. @Pro_Europa

    Jeder, der mich kennt, kann das bestätigen. Ich wäre ein fairer und unparteiischer Moderator.

    Hahaha……Sie haben echt Wahrnehmungsstörungen….Sie sind doch der einzige, der hier wie blöd rumpöbelt.

  18. Ja, @ Pro_Europa, niemand wurde in diesem Forum so selten unflätig und ausfällig, wie Sie (und Ihre alter egos?).

    Sie haben recht. Übrigens immer und ausnahmslos.
    Gell, nach solch schwachsinnigen Bestätigungen sehnen Sie sich?
    Aber wieso die Sehnsucht? Manches ist näher als man glauben mag. Wie ist´s bei Ihnen?

    • Sie haben mich eben mehrmals beleidigt, NoFiatMoney.
      Und Sie sind unflätig geworden.

      Sagt der eine Hase zum Anderen: Hast Du aber große Ohren.

      Dass ich immer recht habe, muss eine Wahnidee von Ihnen sein, ich habe das noch nie behauptet. Weshalb lügen Sie also ?

      Sind Sie auch ein kleiner Müllmann ?
      Oder ein kleiner dragao ?

      Solche Kommentare wie den Ihren, hätte ich als Mod gelöscht und Sie hätte ich gesperrt.

      Nicht, weil ich etwas gegen Sie habe. Nein.
      Einzig und alleine, weil Sie die Forenregeln verletzt haben.

      Alles klar ?

      • NoFiatMoney // 27. März 2016 um 00:28 //

        @Pro_Europa
        Inwiefern betrachten Sie sich als beleidigt?

        Könnten Sie das bitte konkretisieren?

        Dann können wir das hier und jetzt bereinigen. Wohlan!

      • NoFiatMoney // 27. März 2016 um 00:31 //

        Ich warte. Aber allenfalls noch eine 1/4 Stunde, Pro Europa!

      • Pro_Europa // 27. März 2016 um 00:34 //

        NoFiatMoney,
        ich setze Ihnen eine Frist von 3 Minuten.
        Wenn Sie mich innerhalb dieser Frist nicht in meiner Wohnung in Nürnberg aufsuchen, werde ich meinen Anwalt einschalten.

        Dieser wird Sie anklagen.
        Denn Sie sind böse und Sie kritisieren mich und Sie haben mich beleidigt.

        Das sieht jeder, nur Sie wollen sich herausreden.
        Meine Haustür steht offen.
        Sie kennen das Häuschen direkt am Wald, wo die Großmutter und das Rotkäppchen sich fast täglich treffen.

        Ich warte, Sie haben die Wahl.

      • NoFiatMoney // 27. März 2016 um 00:47 //

        @Pro_Europa // 27. März 2016 um 00:34

        Zitat:
        „NoFiatMoney,
        ich setze Ihnen eine Frist von 3 Minuten.
        Wenn Sie mich innerhalb dieser Frist nicht in meiner Wohnung in Nürnberg aufsuchen, werde ich meinen Anwalt einschalten….“

        Ich habe Sie verstanden, wirklich. Und ich denke alle, die hier mitlesen, haben das auch. Ganz herzlichen Dank für Ihre Antwort, die schneller kam, als ich warten wollte.

        Aber besuchen werde ich Sie nicht. Ich kenne mich in Nürnberg nicht hinreichend aus. Und außerdem steht mir nicht der Sinn nach Reisen.

        Aber vielen Dank für Ihre Antwort.
        Ich werde auf Ihre Postings nicht mehr reagieren und Sie setzen keines mehr unter meine? Ich fände das toll.

      • Pro_Europa // 27. März 2016 um 00:56 //

        Ich werde auf Ihre Postings nicht mehr reagieren und Sie setzen keines mehr unter meine? Ich fände das toll.

        Was Sie toll finden, finden Sie toll.
        Ich finde das toll, was ich toll finde.

        Ich setze meine Kommentare dort, wo ich es möchte.
        Niemand muss sich die Mühe machen, sich einzubilden, er könnte mir sagen, was ich tun sollte.

        Alles klar ?

    • @ Pro Europa

      LOL. Humor haben Sie nach meiner Wahrnehmung zwar nicht. Aber den Mangel gleichen Sie mehr als aus, indem Sie einfach nur sind.

      Ich bleibe dabei, egal ob GEOLITICO zur Besinnung kommt: Mit Menschen, die an der Sache kein erkennbares Interesse zeigen, kommuniziere ich nicht. Meine Zeit ist mir dafür zu schade.

      • Pro_Europa // 27. März 2016 um 01:26 //

        Inwiefern betrachten Sie sich als beleidigt?

        Wer solch eine Frage stellt, nachdem er einen Anderen beleidigt hat, ist ein Arschloch, der kein Interesse an der Sache hat.

        Solche Löcher bekommen von mir die Antwort, die sie verdienen.

        Nun wissen Sie, wofür ich Sie halte.
        Sie haben es schon öfters bewiesen, es ist keine Überraschung.

        Sie sind ein Feigling, der kneift, wenn es darauf ankommt.
        Im Normalfall haben solche Leute eine Vorstellung von sich selbst, die nicht mit dem übereinstimmt, was sie wirklich sind.

        Um diese Einbildung zu stabilisieren, wird eine „coole“ Maske aufgesetzt.
        Immer dasselbe durchsichtige Manöver.

        Gäääähnnn, gäähhnn.

        Wer diese Leute durchschaut und es ihnen ins Gesicht sagt, hat sich deren unterdrückten Hass ans Bein gebunden. Sie werden Mittel und Wege suchen, ihn zu verletzen.

        Sehen Sie bei Möllmann, Mertens, stendahl und nun auch bei sich selbst. Pardon, Sie sehen es nicht, darin liegt ja der Witz.

      • NoFiatMoney // 27. März 2016 um 01:43 //

        @Pro_Europa // 27. März 2016 um 01:26

        Wissen Sie, Sie Überflieger in den Sphären der Unflätigkeiten, wenn Sie mich „Arschloch“ nennen, ist das eine Formalbeleidigung. Die wäre strafbar, wenn ich binnen 3-Monatsfrist einen Strafantrag gegen Sie stellen würde. Werde ich aber nicht.

        Weshalb?

        Weil Sie mir eigentlich leid tun in Ihrer Inkompetenz, in welche Sie sich hineinfressen.

        Sie sind nach meinem Eindruck nur zu bedauern. Mehr nicht. Ich erachte Sie nicht für satisfaktionsfähig.

        Zu Ihnen hinab möchte ich nicht.

        Ende.

      • Pro_Europa // 27. März 2016 um 01:50 //

        NoFiatMoney,
        Sie sind tiefer, viel tiefer als ich.
        Doch Ihr Eigendünkel sagt Ihnen, dass Sie weit über mir stehen.
        Arroganz nennt man das.

        Einbildung ist auch eine Bildung.

        Sie können mich mal mit Ihrem formaljuristischen Quatsch.
        Nicht einmal davon verstehen Sie genug, sonst würden Sie das BGH Urteil kennen. Kann man nicht auf Wikipedia nachlesen, das lernen nur Juristen.

        Typen wie Sie gibt es wie Sand am Meer.
        Deshalb steht es so schlecht um die Welt.

        Daryl hat recht, wenn er die Intellektuellen anklagt, zu denen Sie sich auch rechnen.
        Diese Intellektuellen dünken sich höher als der Rest, in Wirklichkeit sind sie es, welche den Rest verraten und verkaufen.

        Wer sich in Akademikerkreisen auskennt, weiss, wovon ich rede.
        Soviel Boshaftigkeit, versteckt hinter genialer Rhetorik, gibt es nicht mal beim Pöbel.
        Pfui Teufel auf Leute wie Sie es sind.

      • NoFiatMoney // 27. März 2016 um 03:17 //

        @Pro_Europa // 27. März 2016 um 01:50

        Weshalb regen Sie sich denn noch auf?

        Ich sagte doch, daß Sie immer recht haben. Was wollen Sie mehr?
        Höhere Ziele äußerten Sie hier wohl nicht als das, sich selbst in vollkommener Erkenntnis zu wähnen und darin bestätigt zu werden.

        Und wenn ich Ihnen jetzt zu Gefallen bin und das jetzt bestätige, ist´s auch nicht recht?
        Weshalb?

        Weil ich`s nicht ernst meine?

        Sie Schlaumeier, sind Sie mir doch auf die Schliche gekommen! Alle Achtung.

      • Pro_Europa // 27. März 2016 um 03:28 //

        Sie lügen schon wieder, NoFiatMoney.

        Sie brauchen es wohl.

        Außerdem haben Sie doch angekündigt, mir nicht mehr zu antworten.
        Wie lange hält Ihr Wort ?
        2 Minuten ?

        Und igitit.
        „satisfaktionsfähig“.
        Stammen Sie aus einer schlagenden Idioten-Studentenverbindung ?

        Nur diese Dinosaurier von hirnlosen Asozialen benutzen solche Worte. Kein normaler Mensch sonst.

        Wer geht in eine schlagende Studentenverbindung ?
        Söhne reicher Eltern, um für ihre Karriere Vorteile zu ergattern.
        Also Schmarotzer und Taugenichtse.

        Na, NoFiatMoney, was Sie so alles über sich preisgeben, das ist schon beachtenswert.

  19. MutigeAngstfrau // 27. März 2016 um 00:45 // Antworten

    Alles um uns zerfällt. Es ist ein Gesetz.

    Eine Weile konnte ich hier Trost finden.
    Danke.

    Rainer Maria Rilke

    Ich habe kein Vaterhaus,
    und habe auch keines verloren;
    meine Mutter hat mich in die Welt hinaus
    geboren.
    Da steh ich nun in der Welt und geh
    in die Welt immer tiefer hinein,
    und habe mein Glück und habe mein Weh
    und habe jedes allein.
    Und bin doch manch eines Erbe.
    Mit drei Zweigen hat mein Geschlecht geblüht
    auf sieben Schlössern im Wald,
    und wurde seines Wappens müd
    und war schon viel zu alt; –
    und was sie mir ließen und was ich erwerbe
    zum alten Besitze, ist heimatlos.
    In meinen Händen, in meinem Schooß
    muß ich es halten, bis ich sterbe.
    Denn was ich fortstelle,
    hinein in die Welt,
    fällt,
    ist wie auf eine Welle
    gestellt.

  20. @ GEOLITICO

    Begriffen, was hier für Sonderlinge ihr Unwesen treiben? Oder nicht?
    Hätte die Vorführung noch deutlicher sein können?
    Den Anbeißenden hatte ich aber nicht allein im Blick. Andere sind cleverer als jener.

    • Ihre lächerliche Zirkusnummer, NoFiatMoney,
      beweist, welchen Charakter Sie haben, mehr nicht.

      Es beweist, dass Geolitico einen Mod braucht, damit solche Typen wie Sie und Schlimmere wie dragao und Konsorten nicht jede einzelne Diskussion zerstören.

    • Man könnte in dem einen oder anderen Fall fast vermuten es sei Zeit für die Herren mit den Zwangsjacken, oder?

      Im Übrigen bezweifle ich dass GEOLITICO die Kommentare tatsächlich durchliest.
      Wäre es vielleicht eine Alternative über das GEOLITICO-Kontaktformular ihre berechtigte Kritik anzubringen.
      Aus Erfahrung weiß ich dass man dann eine Antwort über die private E-Mail Adresse erhält.
      Die könnten Sie dann – so Sie wollen — eventuell in den Kommentarbereich einstellen, oder?

  21. @pro_europa: Wir haben versucht, Sie per E-Mail zu erreichen. Leider haben Sie eine nicht existierende Mail-Adresse als die ihre angegeben. Das erscheint wenig vertrauenswürdig.
    Ihre Redaktion

    • @ GEOLITICO,

      ist das Alles was Sie dazu zu sagen (schreiben) haben?
      Da könnte sich der Gedanke aufdrängen dass der Troll in ihrem Auftrag tätig ist.
      Ist dies so?

    • Haben Sie nichts Besseres zu tun an einem Ostersonntag?
      Leid tun koennen Sie mir aber nicht.
      Bessessene wurden im Altertum verbrannt, vielleicht war das ja gar nicht so unpassend.

      • Libelle // 27. März 2016 um 15:28 //

        Offensichtlich wollen Sie nicht wissen was dahintersteckt, oder?
        Ich schon.

        Wo ich kann, versuche ich mich dem „betreuten Denken“ zu entziehen indem ich selber nachdenke.
        Und dann will ich es eben wissen. Und da kann man doch wohl einmal nachfragen, oder?

        Sind Sie auch einer der Trolle der schnell einspringt wenn es brenzlig wird. Und dann noch mit Gewalt durch Verbrennung zu drohen. Na, na, na, na! Das lässt tief blicken.
        Wenn die Argumente ausgehen, wird man persönlich. Das ist inzwischen hier ein häufig auftretendes Verhalten.

  22. Im Finanzcrashforum wurde ein Thread eröffnet mit dem Thema:
    Selbstzerstörung der Forenwelt usw.
    http://finanzcrash.com/forum/read.php?1,151861,151861#msg-151861
    Sehr nette Kommentare insbesondere dieser: Die meisten Internet-Foren und Infokrieg sind Mind Control und Verblödung pur.
    Genau aus diesem Grund habe ich entschieden nichts mehr einzustellen.

    Schöne Ostern

  23. „Der Welt geht nichts verloren
    Und immer wieder bricht
    Sich aus des Todes Toren
    Das Leben durch das Licht“… A. de Nora

    Allen Menschen, ein kraftvolles Osterfest!

  24. Astroturfing (verdunkeln und vernebeln von soziale Bewegungen)
    Eine interessante Mail von Prof. Mausfeld zu den Beiträgen über Gedanken- und Gesinnungspolizei
    „Das Denunziantentum – vor allem in der Anonymität sozialer Netzwerke – scheint mir mittlerweile jedoch noch eine andere, neue Qualität zu haben. Hier scheint der Humus bereitet zu werden für eine Art von Astroturfing (Wikipedia zu Astroturfing, A.M.), das darauf zielt, die eigentlich relevanten gesellschaftlich-politischen Sachfragen zu verdunkeln und zu vernebeln und soziale Bewegungen, die den Zentren der Macht gefährlich zu werden drohen, gleichsam von Innen zu vergiften und für die Öffentlichkeit zu diskreditieren. Das ist sicherlich die kostengünstigste und wirksamste Form der ‚Aufstandsbekämpfung‘. Es wäre daher überraschend, wenn solche Techniken, soziale Bewegungen durch systematische Infusion geeigneter Vorwurfsgifte gleichsam von Innen zu zersetzen, nicht systematisch verfeinert würden. – In jedem Fall erscheint mir dies ein sehr ernsthaftes Problem zu sein, von dem alle sozialen Bewegungen in Zukunft zunehmend bedroht sein werden.
    Um so bewundernswerter und verdienstvoller finde ich die Klarheit und Beharrlichkeit, mit der Sie in all den langen Jahren in den bisweilen getrübten Gewässern den Kurs der Aufklärung halten!…“
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=27333

  25. Karl Brenner // 27. März 2016 um 12:11 // Antworten

    Türkei und Erdogan am Ende?

    Sieht nach dem Kniefall von Merkel vor den neuen Osmanensultans nichts so aus.
    Die bekommen alles und wir bezahlen.
    Weil die ja sooooo wichtig sind (für die USA, aber nicht für die EU)

    • Diogenes Lampe // 29. März 2016 um 15:16 // Antworten

      Sie werden die Welt aus der puren Sicht des deutschen Steuerzahlers kaum in ihrer wirklichen Komplexität erkennen können, fürchte ich. Merkel ist wie Erdogan nur ein Spielball. Ihr Kniefall gehört zum bösen Spiel der wirklich Mächtigen des westlichen Imperiums.

  26. Angenommen, Sie sind ein in Deutschland lebender Tuerke. Ich habe ja nichts dagegen wenn Sie sehr hoch von Ihrem Heimatland denken, aber mit Verachtung auf das Land, in dem Sie leben (wollen oder muessen). Aber es sollte Ihnen schon bewusst sein, dass die Tuerkei evtl. aus der NATO fliegen. Selbst Obama moechte Erdogan beui seinem naechsten US Aufenthalt gar nicht sehen. Und die Russen haben da sicher auch ihre Meinung. Und das wird auch nicht besser wenn Erdogan in Rente geht, denn Erdogan ist nur das Aushaengeschild der Islamlawine, die sich in der Tuerkei abgespielt hat. Solange die Tuerkei kein nuklearer Staat ist und ich hoffe, das bleibt so, kann die Tuerkei zu jeder Tages- und Nachtzeit ausgeloescht werden. Also was soll es, ohne Freunde ist die Tuerkei international bedeutungslos.

    • Herbert Kern // 28. März 2016 um 20:27 // Antworten

      Sie sind gemeldet.
      Ich werde persönlich jeden Troll und Hetzer melden, damit es nicht wieder zu Schlammschlachten, persönlichen Beleidigungen und einem Gossen-Niveau auf Geolitico kommt.

      Mit Trollen wie Ihnen kann man nicht sachlich diskutieren.
      Da hilft nur das Löschen und Sperren des Trolls.

      Würden Sie sachlich argumentieren, würde ich Ihnen Ihre falschen Behauptungen ausführlich widerlegen. Doch die Art und Weise, wie Sie hier hetzen, lässt dies nicht zu.

      Ich hoffe, dass die Redaktion schnell reagiert.

  27. Mulo Mulinski // 4. April 2016 um 23:35 // Antworten

    und russischen (bzw. sowjetischen) Siegermächte nie wollten.
    Was? Russland hat den 1.WK verloren. Artikel sollten vor der Veröffentlichung auf gravierende Fehler überprüft werden.

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