Der Weg in eine neue Arbeitswelt

Die Idee, Menschen über bestimmte Anreize nach Unternehmerabsicht zu beeinflussen, gibt es schon länger. Neu ist, dass Arbeitneher mit Computerspielen animiert werden.

ISeit langer Zeit ist die heutige Industriegesellschaft auf dem Weg in eine neue Arbeitswelt. Vorbei sind die Zeiten, in denen ein Großteil der produzierten Güter ausschließlich von Menschenhand gefertigt wurden. Stattdessen werden die Arbeitsabläufe in großen Fabriken heutzutage maschinell betrieben und erfordern nur noch kleine Eingriffe des Menschen. Dieser Automatisierungsprozess lässt die Zahl der Fabrikarbeiter schrumpfen und die Bedeutung des Dienstleistungssektors wachsen, dessen Nutzen in manchen Bereichen nicht sofort ersichtlich ist.

Denn wie motiviert man Menschen, deren Arbeit kein vorzeigbares Produkt wie z.B. ein Auto oder ein Brot, sondern ein abstraktes, nahezu unsichtbares Gut hervorbringt? Nach neuesten Erkenntnissen könnten Einflüsse aus der Computerspielbranche helfen, lustlose Mitarbeiter für eintönige Arbeitsprozesse zu motivieren.

Gamification als Schlüssel zur Motivation

Bei der Gamification geht es darum, den jedem Menschen eigenen Spieltrieb zu wecken, um monotone Arbeitsprozesse subjektiv angenehmer zu gestalten. Dabei sollen Mechanismen, die Computerspielen entlehnt sind, in den Arbeitsalltag eingebaut werden und so die Einstellung eines Angestellten gegenüber seinen Routineaufgaben positiv verändern. Hinter der Idee steckt grundsätzlich der Gedanke, einen spielerischen Wettkampf unter den Mitarbeitern zu entwickeln, der als Motivationsfaktor die Produktivität steigern soll. Am Ende gibt es dazu wie in jedem Computerspiel eine Leistungsübersicht in Form einer Punkte- bzw. Highscore-Tabelle.

Das Konzept eines Vergleichs- und Belohnungssystems zum Erreichen eines bestimmten Verhaltens ist schon älter. Die Idee, Menschen über bestimmte Anreize nach Unternehmerabsicht zu beeinflussen, steckt hinter gängigen Werbeaktionen wie z.B. dem Sammeln von Flugmeilen zum späteren Einlösen eines Freiflugs. Neu dagegen ist nun der Aspekt, gezielt die Motivation von Arbeitern und Angestellten über einen gesteigerten Unterhaltungswert der Arbeit zu verbessern.

Computerspiele als Wegweiser

Dass sich Personaler und Führungskräfte eines Unternehmens gerade an Computerspielen orientieren, um das Klima innerhalb der Firm zu optimieren, ist nicht verwunderlich. So hat bereits das Wall Street Journal im August 2013 darüber berichtet, dass Strategiespiele kreatives Denken und die Kompetenz zur Lösung von Problemen positiv beeinflussen. Zusätzlich bestätigen zahlreiche andere Studien die Verbesserung von Gedächtnisleistungen und Multi-Tasking-Fähigkeiten von Computerspielen.

Die kognitiven Herausforderungen dürften somit auch ein Grund für die wachsende Popularität von Online-Games sein. Immer mehr Menschen ergänzen die routinierten Aufgaben des Alltags durch abwechslungsreiche Spiele im Internet. Dementsprechend vergrößert sich auch das Angebot an Online-Games auf Portalen wie sat1spiele.de stetig. Ob Unternehmen es schaffen, die Vorliebe des Menschen zum Spielen nachhaltig in die Arbeitsprozesse zu integrieren, werden die nächsten Jahre zeigen. Dabei liegt es auch an der Öffentlichkeit, die Vor-und Nachteile dieser Entwicklung zu beurteilen.

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