Zigarren in der Öffentlichkeit
Zigarren in der Öffentlichkeit

Zigarren in der Öffentlichkeit

Trotz rückläufiger Raucherzahlen bleiben Zigarren ein beliebtes Genussmittel. Vor allem ihre öffentliche Präsenz ist ein wichtiger Faktor für ihre Beliebtheit.

Aktuell hält Frauenliebling und Superstar George Clooney das positive Bild der Zigarre als charismatisches Genussmittel hoch. Zuletzt feierte der Oscar-Preisträger medienwirksam seinen Junggesellenabschied, den er mit Tequila und Zigarre zelebrierte. Letztere bleibt ein Highlight für besondere Anlässe und ist heute in großer Auswahl nicht nur in Fachgeschäften, sondern auch auf digitalen Plattformen erhältlich. Von dort kam vermutlich auch die Zigarre des 105-jährigen Reinhard Rüdiger, die dieser zu seinem Geburtstag geschenkt bekam. Das im Alter von 14 Jahren begonnene Rauchen hat seiner Lebenswartung nach eigener Aussage vor allem dank viel Sport keinen Abbruch getan. Genussraucher werden dieser Erkenntnis wohl beipflichten, auch wenn natürlich der Einzelfall nicht mehr ist als eine nette Anekdote.

Zigarrenlounge trotz Rauchverbot in Gaststätten

Solche Geschichten sorgen weiterhin dafür, dass Zigarren mehr mit Genuss als mit Sucht assoziiert wird. Daher sind es vor allem Zigarren-Lounges, die in vielen Hotels und gastronomischen Betrieben trotz Gesetzen zum Rauchverbot wieder verstärkt etabliert werden. Der Hotel- und Gaststättenverband rät den betroffenen Betrieben, sich genau an die Bestimmungen zu halten. Eine Zigarren-Lounge mit gemütlicher Atmosphäre ist auch in kleineren Lokalitäten möglich. Dafür braucht es einen abgeschlossenen Raum, der über eine entsprechende Be- und Entlüftung verfügt. Die Zigarren gehören in einen speziellen Klimaschrank. Das ist aber weniger eine Sache gesetzlicher als produktbezogener Vorschriften. In dem Raum darf und soll natürlich auch Alkohol ausgeschenkt werden, da vor allem Rum und Whiskey die Aromen einer Zigarre gut unterstützen.

Deutscher Zigarrentabak bleibt Rarität

Während sich das Rauchen von Zigarren einer konstanten Verbreitung erfreut, ist der Tabakanbau in Deutschland maximal eine Randerscheinung. Zum einen ist der bei besseren Arbeitsbedingungen und durch nachhaltigen Anbau hergestellte Tabak teurer als der Durchschnitt auf dem Weltmarkt. Zum anderen ist die Warnhinweis- und Subventionspolitik der EU ein großes Hindernis für heimische Tabakbauern. Neben klimatischen Nachteilen sind diese Gründe maßgeblich dafür verantwortlich, warum nur 3% der hier konsumierten Tabakmenge deutscher Herkunft ist. Dabei handelt es sich meistens um die nikotinarme Sorte Virgin, die auch vielfach für Wasserpfeifen-Tabak verwendet wird.

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