Mervyn King schreibt EU-Eliten ab
Mervyn King schreibt EU-Eliten ab

Mervyn King schreibt EU-Eliten ab

EU-Flagge © GEOLITICO EU-Flagge © GEOLITICO
Bewusste wirtschaftspolitische Entscheidung der „EU-Eliten“ hätten zum Niedergang der Euro-Zone geführt, sagt der frühere Chef der Bank of Englang, Mervyn King.

Europas wirtschaftlicher Niedergang ist das Ergebnis „bewusster politischer Entscheidungen der EU-Eliten“. Diesen Schluss zieht der frühere Gouverneur der Bank of England, Mervyn King, in seinem neuen Buch „Die Euro-Zone – zwischen Scylla und Charybdis“. Der Inhalt ist „ein vernichtender Angriff auf die europäische Wirtschafts- und Währungsunion“, schreibt der britische „Telegraph“.[1]

Bei der Vorstellung seines neuen Buches sagte King, er habe sich nie vorstellen können, dass sich so etwas wie die große Depression der 1930er Jahre in der heutigen wiederholen würde. Aber er habe sich getäuscht. Das Schicksal Griechenlands sei nicht nur vergleichbar mit der großen Depression, es sei vor allem ein „erschreckendes Beispiel für wirtschaftspolitisches Versagen“.

Raus aus dem Euro!

Die EU haben den Ländern an der Peripherie einfach die Pistole auf die Brust gesetzt und sie zu drakonischen Einsparungen gezwungen, ohne diese in irgendeiner Weise kompensieren zu können. Damit habe die Politik die Nachfrage abgewürgt.

Seiner Ansicht nach haben die südlichen Krisenländer keine andere Wahl als zu ihren nationalen Währungen zurückzukehren. Nur so könne deren Wirtschaft wieder wachsen und Arbeitsplätze entstehen. „Die langfristigen Erfolge werden die kurzfristigen Kosten bei weitem übersteigen“, schreibt er in seinem Buch.

Seiner Ansicht nach werden die Unzulänglichkeit und die große Unzufriedenheit mit der EU-Wirtschaftspolitik zwangsläufig zum Zerfall des Euros führen.

Anmerkung

[1] http://www.telegraph.co.uk/business/2016/03/01/europes-depression-is-deliberate-eu-choice-says-former-bank-of-e/