Bewegung ist wieder angesagt
Bewegung ist wieder angesagt

Bewegung ist wieder angesagt

Die Deutschen bewegen sich wieder mehr. Gerade um Rückenleiden vorzubeugen, tut mehr Bewegung auch gut.

Solche Bewegungsmuffel, wie oft behauptet wird, sind die Deutschen doch nicht. Beinahe jeder zweite Bundesbürger treibt laut einer repräsentativen Umfrage der Apotheken Umschau zumindest einmal pro Woche eine halbe Stunde Sport. Damit ist der Anteil derjenigen, die sich sportlich betätigen, von 2001 bis 2014 um 6,2 Prozentpunkte angestiegen. 27,9 Prozent der Befragten geben an, gar keinen Sport auszuüben, das sind 9,4 Prozent weniger als im Jahr 2001. Das Ergebnis der Umfrage deutet darauf hin, dass Sport im Gesundheitsbewusstsein der Deutschen eine große Rolle spielt.

Mehr bewegen hilft Beruftstätigen bei Rückenbeschwerden

Gut wäre es, sollte sich dieser Trend fortsetzen, denn wie der aktuelle Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) zum Vorschein bringt, müssten sich noch viel mehr deutsche Beschäftigte zum Sport aufraffen. Wie aus dem Report hervorgeht, haben die Deutschen nämlich vor allem mit Beschwerden im Bereich des Rückens zu kämpfen. Rund zehn Prozent der Arbeitsausfälle seien auf Rückenschmerzen zurückzuführen. Die TK geht von etwa 40 Millionen Fehltagen aufgrund von Rückenbeschwerden aus. Schwere körperliche Arbeit ist zwar die häufigste Ursache für Rückenprobleme, Bewegungsmangel, Stress und psychische Belastungen sind jedoch weitere Gründe, warum es immer mehr Berufstätige mit dem Kreuze haben.

Verschiedenen Studien zufolge leiden viele Rückenpatienten vor allem an einer zu schwachen Bauch- und Rückenmuskulatur. Besonders hoch sei das Erkrankungsrisiko bei der Kombination von wenig Bewegung und viel Stress. Aber nicht nur für Rückenleiden – zu hohe Belastung am Arbeitsplatz und wenig Ausgleich durch Sport bergen außerdem ein großes Gefährdungspotenzial für das Burnout-Syndrom, welches gleich nach Rückenproblemen eine der häufigsten Ursachen dafür ist, dass Arbeitnehmer ausfallen.

Voreilige Operationen

Die hohe Zahl der an Rückenschmerzen leidenden Beschäftigten weckt bei den Krankenkassen den Verdacht, dass die Therapien gegen Rückenbeschwerden oft nicht gut gewählt sind. Zu viele Beschäftigte würden wegen ihrer Rückenprobleme zu schnell auf dem Operationstisch landen. Schon vergangenes Jahr schlugen sie deshalb vor, das Augenmerk auf schonende Schmerztherapien zu legen. Ein gezieltes Rückentraining ist zudem unerlässlich für die Vorbeugung von Rückenproblemen, insbesondere für Berufstätige, welche in ihrem Job viel am Schreibtisch sitzen müssen. Um die Rückenmuskulatur zu stärken, ist es allerdings wichtig, auch den Bauch zu trainieren. Denn erst ein ausgeglichenes Zusammenspiel von Bauch- und Rückenmuskeln sorgt für eine gesunde Haltung und gute Bewegungsabläufe. Muskuläre Dysbalancen sind oft der Grund dafür, warum Rückenschmerzen trotz intensiven Trainings der Muskelgruppe nicht nachlassen.

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