Wie Preise Kunden beeinflussen
Wie Preise Kunden beeinflussen

Wie Preise Kunden beeinflussen

Was ist beliebter, Online-Shopping oder der Einkaufsbummel? Eine Studie zeigt überraschende Ergebnisse. Sie sagt aber auch ganz klar: Der Preis entscheidet, wo deutsche Verbraucher bevorzugt einkaufen.

Deutsche Verbraucher sind preissensibel, und zwar so sehr, dass die Preise beeinflussen, wo sie shoppen gehen. Für 71 Prozent von ihnen ist ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis das entscheidende Kriterium dafür, ob sie für den Einkauf ein Ladenschäft betreten. Der Preis ist wichtiger als die sofortige Verfügbarkeit der Ware (56 Prozent) und die Erreichbarkeit des Geschäfts (55 Prozent). Mehr als drei von vier Verbrauchern (71 Prozent) vergleichen Angebot und Preise vor dem Kauf im Internet.

Wie gut die Angebote im stationären Handel wahrgenommen werden, hängt zunehmend von der Preislandschaft in den Online-Shops ab. Immerhin schlagen 74 Prozent der Verbraucher direkt im Laden zu, wenn der Preisunterschied nur wenige Euros ausmacht. Zu diesen Ergebnissen kommt die PwC-Studie „Modern Retail – Innovative Handelskonzepte im Fokus“.

Online-Preisvergleiche nehmen zu

Die PwC-Umfrage bezieht sich hauptsächlich auf das Bekleidungsgeschäft. Dabei zeigt sich, dass Online-Shopping und Einkaufsbummeln im Laden bei den Verbrauchern gleichauf liegen. 51 Prozent der deutschen Verbraucher kaufen Kleidung und Accessoires online wie auch offline ein. Je mehr der Preisvergleich im Netz jedoch zum Standard wird, umso schwieriger wird es für den stationären Handel mit der Online-Konkurrenz mitzuhalten. Das Phänomen des „Showrooming“, bei dem sich Kunden im Laden beraten lassen und danach im Internet zuschlagen, könnte zukünftig weiter zunehmen.

Wie sehr der Preisvergleich im Netz zugenommen hat, zeigt eine Studie des Marktforschungsinstituts Global Market Insite (GMI) im Auftrag von INTERNET-WORLD Business. Demnach vergleichen sieben von zehn Verbrauchern vor dem Einkaufen „immer“ oder „die meiste Zeit“ die Preise. Nur drei Prozent geben an, selten Preisvergleiche vor dem Kauf anzustellen. Männer bezeugen bei elektronischen Gegenständen mit 75 Prozent die größere Preissensibilität als Frauen (60 Prozent), bei Kleidung und Schuhe achten die Frauen mit 57 Prozent eher als die Männer (43 Prozent) auf den Preis.


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Nach dem Spitzenreiter Google (50 Prozent) gehören Preisvergleichsportalen wie Billiger.de (12 Prozent) zu den beliebtesten Plattformen, welche die Befragten primär für die Preisrecherche nutzen. Google bleibt jedoch nur als erste Anlaufstelle bevorzugt, bei der Customer Journey von Sparfüchsen liegen eher die Preisvergleichsseiten vorne. 45 Prozent der Befragten geben weiterhin an, Billiger.de im vergangenen Jahr für den Preisvergleich aufgerufen zu haben, danach folgen Guenstiger.de (42 Prozent) und Idealo (32 Prozent).

Quelle: © Statista