US-Wirtschaft und Aktien kippen
US-Wirtschaft und Aktien kippen

US-Wirtschaft und Aktien kippen

Straßenschild der Wall Street. Quelle: Wikipedia / Foto: Vlad Lazarenko / Illustration: GEOLITICO Straßenschild der Wall Street. Quelle: Wikipedia / Foto: Vlad Lazarenko / Illustration: GEOLITICO
Die Aktienmärkte und die US-Konjunktur brechen weg. Es ist wie auf dem Höhepunkt der Spekulationsblase  2000: Viele Aktien sind bereits mehr als 20% gefallen. 

An den Aktienmärkten hat eine zyklische Baisse begonnen, und die US-Wirtschaft befindet sich auf direktem Weg in eine Rezession. Aktienbaissen fallen besonders heftig aus, wenn sie mit Rezessionen einhergehen. Deshalb erwarte ich in den kommenden Monaten nicht nur eine durchschnittliche Baisse von minus 36% im Weltleitindex S&P 500, sondern mindestens eine Kurshalbierung.

Massive Warnsignale

Mein umfangreiches Prognosemodell zeigt schon seit Langem die höchste Risikostufe für die Aktienmärkte an. Dieses sehr deutliche Warnsignal wurde inzwischen auch aus charttechnischer Sicht bestätigt. Durch die Kursrückgänge seit Anfang des Jahres ist nämlich endgültig klar geworden, dass der gesamte Kursverlauf der vergangenen zwei Jahre nichts anderes als eine mächtige Topformation gewesen ist.

Die meisten Indizes sind inzwischen schon ohne Wenn und Aber aus ihren jeweiligen Topformationen nach unten ausgebrochen. Wichtige Beispiele dafür sind der Dow Jones Transportation Average, der US-Banken Index, der Emerging Markets Index oder der US-Nebenwerte Index. Sie alle haben ihre Topformationen längst mit klaren Baissesignalen beendet.

Das ist erst der Anfang

Eine Vielzahl einzelner Aktien ist bereits mehr als 20% gefallen, obwohl wir uns erst in der Frühphase dieser Baisse befinden, die von einem extremen Überbewertungsniveau aus begonnen hat. Geradezu beängstigend ist etwa die Situation der Deutschen Bank. Nur ein einziges Mal, und auch da nur für wenige Monate, war die fundamentale Überbewertung noch irrwitziger als dieses Mal: am Höhepunkt der Spekulationsblase des Jahres 2000.

Quelle: Claus Vogt

Quelle: Claus Vogt

Was damals folgte, wissen Sie: Der S&P 500 halbierte sich, NASDAQ und DAX brachen um mehr als 70% ein. Der damalige Darling deutscher Privatanleger, der Neue Markt, verlor sogar mehr als 95% – und wurde von der Deutsche Börse AG kurzerhand abgeschafft. Aus den Augen, aus dem Sinn, lautete hierbei wohl der Wunsch der Börsenbetreiber…

Über Claus Vogt

Claus Vogt ist Gründer der Vermögensverwaltung Aequitas Capital Partners GmbH, einer auf vermögende Privatanleger und institutionelle Investoren spezialisierten Vermögensverwaltung. 2004 schrieb er zusammen mit Roland Leuschel das Buch "Das Greenspan Dossier". Gemeinsam schreiben sie nun den Börsenbrief „Krisensicher Investieren“. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel