Endspiel des Weltwährungssystems

Die Anzeichen für den baldigen Niedergang des Weltwährungssystems, das seit August 1971 existiert  mehren sich. Sogar US-Zentralbanker sprechen vom „Endspiel“.

Währungssysteme kommen und gehen. Das war schon immer so, und es wird wohl auch immer so bleiben. Denn die Machtgier der Herrschenden und ihr unstillbarer Wunsch, über ihre Verhältnisse zu leben, torpediert immer wieder die dauerhafte Etablierung eines seriösen und gerechten Währungssystems.

Jetzt mehren sich die Zeichen für den baldigen Niedergang des derzeitigen Weltwährungssystems, das seit dem 15. August 1971 existiert und damit schon sehr alt ist. Es ist das mit Abstand gefährlichste und ungerechteste Währungssystem, das je das Licht der Welt erblickt hat. Denn es basiert ausschließlich auf beliebig vermehrbaren Währungen, und das weltweit.

Die Worte der Täter

Damit hat es die Voraussetzung für die Staatsschuldenorgie der vergangenen Jahrzehnte geschaffen, die seit der Krise von 2008/09 in neue Dimensionen vorgestoßen ist. Jetzt wird immer deutlicher, dass dieses System seine Grenzen erreicht hat und kollabieren wird.

Die Frage ist, wie lange der unvermeidliche Kollaps noch hinausgezögert werden kann. Dass das Endspiel der Staatsschuldenorgie und des Währungssystems begonnen hat, wissen auch die Hauptverantwortlichen, die Zentralbankbürokraten. Die sehr deutlichen Worte, die drei ehemalige US-Zentralbanker dazu kürzlich vor laufenden Kameras in einem Anfall ungewohnter Wahrheitsliebe in diesem Zusammenhang ausgesprochen haben, lassen einen staunen:

„Es tickt eine geldpolitische Zeitbombe“, sagte einer. Ein anderer: „Es endet immer, immer, immer auf diese Weise, schon im alten Rom, oder in Simbabwe.“ Und: „Wir reden hier über das Endspiel.“

Falscher Allmachtsglaube

Was mag diese Herren – wir könnten Sie auch Täter nennen – dazu bewogen haben, gerade jetzt zur Wahrheit zurückzukehren?

Die plötzliche und für viele überraschende, ja unvorstellbare Trendwende an den Anleihenmärkten markiert mit hoher Wahrscheinlichkeit den Beginn vom Ende der Schuldenorgie und des Währungssystems. Diese Entwicklung wird den zurzeit vorherrschenden Glauben an die Allmacht der Zentralbankbürokraten erschüttern und von den Rentenmärkten auf die Aktienmärkte übergreifen.

Aktueller rascher Zinsanstieg / Quelle: Claus Vogt

Aktueller rascher Zinsanstieg / Quelle: Claus Vogt

Drohende Vermögenszerstörung

Ich kann also nur warnen: Niemand sollte die Bedeutung der jüngsten Turbulenzen an den Rentenmärkten unterschätzen – der Chart zeigt die Zinsentwicklung 10-jähriger Bundesanleihen. Dieser Zinsanstieg findet trotz des massiven Anleihenkaufprogramms der EZB statt. Er zeigt, dass die Zentralbankbürokraten das Ende der Fahnenstange erreicht haben.

In der Endphase der jetzt beginnenden Krise werden die Zentralbanken völlig diskreditiert sein, und offene sowie durch Inflation verschleierte Staatsbankrotte werden das Bild bestimmen. Auch daran lassen die Lehren der Finanzgeschichte und der gesunde Menschenverstand keinen Zweifel. Was das für Ihr Vermögen und Ihre Lieben bedeutet, brauche ich Ihnen nicht zu erklären.

Über Claus Vogt

Claus Vogt ist Gründer der Vermögensverwaltung Aequitas Capital Partners GmbH, einer auf vermögende Privatanleger und institutionelle Investoren spezialisierten Vermögensverwaltung. 2004 schrieb er zusammen mit Roland Leuschel das Buch "Das Greenspan Dossier". Gemeinsam schreiben sie nun den Börsenbrief „Krisensicher Investieren“. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel