Merkel lockt die falschen ins Land

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Wer Essen aus der helfenden Frauenhand ebenso ablehnt wie Spielzeug, weil es von christlichen Kindern stammt, den wollen wir aus guten Gründen hier nicht sehen.

Der Innenminister ist ein mutiger Mann. Wenn er über die Zahl der ungebeten zu uns strömenden Menschen klagt, setzt er hinzu: „Und das dürfen wir auch aussprechen“. Die Wahrheit zu sagen, ist offenbar nicht mehr selbstverständlich, zumindest nicht in Gegenwart der Kanzlerin. De Maiziere greift aber wieder einmal zu kurz, wenn er die nackten Zahlen nennt.

Denn was uns Sorge macht, was uns, die Bürger, aufbringt und empört, ist ja weniger der Umstand, dass es so viele sind, die sich da auf den Weg ins deutsche Schlaraffenland gemacht haben. Was uns Angst macht, ist die Tatsache, dass wir nicht wissen, wer da kommt, was er vorhat und wie lang zu bleiben gedenkt.

Flucht mit dem Tennisschläger

Glaubt man den Medien – aber wer tut das schon? – beherrscht die junge, zartgliedrige Mutter die Flüchtlingsszene, das kranke Kind an der Brust und demütig um Hilfe bittend. Sie ist erschöpft und traumatisiert, bedarf der ärztlichen Behandlung und bekommt sie auch. Von den kräftigen jungen Männern, die tatsächlich dominieren, sieht man nur wenig und hört man nichts. Sie sind bei weitem in der Mehrzahl – vier von fünf „Schutzbefohlenen“, wie sie von der Flüchtlingsindustrie genannt werden, gehören in diese Gruppe. Und sie weigern sich gern, das Essen aus weiblichen Händen entgegenzunehmen, da Frauen, wie sie sagen, „unrein“ sind.

Wer sonst noch kommt? Der Zwanzigjährige, der sich an nichts erinnern kann, der nicht mehr weiß, ob er zu Schiff, mit der Bahn oder im Taxi gekommen ist und wie viel er für die Reise an wen bezahlt hat; der aber seine Einvernahme mit der Frage beendet, wann er den endlich eine eigene Wohnung erhält. Es kommt der Syrer, zu dessen eilig zusammengerafftem Fluchtgepäck ganze vier Tennisschläger gehören; die Not, der er entflohen ist, muss groß gewesen sein.

Leichtfertige Parolen

Es kommt der Iraker, der zum Bezahlen gleich mehrere 500-Euro-Scheine aus der Tasche zieht. Und aus Afghanistan kommt die Familie, die sich erkundigt, ob das gespendete Kinder-Spielzeug aus christlichen Händen stammt – und ablehnt, als die Frage bejaht wird.

Konrad Adam / Quelle: Privat

Konrad Adam / Quelle: Privat

Alle diese Leute will Frau Merkel „integrieren“, aufnehmen und eingemeinden. Denn alle, die aus der Fremde zu uns kommen, haben wir willkommen zu heißen, als Bereicherung zu betrachten, nicht als Verarmung, als Gefahr schon gar nicht. Weiß denn Frau Merkel nicht oder will sie gar nicht wissen, dass sie mit ihren leichtfertigen Parolen Leute ins Land lockt, die wir aus guten Gründen nicht bei uns sehen wollen?

Und zwar deswegen nicht, weil wir die europäischen Werte, den Wert der Freiheit und der Toleranz, der Gewaltlosigkeit und der Gleichberechtigung, hochhalten. Und sie verteidigen werden gegen alle, auch Kanzlerinnen und Minister, die sie vorsätzlich oder gedankenlos aufs Spiel setzen.

 

Über Konrad Adam

Konrad Adam ist Journalist, Publizist und Politiker (AfD). Er war von 1979 bis 2007 Feuilletonredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) sowie Chefkorrespondent und Kolumnist der Welt in Berlin. Zwischen April 2013 und Juli 2015 war er einer von drei Bundessprechern (Bundesvorsitzenden) der Alternative für Deutschland, zu deren Gründungsmitgliedern er zählt. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel