Viele Einbürgerungen überprüfen
Viele Einbürgerungen überprüfen

Viele Einbürgerungen überprüfen

Wer die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, sollte in der Bundeswehr kämpfen und nicht in der Ukraine oder Syrien. Es ist an der Zeit, viele  Einbürgerungen zu überprüfen.

Vor 50 Jahren bin ich mit vielen Jungs in die Schule gegangen, deren Eltern aus Polen, Ungarn und Rumänien stammten. Im Nachbarhaus wohnte ein französisches Mädchen, das im Krieg irgendwie in Deutschland hängengeblieben war. Das war nach dem Krieg so und alle haben sich Mühe gegeben, daß die Kinder, deren Eltern nicht oder schlecht Deutsch sprachen, den Anschluß in der Schule nicht verloren haben.

Die Eltern dieser Kinder haben zu Deutschland gestanden, auch wenn sie kein Wort oder wenig verstanden haben. Sie waren alle sehr fromm und katholisch und waren in den Kirchen sehr geachtet. Damals ging das Wort von den Beutedeutschen um, und das war angesichts der Umstände echt gemein.

Nicht mit deutschem Pass!

Heute lesen wir in der Zeitung, dass Ausländer mit deutschem Paß in der Ukraine kämpfen[1], ohne dass sie von der Bundeswehr dazu autorisiert sind. Auch nach Syrien soll es sogenannte Deutsche an die Front verschlagen haben.[2]

Von mir aus kann jeder reisen wohin er will und kämpfen wofür er will. Aber nicht mit deutschem Pass. Wer die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, hat in der Bundeswehr zu kämpfen und sonst gar nicht. Die Bundesregierung sollte alle Einbürgerungen der letzten Jahrzehnte überprüfen und bei mangelnder Loyalität zum deutschen Staat rückgängig machen.

„Deutschtum im Ausland“

Offensichtlich ist vom Gesetzgeber oder der Bürokratie in Größenordnungen geschlampt worden. Ordnung muss sein, denn das Ansehen von Deutschland im Ausland leidet darunter, dass deutsche Einbürgerungen grob illoyal sind.

Vor dem Kriege wurde vom „Deutschtum im Ausland“ gesprochen, wenn von deutschen Minderheiten im Ausland die Rede war. Jetzt gibt es wieder „Deutschtum im Ausland“, nur dass es keine richtigen Deutschen sind. Sie nehmen in der Ukraine an Überfällen teil, aber nicht an einer Aggression. Denn eine sowjetische Anekdote aus den 70ern besagt: „Aggression ist der Überfall eines Staates auf einen anderen ohne Genehmigung der Sowjetunion.“

 

Anmerkungen

[1] Siehe auch: Herbert Ludwig, „So kam der Krieg in die Ukraine“, GEOLITICO vom 20. Februar 2015

[2] Sebastian Rotella, „Europa fürchtet die Rückkehr seiner Dschihadisten aus Syrien“, GEOLITICO vom 1. August 2013

Über Wolfgang Prabel

Wolfgang Prabel über sich: "Ich sehe die Welt der Nachrichten aus dem Blickwinkel des Ingenieurs und rechne gerne nach, was uns die Medien auftischen. Manchmal mit seltsamen Methoden, sind halt Überschläge... Bin Kommunalpolitiker, Ingenieur, Blogger. Ich bin weder schön noch eitel. Darum gibt es kein Bild." Kontakt: Webseite | Weitere Artikel