PKW-Neuzulassungen erneut gesunken

 Der Motor der Automobilbranche stottert. Die größten Verluste bei Neuzulassungen verzeichneten Importeure. Doch auch deutsche Autobauer mussten Verluste hinnehmen.

 

NDas Jahr 2013 war sicherlich keines, das Autohändler jubeln ließ. Schließlich wurden 2013 laut Auto-Motor-Sport 4,2 Prozent weniger Neuzulassungen als noch im Vorjahr verzeichnet. Das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg registrierte demnach 2.952.431 Neuzulassungen von PKWs, ein deutlicher Rückgang gegenüber 2012. Bereits 2012 war ein Rückgang von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen.

Die größten Verluste hatten Importeure zu verzeichnen, z.B. Alfa Romeo (-53 Prozent), Lancia (-46 Prozent), Peugeot (-23 Prozent), Citroën (-21 Prozent), Lexus (-42 Prozent), Subaru (-21 Prozent), Honda (-17 Prozent), Suzuki (-13 Prozent), Nissan (-12 Prozent) und Mitsubishi (-10 Prozent). Doch auch deutsche Autobauer verloren an Neuzulassungen, wobei sich Mercedes mit -1,4 Prozent noch am besten behaupten konnte. Audi verzeichnete ein Minus von 5,5 Prozent, BMW – 5,8 Prozent und Volkswagen -4,6 Prozent. Dafür konnten die VW-Töchter Seat mit 22 Prozent, Skoda mit 9 Prozent und Porsche mit 1,4 Prozent zulegen. Ford und Opel schlossen ebenfalls mit Verlusten von jeweils 4 bzw. 3 Prozent ab.

Die Anteile von benzin- (50,9) und dieselangetriebenen (47,5) Fahrzeugen waren 2013 etwa gleich stark. Elektroautos verdoppelten dagegen ihren Anteil, kamen aber dennoch nur auf numerisch 6.000 Fahrzeuge. Bei den Fahrzeugsegmenten entfielen dem Kraftfahrt-Bundesamt zufolge mit 25,6 Prozent die meisten Neuzulassungen auf die Kompaktklasse, die mit Abstand beliebteste in Deutschland. Darauf folgten Kleinwagen mit 16,3 Prozent, Mittelklassemodelle mit 12,6 Prozent, SUVs mit beachtlichen 8,3 Prozent, Geländewagen mit 7,4 Prozent, Minis bzw. Kleinstwägen mit 6,9 Prozent, Oberklassefahrzeug mit 5,3 Prozent und Sportwagen mit 1,4 Prozent. Vans machten insgesamt 10,9 Prozent aus, und Nutzfahrzeuge bzw. Transporter lagen bei 4 Prozent.

Wachstum in den USA und China

Die Lage in Deutschland deckte sich jedoch mit derjenigen in der Europäischen Union, wo es zu einem Rückgang der Neuzulassungen von insgesamt 1,7 Prozent kam, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) berichtet. Die einzigen Zuwächse weltweit konnten die wichtigen Märkte in den USA mit 7,5 Prozent und China mit satten 23 Prozent verzeichnen. Aufgrund des Zuwachses dort konnten deutsche Autobauer ihre Verluste im heimischen Markt einigermaßen ausgleichen, sodass Daimler ein Plus von 4 Prozent einfuhr, während BMW und Volkswagen ihre Verluste in Europa in der Gesamtbilanz mit -0,8 Prozent bzw. -0,6 Prozent zumindest stark begrenzen konnten.

Gebrauchtwagenmarkt legt zu

Was dem Neuwagenmarkt trotz zahlreicher Zugeständnisse an die Käufer durch erweiterte Modellpaletten und Preiskämpfe nicht gelang, erreichte dafür der Gebrauchtwagenmarkt. Dieser konnte laut Kraftfahrt-Bundesamt mit immerhin 2,9 Prozent erneut zulegen. Allein bei den PKWs waren es 7.092.354 Halterwechsel, womit ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht wurde. Überregionale Gebrauchtwagenportale wie Autoscout können sich also weiterhin über glänzende Geschäfte freuen. Ohnehin erfolgen bereits mehr als 20 Prozent aller Autokäufe über das Internet, wie ein Bericht der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) von 2013 erläutert.

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