United Internet plant TV im Netz

United-Internet-Chef Ralph Dommermuth will Fernsehen im Netz anbieten und sich im Konkurrenzkampf mit den großen TV-Kabelanbietern auf Augenhöhe bewegen.

Die United Internet AG ist eine Aktiengesellschaft und Deutschlands erfolgreichster Webanbieter. Das Hauptaushängeschild des börsenorientierten Internet-Providers ist die 1&1 Internet AG. Diese erwirtschaftet seit geraumer Zeit den größten Umsatz des Konzerns.

Neben der 1&1 Internet AG gehören auch andere Produkte zu dem Internet-Riesen. Dazu zählen allen voran die Marken WEB.DE und GMX. Außerdem speichern die Rechenzentren des Unternehmens einen Großteil der deutschen Websites. Im Kern besteht der Konzern bereits seit Ende der 1980er Jahre. Gegründet wurde das Unternehmen als 1&1 EDV-Marketing GmbH von Ralph Dommermuth und Wendelin Abresch. Dommermuth ist bis heute Vorstandsvorsitzender der United Internet AG und Deutschlands einziger Internet-Milliardär.

Flaggschiff 1&1

Die Produktpalette der 1&1 Internet AG besteht vor allem aus zwei Hauptsektoren. Zum einen Webhosting, und zum anderen der Sektor Access, unter den die DSL-Anschlüsse von 1&1 fallen, die mit verschiedenen Flatrates erhältlich sind. So vereint zum Beispiel die Doppel-Flat Telefon und Internet und bietet dem Kunden sowohl günstige Telefonie als auch DSL-Tarife. Zudem bietet 1&1 Mobilfunktarife über das Vodafone- und E-Plus-Netz an.

Dommermuths neuer Streich

Doch damit nicht genug. Dommermuth plant bereits den nächsten Schachzug mit seinem Unternehmen. Mit der Marke 1&1 plant er die Investition in lineares Internet-Fernsehen. Ziel ist es sich im Konkurrenzkampf mit den großen TV-Kabelanbietern auf Augenhöhe zu bewegen. Wann jedoch der Einstieg erfolgen soll, steht noch nicht fest.

Notwendig ist diese Offensive laut Dommermuth, da viele Breitbandneukunden sich aufgrund der schnelleren Internetzugänge von bis zu 100 Megabit pro Sekunde für Kabelnetzbetreiber entscheiden. Da 1&1 mit Verbindungen von bis zu 50 Megabit pro Sekunde zwar hervorragende DSL-Leistungen anbietet, aber mit den Verbindungsraten der Kabelanbieter nicht mithalten kann, gilt es aufzustocken.

Dank einer neuen Vectoring-Technik ist es laut Dommermuth bald auch DSL-Kunden möglich, mit bis zu 100 mBit/s im Internet zu surfen. Somit stünde 1&1 den Kabelnetzanbietern in nichts mehr nach. Dommermuth ist optimistisch, dass die neue Vectoring-Technik bereits in naher Zukunft in 60 Prozent der deutschen Haushalte verfügbar sein wird.

Warum DSL?

Der Begriff „Digital Subscriber Line“ (DSL, dt. digitaler Teilnehmeranschluss) beschreibt einen Hochgeschwindigkeitszugang zu in das Internet. Ein Vorteil dieser Art von Verbindung ist, dass man für sie den normalen Telefonanschluss nutzen kann. In der Regel wird außerdem ein Modem vom jeweiligen Anbieter mitgeliefert.
Die tatsächlichen Geschwindigkeiten der Datenübertragung hängen letztendlich von dem Datenvolumen ab, welches im Vertrag festgelegt wird und ebenso davon, wie viele User einen Anschluss letztendlich nutzen.

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