Machtzugriff des Linksfaschismus

Die Stiefel von Benito Mussolini (links) und Adolf Hitler: Ausschnitt aus einem Foto, das bei einem Besuch Mussolinis im Juni 1940 in Muenchen entstand. Quelle: Wikipedia / https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/88/Mussolini_and_Hitler_1940_%28retouched%29.jpg / See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons Die Stiefel von Benito Mussolini (links) und Adolf Hitler: Ausschnitt aus einem Foto, das bei einem Besuch Mussolinis im Juni 1940 in Muenchen entstand. Quelle: Wikipedia / https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/88/Mussolini_and_Hitler_1940_%28retouched%29.jpg / See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons
Angela Merkel bricht ihren Amtseid. Wir erleben die Umwälzung unserer Kultur und die Kriminalisierung Andersdenkender. Und doch verweigern wir uns diesen Wahrheiten. Eine Wutrede.

Unter dem Eindruck der Untaten von Paris gibt es heute an dieser Stelle das, was es hier eigentlich nie geben sollte: eine Wutrede. Ich habe den Anspruch, die Dinge von mehreren Seiten und in ihrer kybernetischen Verschränkung zu betrachten. Ich will normalerweise das zeigen, was unter der Oberfläche des Offensichtlichen an wirklichen Triebkräften existiert. Gemeinhin verstehe ich meine Texte als Angebot, durch Nachdenken zur Kooperation zurückzufinden. Doch angesichts der gegenwärtigen Umgestaltung der Welt sei auch mir einmal erlaubt, Stellung zu beziehen.

Bevor es in 14 Tagen mit einer psychologischen Analyse des Gutmenschentums wieder sachlich weitergehen wird (und in der kommenden Woche hoffentlich mit einem ganz anderen Thema Luft geholt werden kann), nehme ich mir die Freiheit, in einer mehr oder weniger ungeordneten Gedankenkette das Absurde absurd, die Willkommensjubler Schwachköpfe und die Verantwortlichen die Verbrecher zu nennen, die sie sind.

Dieser Text hat aber auch einen ganz rationalen Grund: Wer sich angesichts der politischen Entwicklung heute nicht im Widerstand positioniert, wird sich von künftigen Generationen genau die essentiellen Fragen stellen lassen müssen, die die Nachweltkriegsgeneration ihren Eltern gestellt hat. Und die Antwort wird angesichts des Ausmaßes der Vernichtung nur ein peinliches Schweigen sein können.

Temporäre Randerscheinungen?

Die Lehre aus dem alten Faschismus ist doch nicht, wie uns die Profiteure einer neuen Variante totalitärer Unterdrückung glauben machen wollen, dass es irgendwann eine dubiose, zweifellos rechte Machtübernahme geben wird. Nur die Strukturen werden immer dieselben sein, nämlich dass über Jahrzehnte eine gefährliche Ideologie egal welcher Polarität wächst und das Volk verwirrt, so dass die neuen Gewaltherrscher ganz legal an die Macht kommen können. Erst dann stabilisieren sie ihre Herrschaft mit Unterstützung opportunistischer bürgerlicher Kräfte. All dies ist wieder längst im Gange, nur weigern wir uns erneut die Zeichen der Zeit zu erkennen.

Wir lachen über die Verbotsmentalität der Grünen, wir ignorieren die Gesetzesänderungen eines Justizministers Maas, wir vernachlässigen, wie der Staat die Unterwanderung sozialer Einrichtungen durch Linksradikale unterstützt, wir stutzen nur kurz, wenn die Gender„forschung“ eben mal Naturgesetze außer Kraft setzt. Wir glauben den gleichgeschaltet verkündeten Parolen von Globalisierung, Wachstum, Humanitätsprimat, Lebensarbeitszeitverlängerung und der Bezahlbarkeit eines stetig wachsenden Elendssektors. Nun kommt mehr und mehr die offene Kriminalisierung Andersdenkender hinzu, und wir reden uns immer noch ein, dies seien temporäre Randerscheinungen.

Keineswegs. Der neue, der linke Faschismus hat sich im Volksbewusstsein längst festgesetzt und ist mitten in der Machtübernahme. Die Neufaschisten orwellscher Prägung, die von ihrer gerechten Sache natürlich, so wie die von damals, völlig überzeugt sind, rufen „Haltet den Dieb“ (vergl. Konrad Adam: „Der Terror und die Heuchler“), um von ihren eigenen Umtrieben abzulenken.

Mir ist es deshalb vollkommen egal, wenn mir jetzt irgendwelche Schriftgelehrten beweisen, dass der Begriff Faschismus hier falsch verwendet wird. Das kann schon sein, aber wenn ausgerechnet die angehenden neuen Gewaltherrscher versuchen, uns mit einer braunen Gefahr und dem Kampf gegen Rechts von ihren finsteren Zielen abzulenken, kann es vorerst gar keinen besseren Begriff geben. Vor allem, da die Zuordnungen rechts und links letztlich verblassen, wenn man sieht, dass die Drahtzieher und Profiteure diesmal wieder aus demselben Lager des Großkapitals und der Hochfinanz sind wie damals.

Umwälzung unserer Kultur

Es gibt aber Unterschiede in den Triebkräften des kollektiven Wahnsinns. Lag das Erstarken der Nationalsozialisten an alten Kriegsfolgen, übertriebenem Nationalismus und wirtschaftlicher Unsicherheit, so ist es diesmal die aus anhaltender Sicherheit und scheinbar ewigem Wohlstand erwachsende Dekadenz. Diese Dekadenz erklärt wenigstens in Teilen die weitgehende Vernunftfreiheit, die die Massenbasis der neuen Bewegung an den Tag legt.

Da werfen sich junge Frauen willkommenseuphorisiert völlig fremden Menschen aus einer Kultur, die so ein Verhalten weder kennt noch toleriert, an den Hals und küssen sie auf den Mund – ohne dass irgendjemand sie daran hindert. Schon hier beginnen die Verwerfungen, die Entwurzelungen, an denen die Migranten mehrheitlich scheitern werden. Der einzelne Flüchtling dürfte in der Regel ein netter Mensch sein, erst die kollektiven Prozesse in einer für ihn in Deutschland nicht existierenden gedeihlichen Zukunft, die die Defizite, die er mitbringt, ausbrüten werden, machen „die“ Flüchtlinge zum Problem. Molenbeek ist bald überall. Kurz gesagt: Nicht die einreisenden Terroristen sind das wirkliche Problem, sondern die vielen Terroristen und anderweitig nicht integrierten Problemfälle der Zukunft, die durch die „Willkommenskultur“ gerade erzeugt werden.

Das finstere Beispiel gibt Schweden, in dem 40 Jahre nach dem Beschluss seiner Regierung, das eigene in ein multikulturelles Land umzuwandeln die Gewaltverbrechen um 300% und Vergewaltigungen um 1472% zugenommen haben. Schweden ist derzeit sogar das Land mit dem zweithöchsten Vergewaltigungsaufkommen weltweit. Das liegt aber eben nicht daran, dass dort so viele böse Menschen eingewandert wären, sondern dass die im Namen der Menschenrechte praktizierte Entwurzelung zunehmend böse Menschen schafft. 42% der Langzeitarbeitslosen in Schweden und 50% aller wegen schwerer Delikte Einsitzenden sind Zuwanderer.

Aber nicht die Asylbewerber, Einwanderer oder Familiennachzügler und ihre trotz allem Verständnis miteinreisende Destruktivität –, geboren aus dem jahrhundertelangen Entwicklungsrückstand der Kulturen, aus denen sie kommen – sind das eigentliche Problem der gegenwärtigen Völkerwanderung, sondern die Umwälzungen, die sie für unsere Kultur bedeuten: unterschiedliche neue Klassen, Verelendung, Lohndumping, Kulturkämpfe, Angst, Polizeiaufrüstung, Überwachung, sinkende Qualität der Schulausbildung, Zunahme archaischer Problemlösungen im Alltag, Wohnungsnot, Überlastung des Staatshaushalts und vor allem eine stetig wachsende Weltfremdheit und Verlogenheit, um alle diese Faktoren auszublenden. Und das sind nur einige der offensichtlichen, unabwendbaren der durch die angebliche Willkommenskultur generierten Probleme. Das Leben ist erfinderisch, da kommt noch allerhand nach.

Bis an die Grundfeste des Staates

Die unmittelbar Betroffenen sind ja auch selten mit den Willkommensjublern identisch. Da musste sich doch die grüne Kreuzberger Bürgermeisterin Monika Herrmann angesichts der Wohnungsnot für Unterprivilegierte in Berlin ordentlich krummmachen: Es seien nicht nur Flüchtlinge, sondern auch andere Gruppen unterzubringen: Jugendliche, Behinderte und psychisch Kranke im betreuten Wohnen beispielsweise:

„Die freien Träger, die sie betreuen, verlieren gerade viele Wohnungen, weil sie die steigende Miete nicht mehr bezahlen können.“

Die Berliner Kältehilfe hat ebenfalls Alarmrufe veröffentlicht, wie denn die Obdachlosen im Notfall untergebracht werden sollen. Man befürchtet „große Probleme und Auseinandersetzungen“. Und dann wird gleich die Logik wieder politisch korrekt umgedreht und nicht etwa die Problematik beim Namen genannt, sondern durch die Blume der Befürchtung, die Stimmung gegenüber Flüchtlingen könne abkühlen. Aber zwischen den Zeilen dann doch immerhin: Aus Zuschriften entnehme man, dass Wohnungslose nur schwer begreifen könnten, dass andere Heimatlose so viel Unterstützung bekämen.

Berlins Finanzsenator rechnet derweil mit unmittelbar erforderlichen 600 Millionen Euro allein in der Hauptstadt, um die Flüchtlinge aufzunehmen, unterzubringen, zu versorgen und zu betreuen. Zudem plant Berlin den Bau von einfachen Wohnungen vor allem für Flüchtlinge für weitere 600 Millionen Euro. Woher kommt dann eigentlich dieses Geld? Von den Steuerzahlern, die durch das so betriebene Lohndumping (wenn überhaupt noch) weniger verdienen?

Die Verwerfungen gehen aber noch tiefer, nämlich bis an die Grundfesten eines Staatswesens, das am besten auf Treu und Glauben funktioniert. Das Mitleid mit den und die Unterstützung für die Fremden, die noch nichts für dieses System geleistet haben, kennt bei den Flüchtlingssympathisanten keine Grenzen. Gesetze und erst recht Einheimische müssen sich dem unterordnen. Das zeigt sich beispielsweise da, wo ein seit Jahrzehnten in Berlin lebender mir persönlich bekannter ehemals drogensüchtiger Kleinkrimineller aus dem Libanon, der jetzt als ehrenamtlicher Helfer in der Flüchtlingsbetreuung aktiv ist, verzweifelt berichtet, dass er als gefühlt einziger der Betreuer die Asylbewerber anhält, sich an die Gesetze zu halten. Dafür stoße er bei den deutschen Kollegen auf Unverständnis, die mit ihrem Mitleidsdünkel Verfehlungen und Rechtsbrüche tolerierten und sogar unterstützten.

Merkel bricht ihren Amtseid

An vorderster Front der Lügner und Rechtsbrecher stehen die Führungsspitzen der Politik. Weil Frau Merkel sich schon mit ihrem haltlosen „Wir schaffen das“ und ihrem skandalösen   „…dann ist das nicht mehr mein Land“ für die vorgezogene Staatspension qualifiziert hatte, musste der ebenso ehrenwerte Amtsgenosse von der rötlich-grünen Schwesterpartei, Sigmar Gabriel, noch einen draufsetzen. Deutschland und seine Partner müssten nach seiner Ansicht in eigener Regie große Zahlen von Flüchtlingen nach Europa holen. Ein solches Verfahren würde eine „geordnete Zuwanderung“ anstelle der derzeit ungeordneten Situation erlauben. Sollten die europäischen Partnerländer zunächst nicht mitmachen, müsse „Deutschland hier mit großen Kontingenten in Vorleistung gehen“.

Und weil er bei seiner Präsentation dieser kühnen Thesen in Berlin immer noch nicht aus dem Saal gejagt worden war, machte er noch mit einem merkelesken Blankoscheck weiter. „Es geht im Kern nicht um die Zahl der Menschen, die nach Deutschland kommen…“. Muss man das kommentieren? Ist ein solcher Mann wählbar? Ertragbar? Und vor allem: Wie macht der sich die Schuhe zu?

Wenn an dieser Stelle auf GEOLITICO immer wieder vom Niedergang geredet wird, hat er im Deutschen Herbst 2015 einen unerwartet frühen ersten Höhe- oder besser Tiefpunkt erreicht. Dinge geschehen, die niemand mit einem einigermaßen gesunden Menschenverstand jemals für möglich gehalten hätte. Im Umkehrschluss gefragt: Wie sieht es um die geistige Gesundheit eines Großteils der deutschen Bevölkerung und vor allem seiner Regierung aus? Für wen glaubt eine von Deutschen gewählte und finanzierte Kanzlerin eine Verantwortung übernehmen zu müssen? Für den Weltfrieden, den Weltwohlstand oder andere Wolkenkuckucksheime? Wer vermittelt ihr bitte, dass sie die deutsche Bundeskanzlerin ist und per Amtseid Verpflichtungen übernommen hat, die sie jetzt in krimineller Weise bricht? Dabei ist sie vermutlich noch nicht einmal korrupt, was beinah noch eine Entschuldigung wäre – sondern sie ist anscheinend einfach nur der Realitätswahrnehmung verlustig gegangen – so wie ein Großteil der dekadenten Deutschen mit ihr.

Helmut Schmidt, ein deutscher Politiker einer anderen Generation und dazu noch starker Raucher, also heute von den Betroffenheitsdeutschen unwählbar, hatte noch warnend die Stimme erhoben und gesagt:

„Die multikulturelle Gesellschaft ist eine Illusion von Intellektuellen.“

Er hat nicht präzisiert, dass es auch noch Intellektuelle (und andere Menschen) gibt, die sich nicht in der Virtualität verloren haben. Die nicht bedingungslos Experten, Spezialisten, den Medien oder ihrer eigenen Hybris glauben, sondern ihrer Wahrnehmung. Die nicht bei strömendem Regen ohne Schirm das Haus verlassen, weil der Wetterbericht Sonnenschein angesagt hat.

 

Über Konrad Kustos

Kustos studierte Germanistik, Geografie und Publizistik an der Freien Universität und promovierte über das Spannungsfeld zwischen Unterhaltungsliteratur und Literaturliteratur. Viele Jahre arbeitete er als Journalist in leitenden Positionen bei großen Berliner Tageszeitungen. Der Schwerpunkt seiner publizistischen Arbeit lag bei der Architektur und dem Aufbau der neuen Hauptstadt nach der Wende von 1989. Als roter Faden durch seine Arbeit zieht sich die Verteidigung des Normalbürgers gegen elitäre Denkweisen sowie der Versuch, Ideologien zu enttarnen. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel