Sicherheit im Online Marketing
Sicherheit im Online Marketing

Sicherheit im Online Marketing

E-Mail-Marketing ist neute nicht mehr wegzudenken. Der Gesetzgeber Sicherheitslücken geschlossen. Außerdem gibt es Dienste, die für mehr Rechtssicherheit sorgen.

Längst haben sich die traditionellen Wege, Produkte aus allen Wirtschaftszweigen zu vermarkten, einen Weg in die Welt des World Wide Web gebahnt. Durch die Tatsache, dass man bei den meisten Menschen das Gefühl hat, sie wären im Laufe einer Woche öfter on- als offline, hat sich nach nun fast 20 Jahren das Online-Marketing als absolut essenzieller Kanal guter Werbung etabliert.

Doch mit dieser Entwicklung kamen eben auch enorm viele Freiheiten für Trittbrettfahrer und Black-Business Betreiber, die nicht ehrlich ihr Geld verdienten, sondern durch Fake-Emails, Junk und Spam sich selbst oder anderen Konzernen zu einer Menge Geld verhelfen konnten. Die Snowden Affäre hat das Thema Datenmissbrauch anschließend noch einmal in ein komplett neues Licht gestellt.

Auflagen für Newsletter

Daraus ergaben sich erst in den letzten Jahren einige Schritte, die zu mehr Sicherheit vor allem im Mail-Marketing führen sollen. Gemeint damit ist §7 der Unzumutbaren Belästigungen, die im ersten Kapitel der Gesetze gegen den unlauteren Wettbewerb festgelegt sind. So sind Shops verpflichtet, einige Voraussetzungen zu erfüllen, um Kunden auch ohne deren Einwilligungen Newsletter Mails zukommen zu lassen:

  • Der Kunde muss bereits gegen Entgelt Ware erhalten haben. Damit dürfen also nur Bestandskunden mit Werbung versorgt werden.
  • Außerdem dürfen nur eigene Produkte vermarktet werden. Ebenfalls zulässig ist ähnliche Ware, sowie Ergänzungsangebote.
  • Es muss in jedem Newsletter die Option vorhanden sein, den Newsletter entweder direkt abzubestellen, oder abbestellen zu lassen, indem man zuständige Instanzen der Dienstleistung kontaktieren kann. Dies wird von den meisten Unternehmen durch einen einfach Unsubscribe-Button sichergestellt.
  • Anschließend ist der Kunde aus dem Verteiler zu entfernen, ansonsten macht sich das Unternehmen strafbar, wenn nachgewiesen ist, dass der Kunde von seinem Widerspruchsrecht bereits Gebrauch gemacht hat.

Software zur sicheren Vermarktung

Damit haben sich in letzter Zeit vor allem eine Menge schwarzer Spam-Schafe aus der Mail-Marketing Sparte verabschiedet, die illegaler Weise E-Mail Adressen gekauft oder gestohlen hatten, um Werbung für Viagra oder Anti-Viren-Programme zu machen. Außerdem haben viele Shops und Unternehmen wegen des rechtlichen Rahmens ihre E-Mail-Marketing-Kampagnen durch externe Software outgesourced, lassen sie also extern durchführen. Einen Markt dafür gibt es bereits, Dienste wie Newsletter2go bieten auf ihrer Seite die passende Software für Shops, Agenturen, Vereine sowie Großunternehmen an.

Durch ein eingebautes Abmeldemanagement müssen keine Empfänger manuell aus der Liste ausgetragen werden. Das ist rechtssicher und spart vor allen Dingen viel Zeit. Solche Software Produkte haben jedoch noch einen zweiten Vorteil: Durch den zertifizierten Versand kommen E-Mails auch tatsächlich mit hoher Wahrscheinlichkeit bei den Empfängern an und verschwinden nicht im Spam-Folder. Verschickt man als Unternehmen hingegen die Newsletter von eigener Hand, ist dieser Weg oft enorm Ressourcen aufwendig und ineffizient.

Der Markt für E-Mail Marketing ist immer noch ein wichtiger Kanal für die Produktvermittlung an Bestands- sowie an Neukunden. Als besonders effizientes Beispiel dafür ist dabei die Idee des Lifecycle-Mailings zu nennen: Personalisierte Newsletter begleiten den Kunden vom ersten gekauften Produkt, über Geburtstage bis zum erneuten Kauf, so dass der individuelle Customer Lifetime Value steigt. Dabei gilt: Je detaillierter und durchdachter die Kampagne, desto mehr Bestandskunden wird man binden können.