Immobilien-Preise entspannen sich

Langsam aber sicher entspannt sich der deutsche Immobilienmarkt. Großer Beliebtheit erfreuen sich weiterhin vor allem Neubauhäuser.

Im vergangenen Jahr befanden sich die Werte für Wohnimmobilien in Deutschland in einem Niemandsland. Das ganze Jahr über stiegen die Preise stetig an, ohne jegliche Aussicht auf Rückkehr zur Normalität. Eine Stabilisierung der Verhältnisse schien in weiter Ferne zu liegen. Besonders klar stellt dies ein Artikel aus dem Bau-Portal baulinks.de dar: Neubauhäuser haben es allein im Zeitraum von 2012 bis heute auf mehr als 123 Zählpunkte geschafft (Hauspreis-Index EPX, Zählpunkte lassen sich als Prozente interpretieren, die einen Vergleich zum Normal-Level von 100 darstellen). Einzig Bestandshäuser bleiben ein wenig ab vom Sprung. Hier ist die Nachfrage zurückgegangenen. Beim Projekt „eigene Immobilie“ entscheiden sich die meisten Paare und Familien entweder für den Neubau oder für ein Mietshaus als „Probelauf“.

Vor allem das selbst gebaute Haus erfreut sich einer Grafik der Europace AG zufolge großer Beliebtheit. Dass hier nach wie vor ein hohes Preisniveau herrscht, hängt zum einen mit der steigenden Nachfrage und zum anderen mit den positiven Wirtschaftsprognosen zusammen. Zukünftige „Häuslebauer“ können jedoch mit einer Vielzahl an Programmen rechnen, mit denen der Staat ihnen zur Seite steht, und auch private Firmen haben es sich zur Aufgabe gemacht, Neubau-Anwärter finanziell zu unterstützen. Ein prominentes Beispiel stellt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) dar, die Bauherren bei der Teilfinanzierung unter die Arme greift. Auskünfte und Programmübersichten dazu bietet die ING Diba, die in diesem Fall als Partner und Vermittler agiert.

Eine solche Förderung ist dabei nicht nur beim „rohen“ Neubau von Vorteil, auch Sanierungsarbeiten können gefördert werden. Heizungsarbeiten, Wärmedämmung, Erneuerungen von Außenelementen, Energieumverteilung und einige andere Tätigkeiten können kostspielige Faktoren sein. Auf die richtige Förderung sollte man vor allem bei Energiesanierungen achten. Diese können zum Beispiel durch Umweltfonds gefördert werden.

Baumessen 2014 – Energieeffizienz als Schwerpunkt

Energiesanierung ist auch das Thema der diesjährigen bautec. Die größte Messe der deutschen Baubranche findet vom 18. bis zum 21. Februar statt. Der Modernisierungsaspekt und nachwachsende Rohstoffe werden die Hauptthemenbereiche darstellen, dem sich die zahlreichen Aussteller (ganze 891 aus über 22 Ländern) widmen werden. Bereits 2012 fanden über 57.000 Interessierte ihren Weg auf das Messegelände am ICC. Dieses Jahr werden mindestens doppelt so viele Besucher erwartet. Nähere Infos lassen sich auf bauherren.de oder direkt auf der Veranstalterseite der bautec einsehen.

Insgesamt lohnt es sich also definitiv, über das Projekt Eigenheim nachzudenken. Nach wie vor stellen Immobilien das wohl krisensicherste Investment da, vor allem in Zeiten einer europäischer Währungskrise. Denn mit dem eigenen oder gar fremdgenutzten Haus ist man gegen Stagnierung und Fall des Euros zumindest teilweise abgesichert.

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