Enschede ist immer einen Lauf wert!
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Über 5000 Läufer gingen am 17. April im niederländischen Enschede an den Start. Für GEOLITICO waren Günther und Karin Lachmann dabei.

Die Bedingungen waren optimal: Fast 20 Grad bei strahlendem Sonnenschein, und wir mitten unter über 5000 Läufern, von denen einige durchaus zu großen Leistungen in der Lage waren. Immerhin war auf der 42-Kilometer-Strecke der Sieger des Chicago-Marathons, der Kenianer Evans Cheruiyot am Start. Er und seine Konkurrenten aus Äthiopien hatten sich vorgenommen, den Streckenrekord von 2:07:20 Std. des späteren Olympiasiegers und Weltmeisters Stephen Kiprotich aus dem Jahr 2011 zu brechen.

2011 siegte der heute 23-jährige Läufer aus Uganda bei seiner Marathonpremiere völlig überraschend, einige Monate später wurde er bereits Neunter bei der Weltmeisterschaft in Daegu. 2012 holte er sich sogar den Sieg beim olympischen Marathon in London.

Rekordversuch gescheitert

Ein deutscher Läufer hatte ganz andere Pläne als der Kenianer Cheruiyot. „Für mich ist das ein Trainingslauf für die 72 Kilometer am Rennsteig“, sagte er vor dem Start. „Ich werde also eher gemütlich mit 6 Minuten pro km laufen.“

Die Kenianer und Äthiopier liefen doppelt so schnell. Und als es auf die letzten 10 km ging, marschierten fünf von ihnen vorneweg. In der Gruppe liefen sie den leicht ansteigenden Noord Esmarkerrondweg hinauf. Erst als es auf den letzten zwei Kilometern leicht abschüssig in Richtung Ziel auf den Boulevard 1945 zog Cheruiyot das Tempo nochmals an und setzte sich nach vorne ab. Aus dem Rekordversuch wurde allerdings nichts. Er kam mit 2:09:40 Std. über die Ziellienie, ganze drei Sekunden vor dem Marathondebütanten Kaleb Keshebo aus Äthiopien und sieben Sekunden vor seinem Landsmann Edwin Kimaiyo.

Ältester Marathon Europas

Karin und Gunther Lachmann in Enschede © GEOLITICO

Karin und Gunther Lachmann in Enschede © GEOLITICO

Bei den Damen machten die niederländischen Läuferinnen das Rennen. Erste wurde Mireille Baat in 2:51:48 Std. vor Esmé Möricke in 2:53:14 Std. und der mittlerweile in der Altersklasse W 50 laufenden Lokalmatadorin Ingrid Prigge in 2:55:23 Std

Den Enschede-Marathon gibt es seit 1947. Damit ist er der älteste Marathon in Europa. Damals siegte der Finne Eero Riikonen mit 2:44:13 Std. Organisatorisch dürfte sich seit damals einiges verändert haben. Rund um die Laufstrecke gab es nicht nur regelmäßig Getränke und Verpflegung für die Läufer, aus riesige Musikanlagen sorgten für Volksfeststimmung entlang der Strecke, wo die Läufer von Tausenden Bürgern angefeuert werden. Egal, ob sie nun 42 km oder den Halbmarathon liefen oder wie wir auf der 10-km-Strecke starteten. Und ganz wichtig für alle, die auf der langen Strecke unterwegs sind: Direkt am Start gibt es jede Menge Toiletten. Fazit: Enschede ist immer einen Lauf wert!