Politisch gesteuerte Angst
Politisch gesteuerte Angst

Politisch gesteuerte Angst

Die Politik schürt gezielt Ängste etwa vor der Kernkraft. Ängste vor der Finanzkatastrophe oder sexueller Orientierungslosigkeit sucht sie zu unterdrücken.

Viele einfache Leute haben Ängste, ohne dass sie – Achtung: Ironie! – „eine Genehmigung dafür“ haben. Solche diffusen ungeplanten Gefühle sind den herrschenden Kontrollfreaks ein Ärgernis. Sie wollen nämlich die Gewalt über die Emotionen. Am liebsten würden sie die „erlaubten Ängste“ lizensieren und „unbequeme Ängste“ verbieten. Die Lizenz zum Angsthaben wird nicht nur zunehmend vom Staat beansprucht, sondern auch von vielen staatlich bezahlten Vereinen, Parteien und privaten Körperschaften.

Wohlfeile Lizenzen für Schisser gibt es zum Beispiel bei den Themen Kernkraft, Waldsterben, Erderwärmung, Ekelfleisch, Juden, Chemtrails, Fracking, Chlorhühnchen inclusive TTIP, Braunkohle, Alkohol, NSA und NSU. Wer seine Angst vor der Klimakatstrophe öffentlich macht, ist immer ein Held der Medien.

Böse Onkels

Es gibt aber auch politisch nicht erwünschte Ängste. Wer der Europäischen Zentralbank, den griechischen Finanzartisten, der Hamas, den Pädophilen, dem Infraraschall, den frisch eingewanderten Rauschgifthändlern im Görlitzer Park, der Energieplanwirtschaft, den levantinischen Messerstechern in den U-Bahnhöfen, den friedlichen Absichten der Antifa, Rauschgift, Zertifikatehandel, sexueller Orientierungslosigkeit, Photovoltaik und Dämmplatten misstraut, gehört zu den bösen Onkels.

Dabei sind die Risiken doch gerade umgekehrt verteilt! Die erlaubten Ängste sind alle nicht mit realen Gefahren hinterlegt, während die unerlaubten Ängste berechtigt sind.

Die „Welt“ berichtete zum Beispiel, dass 2002 nach einem Sturm Laub auf dem Neckar schwamm, so dass beim Kernkraftwerk Obrigheim der Rechen am Kühlwassereinlauf gesäubert werden musste, dazu wurde das Kraftwerk für 45 Minuten abgeschaltet. Die vorgeschriebene Meldung an die Behörde erfolgte. Die dpa-Pressemeldung lautete: „Fünfte Panne in fünf Monaten.“ Die Wahrheit ist: In Kernkraftwerken westlicher Bauart hat es durch Strahlung noch keinen einzigen Toten gegeben. Eine weltweite Statistik weist 0,04 Tote pro Terrawattstunde Elektroenergieerzeugung aus. Darin ist Tschernobyl schon enthalten.

Grausame Menschenopfer

Auf dem blutverschmierten Altar der erneuerbaren Energien werden dagegen fast wöchentlich grausame Menschenopfer dargebracht. Durch Nutzung der Wasserkraft gab es alleine in Deutschland 2.000 Tote, und zwar beim Dammbruch des Edersees 1943. Die Befürworter der Wasserkraft werden entschuldigend darauf hinweisen, dass dieser Unfall durch eine englische Bombardierung verursacht wurde. Aber kann so ein Unfall nicht durch jeden x-beliebigen Idioten mit einer Sprengstoffladung organisiert werden?

Auch Biogasanlagen haben bei unsachgemäßer Betreibung Todesopfer gefordert. Bei der Errichtung der Offshore-Windparks gab es bereits bis 2012 80 schwere Unfälle mit drei Toten.

Das Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) berichtete, dass Photovoltaik 0,44 Menschenleben pro Terrawattstunde verschlingt, Windkraft 0,15. Bei 35 Milliarden Terrawattstunden aus Photovoltaik in Deutschland sterben also statistisch 15 Menschen im Jahr, bei 52 Milliarden Terrawattstunden Windenergie sterben 8 Leute.  Die zahlreichen Forstunfälle lassen wir mal weg, denn  im Wald würde auch geerntet, wenn kein Holz in unseren Öfen landen würde.

Auch Adolf Hitler war Migrant

Eine andere schräge Risikobetrachtung betrifft die Einwanderung. Die Gefahren werden vom Mainstream nicht angemessen gewürdigt, die Chancen hochgejubelt. Mit Hunderttausenden unkontrolliert einwandernden Asylbewerbern ist die Wahrscheinlichkeit Null, dass keine Terroristen darunter sind.

Die aktuellen Probleme der Ostukraine sind nicht zuletzt durch russische Kolonisten entstanden, die in der Zarenzeit einwanderten, verschärft durch eine spätere Grenzziehung, die das nicht berücksichtigte.

Nicht zu vergessen: Adolf Hitler war ein sogenannter Migrant, eine wertvolle Fachkraft auf dem Gebiet der Massenpsychose.

Indianer, Maoris und Aborigines können über die Einwanderung europäischer Fachkräfte eine gemischte Bilanz ziehen. Zwar wurden blutige Stammeskriege und rohe Sitten weitgehend beendet, andererseits forderte der Kampf der Kulturen zu Anfang doch unverhältnismäßig viele Todesopfer auf beiden Seiten, und zahlreiche europäische Krankheiten wurden in ferne Länder eingeschleppt. In die Erfolgsbilanz mischen sich einige sogenannte Kollateralschäden.

In Nietzsches Welt

Die von den Medien geschürte Angst vor den Chlorhühnchen ist absurd. Lebensmittel, die frei von Salmonellen sind, werden von der grünen Schmutzpresse – in diesem Fall hat diese Bezeichnung einen tieferen Sinn –  geradezu verteufelt. Dagegen schweigen dieselben veganverliebten Hauptmedien, wenn Hunderte Vegetarierinnnen sich schwere lebenslange und teure Gesundheitsschäden beim Verzehr von hochriskanten verdreckten Sprossensalaten zuziehen oder daran elend zugrunde gehen.

Man könnte die Liste dieser Risikofehlbewertungen ins Endlose verlängern. Im Durchschnitt gilt: Wo die Bezahlmedien Angst schüren, ist die Gefahr gleich Null. Wo sie Ängste als ungerechtfertigt abwimmeln, ist Vorsicht geboten, denn die Gefahr ist groß.

Die Medien leben immer noch in der nietzscheanischen Welt der Umwertung der Werte. Einmal alles auf den Kopf zu stellen, ist ihr Geschäftsmodell. Darum sind die Lügenpresse und das Zwangsfernsehen an sich die größte Gefahr für die Menschheit.

Freiheit des Gruselns

Zu einer freien Gesellschaft gehört es, dass man Angst haben darf, vor was man will. Der Eine darf vor der NPD Angst haben und der Andere vor den Linken, der Vernünftige auch vor beiden gleichzeitig. Der Eine darf sich vor Kernkraftwerken fürchten, der andere darf sich unter Windrädern gruseln. Der eine fürchtet sich vor Energiesparlampen, der andere vor der Brandgefahr von Photovoltaikanlagen.

Friedrich von Schiller legte im „Don Carlos“ dem  Marquis von Posa den Satz in den Mund: „Geben Sie Gedankenfreiheit.“  Heute würde der freiheitliche Schiller vom sozial-industriellen Komplex vielleicht fordern: „Geben Sie endlich Angstfreiheit!“.

Über Wolfgang Prabel

Wolfgang Prabel über sich: "Ich sehe die Welt der Nachrichten aus dem Blickwinkel des Ingenieurs und rechne gerne nach, was uns die Medien auftischen. Manchmal mit seltsamen Methoden, sind halt Überschläge... Bin Kommunalpolitiker, Ingenieur, Blogger. Ich bin weder schön noch eitel. Darum gibt es kein Bild." Kontakt: Webseite | Weitere Artikel