Neue Studie zu Übernachtungspreisen
Neue Studie zu Übernachtungspreisen

Wo übernachten günstig ist

Eine neue Studie hat aus über 60 000 Unterkünften ein Ranking über den Durchschnittspreis einer Übernachtung in der jeweiligen Stadt erstellt.

In den vergangenen Jahren haben sich die Tourismusströme weltweit stark verändert. Die wachsende Mobilität erfasst vermehrt auch junge Menschen mit geringerem Budget. Das schlägt sich auch im Gastgewerbe nieder: Einen immer größeren Marktanteil nehmen neben Hotels die Hostels ein, welche vor allem von jungen Reisenden aufgrund ihres geringen Preises und der Nähe zu anderen Reisenden geschätzt werden. Aufschluss über die dadurch bewirkten Preisentwicklungen gibt eine neue Preisindexstudie von GoEuro.

Diese hat 150 beliebte internationale Reiseziele bezüglich der Unterbringungskosten untersucht. Über 60 000 Unterkünfte wurden herangezogen, um ein Ranking über den Durchschnittswert einer Übernachtung in der jeweiligen Stadt zu erstellen. Separat werden dabei die Kategorien 1- bis 5-Sterne-Hotels und Hostels gelistet; auch Informationen von Airbnbs sind mit eingeflossen.

Unter den teuersten Städten liegen demnach einige amerikanische Städte, allen voran New York als Stadt mit der teuersten Unterbringung bei durchschnittlich 198 Euro. Ähnlich weit vorne rangieren Miami (Platz 4), Boston (Platz 6) und San Francisco (Platz 9). Auffällig ist die Breite der Preisspanne: Während die teuersten Hotels etwa in Miami auf 545 Euro pro Nacht kommen, liegt der durchschnittliche Preis im Hostel bei unter einem Sechstel dieses Preises.

Deutsche Städte im Mittelfeld

Auch dreizehn deutsche Städte wurden im Ranking platziert und liegen fast alle im mittleren Drittel. Als teuerste deutsche Stadt wurde Baden-Baden ermittelt, immerhin erst auf Rang 54, gefolgt von Hamburg und Rügen. Die Preisspanne ist hier viel geringer: Keiner der ermittelten Durchschnittswerte, selbst für 5-Sterne-Hotels, gelangt über eine Preismarke von 200 Euro – außer München, das aber aufgrund sehr vieler günstigerer Alternativen weltweit auf Platz 72 steht.

Auch die Hauptstadt erweist sich als vergleichsweise touristenfreundliche Stadt (Platz 100). Die vielen jungen Besucher schlagen sich im Hostelpreis nieder, der bei nur 14 Euro im Schnitt liegt. Am günstigsten erweisen sich trotz hoher Besucherzahlen Zielstädte in NRW wie Düsseldorf, Dortmund und Köln.