Das Versagen der Europäer

Europa macht unzufrieden; aber es sind die Europäer mitsamt ihrer europäischen Kultur, die enttäuschen. Weil sie den jahrhundertelangen Blutrausch um Macht und Geld beschönigen und die Macht heute den Fremdenlegionären der Globalisierung überlassen.

Das EU-Parlament in Brüssel / Quelle: Wikipedia/WimBarbier Das EU-Parlament in Brüssel / Quelle: Wikipedia/WimBarbier

Es gibt viele Gründe für die Unzufriedenheit mit diesem EU-Europa und den Europäern. Drei davon sollen hier ein bisschen breiter behandelt werden, es gibt weit mehr. Und das ist jetzt keine wissenschaftlich-objektiv entzerrte (oder verzerrte) Thematisierung, sondern ein kleiner individueller Essay, geboren aus Enttäuschung und verlorenen Hoffnungen.

1. Das Weiterbestehen der fatalen Europäischen Geschichtsschreibung

Egal ob im Geschichtsunterricht in den Schulen, in Büchern und in den immer flacher werdenden Zeitungs-Beiträgen[i], oder in den vielen Fernsehsendungen, die sich – in nachkriegsdeutschem Bildungsbestreben – mit geschichtlichen Themen beschäftigen: Nahezu immer stehen die europäischen Gebieter, Könige, Fürsten, Diktatoren im Zentrum. Die Länder und Herrscher, Staaten und Dynastien geraten in eins, sie rinnen zusammen,  Herrschernamen und die Jahreszahlen der Schlachten sind die Wegemarken dieses herkömmlichen und weiter gepflegten Geschichtsverständnisses. Immer ging und geht es dabei um die Exzesse dieser Herrscher und ihrer machtversessenen Klüngel, aber ohne dass das auch beim Namen genannt wird.

Man braucht sich nur als ein Beispiel das Jahr 1866 mit der Massenabschlachtung bei Königgrätz auf Wikipedia[ii] ansehen. „Den Anlass zum Krieg gab der Konflikt um den Besitz der von Österreich und Preußen gemeinsam verwalteten Gebiete Schleswig und Holstein im Anschluss an den deutsch-dänischen Krieg“ heißt es da ganz sachlich und damit stets schöngeredet; Österreich ist das Stellvertretungswort für den Massenmörder Kaiser Franz Joseph, und Preußen für den König Wilhelm I.

Die Massenmörder

Nirgendwo steht, daß diese Massenmörder ihre Völker in einem fort grauenhaft haben abschlachten lassen. Niemand sagt, daß diese Herrscher im eigentlichen Wortsinn hundertausendfache Mörder, Raubmörder waren, die sich überhaupt nicht um die Schicksale ihrer Mitmenschen geschert haben. Schlachtvieh waren unsere Ururgroßväter, Menschenmaterial, das man hämisch, zynisch eingesetzt hat. Mitsamt den Schicksalen ihrer Eltern, Frauen und Kinder.

Bis heute korrigiert niemand dieses In-Eins-Setzen von Staaten und Völkern mit ihren Tyrannen, immer noch heißt es: Preußen wollte mit Österreich dies und jenes militärisch klären, oder umgekehrt. Keiner spricht die Wahrheit aus: Diese skrupellosen, gierigen Mördercliquen in Preußen oder Österreich haben ihre Völker immer wieder vernichtet und ganz blutig für ihre schmallippigen Neurotizismen und Machtgelüste geopfert, niemand hat ihnen, diesen Mördern, denen es nur um Macht und Erhalt von Luxus ging, das Handwerk gelegt. Verbrecher, Aristokraten-Gesindel, die heute noch immer staatstragend gehuldigt werden, als hätten sie im Namen einer höheren Macht so, genauso und nicht anders handeln müssen und das mußte schicksalhaft oder gottgewollt eben alles so sein.

Bild: Karl Kollmann

Bild: Karl Kollmann

Skelettierte Geschichte

Das ist die skelettierte Europäische Geschichte, der Skandal ihrer immer gleichen Erzählung und das vergangenheitsgleichgültige, indolente Leben der 500 Millionen auf diesem Erdteil. Ein mörderisches Abschlachten von Millionen und Millionen Menschen, das sich über Jahrhunderte hingezogen hat. Angefangen von Karl dem sogenannten Großen bis hin zum Faschismus mitsamt aller ihrer unzähligen Schergen, Mitnicker, Mitläufer, Hetzer und Blockwarte. Diese Blutgeschichte ist den Europäern gleichgültig, sie läßt sie gefühlskalt sich zurücklehnen.

Erst mit Hitler und Stalin setzt das Grausen vor der Massenvernichtung ein, aber die Jahrhunderte davor bleibt die blutige Geschichte staatstragend, abscheulos, und zu unser aller Identität empfohlen. Das Militär, das Kriegführen, das massenhafte Abschlachten von Menschen bleibt legitim, selbstverständlich, stets von der Aura des Ruhmreichen, des Alternativlosen umweht. Die exzessive deutsche Fernsehaufarbeitung des Naziterrors ändert auch nichts daran. Selbst in der ZDF-Serie „Die Deutschen“ (Produktion 2008 und später) ist der jahrhundertelange Massenmord im Interesse der Machtcliquen nur ein selbstvergessenes Achselzucken.
Allein schon aus diesem traditionellen, aber wahnwitzigen Geschichtsdenken heraus, machen sich die Europäer obsolet. Es hat sich, außer in Nuancen bis heute nichts geändert. Ein diplomatischer Militäreinsatz in Afghanistan, geschämige Unterstützung in Libyen oder in Mali – Herrschaften ordnen an, Tote kommen im Sarg per Flugfracht zurück, die ausländischen Toten sieht man nicht. Die Staatsräson schickt nach wie vor ihre Untertanen – mittlerweile gut bezahlt und auf deren Ehrgeiz setzend – in neue Schlachtfelder. Moderner halt als vor 150, 100, 75, oder wenn man an den Balkan denkt, vor einem Dutzend Jahren. Europa hat keine Kriege verhindert.

2. Die falsche Demokratie

Der Staatenbund, der sich Europäische Union nennt, reklamiert für sich, das heißt, die Funktionäre reklamieren für sich, demokratisch, die Ultima ratio von Kultur zu sein – und alternativenlos. Und da gibt es ein Europäisches Parlament, in dem die Lobbyisten drängeln, auch teilweise selbst drinn sitzen, Vielflieger-Abgeordnete, die vor lauter Arroganz und Selbstgefälligkeit jedes Model in den Schatten stellen können, eine Europäische Kommission, die eine Unmenge schön in Szene gesetzter Hearings anberaumt, wo dann aber Diskussionen regelmäßig ganz schnell abgewürgt werden, weil so wenig Zeit geblieben ist. Es geht dabei nur um den Anschein, um die Wirkung, nicht um Inhalte. Dazu gehören auch die vielen Beamten, die zwar eloquent mehrsprachig parlieren können, aber eben nur Phrasen und neoliberale Binsenweisheiten wiederholen und schönreden.

Das ist das Ergebnis eines schon längst in eine – zugegeben sanfte (Enzensberger[iii])  Diktatur entrückten Staatenbundes, der aus rigid-repräsentativen Demokratien besteht, in denen die Wähler alle paar Jahre darüber abstimmen dürfen, welche von den nationalen Parteien sie für das kleinere Übel halten.

 

Bild: Karl Kollmann

Bild: Karl Kollmann

Die EU-Monarchien

Übrigens, mehr als ein Viertel der EU-Staaten sind im 21. Jahrhundert immer noch Monarchien. Belgien, Dänemark, Großbritannien, Holland, Luxembourg, Schweden, Spanien. Die haben noch bis heute ein auf Volkskosten ausgehaltenes Königshaus, ein adeliges Schmierentheater mit Hofzeremoniell und Luxus sondergleichen, bezahlt von den Bürgern, den Untertanen. Diese Länder sollen als Demokratien durchgehen? Das soll die Wirklichkeit zweieinviertel Jahrhunderte nach der französischen Revolution sein?

Klar, stimmt schon, viele Menschen lieben oder verehren ihre Monarchen und deren Luxusleben, für das sie offenbar gern bezahlen, und viele kaufen sich auch noch die Glamourmagazine, die über die Gemütsregungen dieser Hoheiten berichten. Was geht in diesen Europäern eigentlich vor?

Nun, man kann über die 20 Republiken der EU natürlich auch kritisch denken und die hier herrschende Struktur aus Parteien, Verbänden und vor allem der (organisierten) Wirtschaft als selbstreferentielle nacharistokratische Klasse sehen, die zwecks Selbsterhalt der neuen Klasse die Bürger instrumentalisiert. Am republikanischen Selbstverständnis der Schweiz gemessen, sind auch diese anderen 20 Länder in der demokratischen Entwicklung steckengeblieben – obschon dort ebenfalls der Einfluß der organisierten Wirtschaft immens ist. Da wie dort gäbe es viel zu tun.

3. Die Fremdenlegion der Funktionäre

Das EU-Europa ist eine Wirtschaftsinteressensgemeinschaft, ein Staatenbund mit sanfter Diktatur der globalisierten Industrie. Der Dokumentarfilm „Das Brüssel Business“[iv] hat das recht deutlich nachgezeichnet. Der „European Round Table“ der großen Industrie gibt die Ziele der Wirtschaft, die Reden und Rechtstexte vor, und die EU-Kommission verlautbart genau das kurze Zeit später als europäischen Vorschlag im Interesse aller.

Das EU-Parlament ist durchsetzt von Lobbyisten; insbesondere auf konservativer Seite, die rosarote und blaßgrüne Seite schaut hier mit großen Augen zu und riskiert da und dort vielleicht einmal ein paar abmildernde Vorschläge. Der EU-Rat (der nationalen Regierungsvertreter) hat meist nur Interesse an irgendeinem Konsens und national nutzbaren Befindlichkeiten. Alle handelnden Personen sind sich jedoch einig, daß diese EU eine wunderbare Sache und vor allem: alternativenlos ist. Obschon es überall im Gebälk ziemlich korrupt zugeht, 1999 mußte die Kommission als Ganzes zurücktreten, ab und zu erwischt es einen Kommissar oder einen Ministerpräsidenten oder Minister, – die Korruption ist überall zuhause, eben auch in der Politik.

In so einer Konstellation kann man, wie das in Griechenland oder Italien geschehen ist, die nationalen Parlamente widerspruchslos entmündigen, oder wie im Fall der EZB (Europäischen Zentralbank) einfach mit Augenzwinkern Recht brechen. Und neue handelnde Personen werden aus dem Freundeskreis von Goldman-Sachs geholt, die mittlerweile als Netzwerk die USA wie die EU beraten und kontrollieren.

Nebenbei erwähnt, in so einer Lage muß man dem britischen Premierminister Cameron direkt dankbar sein. Mit der von ihm angesprochenen Option eines EU-Austritts (wohl vornehmlich zur innenpolitischen Beruhigung gesagt), hat es erstmals einen Tabubruch gegeben, ein kleines Erdbeben für das monolithische Denken der Alternativenlosigkeit dieser Europäischen Union.

Nicht nur die Industrie ist im Hintergrund der EU tätig, auch die multinationalen Organisationen wie WTO (World Trade Organisation) und die OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development), „Better Policies for Better Lives“ ist deren PR-Motto, die OECD ist durch die PISA-Studien bei vielen Mitteleuropäern bekannt. PISA dient dazu, Druck auf die nationalen Bildungssysteme zu machen. Vielmehr: auf die Ausbildungssysteme, denn Bildung interessiert nur, soweit sie als Personalressource für Unternehmen verwertbar ist.

Marktentwicklung und moderner Kolonialismus

Beide Organisationen hatten sich neben der EU-Kommission vor ein paar Jahren intensiv für das MAI-Abkommen (Multilateral Agreement on Investment) eingesetzt, das die Nationalstaaten vollständig entmündigt, gewissermaßen modern kolonialisiert hätte. In letzter Minute ist es damals einigen NGOs gelungen, einen Wirbel zu schlagen, sonst wäre das einfach so durchgelaufen wie das Glühlampenverbot und viele andere Dinge. Die Brüsseler Söldner der Industrie raffen sich ja unter dem Motto des Binnenmarktes auch Sachverhalte, die sie gar nichts angehen, etwa den Umbau der Universitäten. O je, hätten dann wohl viele nationale Minister gesagt – das haben wir gar nicht gemerkt.

Nein, die Akteure in Brüssel sind Fremdenlegionäre der Industrie, die auf zivilem Weg Europa industrieorientiert umgestalten, die das machen, was die organisierte große Industrie haben möchte, um bessere Wettbewerbschancen zu haben = mehr Geld in den Unternehmen zu verdienen und üppige Managerboni einzustreichen. Stets begleitet von der Universalrhetorik, daß Wettbewerb und natürlich der Freihandel ja immer Wohlstand für alle bringen. Dazu gibt es dann und wann auch ein paar Zuckerl für die Verbraucher, Höchstgrenzen bei Roaming-Tarifen etwa, Kostenbegrenzungen bei Auslandsüberweisungen, Schadenersatz bei Urlaubsreisen. Hat auch den angenehmen Nebeneffekt, diese Segmente im Wachstum anzukurbeln.

Bild: Karl Kollmann

Bild: Karl Kollmann

Zweifel

Einerseits schaut es in Europa, bei den Europäern schlimm aus. Andererseits ließe sich noch  genügend machen, miserable Entwicklungen wären korrigierbar, na klar gäbe es Alternativen. Die Finanzmärkte könnten gebändigt werden, wenn die Politik nur wollte; die Politik ließe sich bändigen, wenn es in den Republiken mehr partizipative Elemente gäbe; das könnten sich die Bürger sicherlich ertrotzen; in den EU-Monarchien könnten die Bürger ihre Könige verjagen; dem Militärischen ließe sich sein verdinglichter Charakter entzaubern; das Wort „alternativenlos“ könnte geächtet werden; mit den vielen Milliarden, die in Rüstung und technische Entwicklung a la CERN, Weltraumforschung und militärisch-polizeistaatliche Entwicklung gesteckt werden, könnte Armut vollständig beseitigt, ein ansprechenderes Europa hergestellt werden.

Die meisten Menschen wären für eine friedlichere Zukunft zu haben, aber es hat den Anschein, sehr viele sind müde. Von der Alltagspolitik vergrämt bis angeekelt, wird die verbliebene Energie in den Konsum gesteckt, den mitgelieferten Arbeitszwang nimmt man in Kauf[i]. Und die kleinen Freuden, die die Konsumindustrie verheißt, die wird man sich nicht nehmen lassen: ein neues Notebook, ein etwas größeres Auto, einmal eine schöne Reise um die Welt, ein eigenes Häuschen vielleicht. Überschaubares, frustriertes Glück, der kleine Schrebergarten in einem unwirtlichen und voller Probleme steckenden Europa.



[i] Karl Kollmann: In den Fesseln der Arbeits- und Konsumgesellschaft,  Diskussionspapier Konsumökonomie und Konsumökologie, Juni 2012; http://goo.gl/dPQsi .



[i] Marcus Klöckner: Brüderle-Debatte: Die passive Revolution im Journalismus, telepolis 04.02.2013,
http://www.heise.de/tp/artikel/38/38498/1.html .

[iii] Hans Magnus Enzensberger: Sanftes Monster Brüssel oder die Entmündigung der Bürger, Berlin 2011.

[iv] Friedrich Moser, Matthew Lietaert: The Brussels Business – Wer regiert die EU? Österreich 2010.

Über Karl Kollmann

Karl Kollmann, Titularprofesser der WU-Wien, Vorsitzender des österreichischen Verbraucherrates (ASI), viele Jahre in der Verbraucherpolitik tätig, früher auch Berater der Europäischen Union in Verbraucherfragen. Beschäftigt sich mit Konsum- und Haushaltsökonomie sowie Technikökonomie. Weitere Artikel

22 Kommentare zu Das Versagen der Europäer

  1. Es liegt mir völlig fern, die VERBRECHEN (natürlich waren die Handlungen oder das Unterlassen) der damaligen “Führungen” Aktionen, die man nur SO bezeichnen kann, aber das, was in der Vergangenheit geschah ist das Eine, das, was unsere EU-Führung z.B. mit der EUROGENDFOR plant, ist das andere! – Anscheinend hat man NICHTS, oder vielleicht auch ALLES gelernt, um das dumme Volk unter allen denkbaren Umständen im Zaume halten zu können! Lassen sie mich es SO sagen: DIE “EU” muß WEG – ERSATZLOS!

  2. Wissen sie,was mich am Menschsein stört..
    Die Ignoranz..der Geschlechterrrassismus der
    auf Seiten der Frauen und Kinder,viel mehr Opfer
    hinterlassen hat,als all die Kriege zusammen.
    Das der einzige Süßwasserdelphin,der im Janghtse
    zuhause war in diesem Jahrtausend sinnlos ausstarb,
    obwohl man die sechs georteten noch umsiedeln
    wollte,sie aber schlichtweg vergaß..
    Das man den Mammon anbetetet..Plastikmüll
    und sonstige sinnlose Produktion,die den
    Planeten schadet..mich stört sovieles,da würde
    eine Klorolle vollgeschrieben werden..
    Gebt den Menschen sinnvolle Arbeit und die
    Chance anständig zu leben..von mir aus,zurück
    zum Trauben stampfen und dem Butterfaß..
    Das die Moore renaturiert werden,die besten CO2 Speicher.
    Und kümmert euch zuallererst um Europa und nicht
    der ganzen Welt…
    Der Islam läßt sich nicht befrieden.

    • ….Der Islam läßt sich nicht befrieden….

      ich korrigier dich etwas: der Islam lässt sich nicht unterjochen und versklaven unter den westlichen imperialismus

  3. DANKE an Karl Kollmann für diesen hervorragend geschriebenen Beitrag!
    Ich kann das inhaltlich bis auf das letzte Satzzeichen so stehen lassen.

  4. @Wolfram….
    Ihrer Aussage kann ich mich nur anschließen.
    Es ist gut, dass es noch einige gibt, die die Entwicklung in Europa realistisch einschätzen
    und diese auch mitteilen.
    Den Politikern traue ich nicht mehr zu, dass sie Fehlentwicklungen korrigieren und ein Europa zum
    Wohl der Bürgr schaffen. Sie können es nicht, warum auch immer.
    Wenn sie gezwungenermaßen so handeln, wie sie handeln, dann sehe ich kein friedliches Europa
    für die Zukunft.
    Was derzeit zu sehen ist, kann auf Dauer niemals aufrechterhalten werden, es ist gegen die
    Natur des Menschen, es ist auch gegen die Gesetzmäßigkeiten der Natur algemein.
    Wer Menschen willkürlich in die Armut, in die Not treibt, wer ihnen die
    Existenzgrundlagen raubt, der wird über kurz oder lang scheitern.
    Ein Land, das vorgibt, dass es die Armut in der Welt bekämpfen will, aber vor der Haustüre Millionen
    Obdachlose hervorbringt, wo viele im Winter buchstäblich erfrieren, sojemand hat seine Glaubwürdigkeit
    verloren,
    Sojemand ist auch Europa. So hat es garantiert keine Zukunft.
    Europa findet auf keinem Gebiet das vernünftige Maß, keine Ausgewogenheit , egal wo man hinschaut.,

  5. Danke für diesen hervorragenden Artikel!

    Die mächtigen Konzerne sind im Verbund mit Königshäusern und einigen Milliardären die tatsächlichen Fädenzieher und Herrscher der Welt. Noch werden wir mit einer Scheindemokratie, getürkten Statisten sowie “Brot und Spielen” möglichst ruhig gestellt.

    Leider wird die “Schlinge” immer enger um uns gezogen. Die Ziele, die mit MAI verfolt wurden, wurden längst nicht aufgegeben. Sog. “Strukturreformen” und “Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit (=andere Worte für neoliberale Werkzeuge wie Sozialabbau, Lohndumping, Verlust von Arbeitnehmerrechten, Abbau von Umweltstandards, etc) lassen immer breitere Bevölkerungsschichten in die Armut und letzten Endes in die Mittellosigkeit und damit völlige Abhängigkeit schlittern. (Mit Abbau von Umweltstandards meine ich, dass unter dem Deckmantel “Klimarettung” bzw. erneuerbare Energie mehr Verbrechen an der Umwelt bzw. Umweltzerstörung begangen werden, als je zuvor!). Die unter dem Deckmantel “Erhöhung der Sicherheit” immer stärker ausgebauten Überwachungsinstrumente werden und letztendlich als verarmte, unter Repressalien leidende, ständig überwachte und gegenüber die hochtechnolog. Waffen (Drohnen, etc.) hilflose Menge zurücklassen.

    Ich sehe leider schwarz, weil ich fürchte, dass wir uns das so lange gefallen lassen, bis es endgültig zu spät ist.

    • @Norbert….
      Zitat : Ich fürchte,, dass wir uns das solange gefallen lassen, bis es zuspät ist….

      Das ist schon zuspät . Wir haben uns das solange gafallen lassen, bis es zuspät war.
      Jetzt müssen wir damit leben, egal was noch kommt.
      Die Masse hat sich im Wohlstand gesonnt und hat die aufziehenden Gewitterwolken
      nicht gesehen, oder nicht sehen wollen.
      Die Weichen sind gestellt, die Fakten sind geschaffen, das Geld ist verjubelt, die Staaten bankrott,
      und die Party geht weiter, natürlich auf Pump wie immer.
      Unsere Verantwortlichen haben entweder nichts begriffen,
      oder sie sind unvorstellbar skrupellos,
      oder das Ganze ist tatsächlich nur noch “alternativlos “,
      das heißt Geld weiterdrucken bis zum bitteren Ende
      oder , das Ganze ist so gewollt, dann ist es nicht nur alternativlos ,
      sondern total aussichtslos und unumkehrbar. (das reinigende Gewitter)
      Fazit : Es kommt wie geplant, finden wir uns damit ab und sorgen uns vor.!
      Wir können nichts mehr ändern, denn, es wird sicher gewählt wie immer, so bleibt alles wie es ist.
      Drei Dinge vermehren sich rapide—-das Geld und die Armut und die Millionäre.

  6. Das sage ich schon seit Jahrzehnten, dass alle europäischen Königshäuser hinterfotzige Heuchler, Parasiten und tatsächlich die direkten Nachkommen perverser Massenmörder und Psychopaten sind!
    Das Blut an Ihren Händen ist unvorstellbar viel, genau wie die Berge von Geld und Gold in ihren Kellern.
    Doch die dummen Massen huldigen diesen Verbrechern auch noch und fallen auf ihre in den Medien inszenierten, völligen Belanglosigkeiten herein und interessieren sich somit für einen Haufen Scheissdreck!
    Ja, sie sind es, welche die Fäden ziehen im Hintergrund und das Geld der europäischen Steuerzahlen in ihre Safes scheffeln fürs Nixtun!
    Sie verblöden unsere Jugend, damit keiner auf die Idee kommen mag, dass diese Blutsauger und Mörderbanden eigentlich verjagt, ja eigentlich hingerichtet werden müssten.
    Amen!

  7. …aber es sind die Europäer mitsamt ihrer europäischen Kultur, die enttäuschen…

    Und es sind auch die Europäer mitsamt ihrer politischen Unkultur, die enttäuschen.
    Wobei ich zu meiner eigenen Schande gestehen muss, sehr lange Jahre ebenfalls ein Schaf gewesen zu sein.

    An all die anderen Schafe: Es gibt einen Ausgang, man muss sich nur dorthin bemühen.

    Das aber ist offenar den meisten bereits zuviel Aufwand. Wenn diesen aber nicht genug Schafe nehmen und somit Druck ausüben, wird sich nicht nur nichts ändern, sondern es wir immer schlimmer werden, denn kein Widerspruch wird als Bestätigung für den “richtigen” Weg aufgefasst.

    Wir sollten die Schuld des unmündigen Bürgers nicht unterschätzen. Es gehören zwei dazu: wir – 99,99 Prozent – und sie, ein paar Familienclans. Das sollte doch zu schaffen sein.

  8. Europa ist für mich dann kulturell vielfältig und wunderschön, wenn ich nicht an die €uropäische Einigung (?) und an gewisse geschichtliche Umstände (A. der Starke oder K. der Große u.v.a.m.) erinnert werde: Eine zusammenwachsende Demokratie ist soweit für den Bürger entfernt wie der Mond. Aber Zeit verbringen in Europa finde ich verdammt wertig, am liebsten mit ZeitgenossInnen :-)

  9. @all
    Ich finde, dieser Beitrag ist es wert verbreitet zu werden.
    Tun wir es.
    Ich denke, mit Angabe der Quelle gibt es da keine Probleme.

  10. Sehr gut analysiert und auf den Punkt gebracht – im letzten Absatz – warum so wenig Menschen sich auflehnen.
    Dazu passt dann nahtlos dieser Bericht aus dem Focus:

    http://www.focus.de/finanzen/news/tid-29319/political-correctness-klappe-zu_aid_911015.html

    Hier ist auch der Film dazu – „Das Brüssel Business“

  11. Ich finde es nicht hilfreich, etwa Franz Joseph I. oder Wilhelm I. als Verbrecher und Massenmoerder zu bezeichnen, weil 1) die uebergrosse Mehrheit der Menschen sich nicht selbst beherrschen kann und will und daher “Herrscher” nicht nur braucht, sondern geradezu anzieht (ob gekroente Haeupter oder das heutige sogenannt demokratische, durch und durch korrupte Komoedienpersonal ist unerheblich) und oft ganz freiwillig dazu bereit ist, das eigene Leben “hoeheren” Zielen zu opfern 2) Anarchie oder Herrschaft durch global agierende Grosskonzerne – theoretisch moegliche Alternativen – weder zu gerechteren Ergebnissen fuehrt, noch sich laengere Zeit irgendwo praktisch bewaehrt hat 3) der Ausdruck “Massenmoerder” geschichtlichen Figuren wie Mao oder Stalin vorbehalten bleiben sollte, da der inflationaere Gebrauch von Begriffen nur dazu fuehrt, dass sie ihre definitorische Schaerfe verlieren, beliebig werden und zu Sprachverwirrung fuehren 4) der Ausdruck “Massenmoerder” innerstaatlichem Strafrecht entstammt und etwa auf Moerder wie den Norweger BREIVIK, nicht aber auf zwischenstaatliche Gewaltanwendung anwendbar ist 5) die Erde und das Leben auf ihr unvollkommenes Stueckwerk ist und bleibt, da weder Regierende noch Regierte Engel sind, welche im Himmel in Gottes Naehe und Angesicht schweben, sondern Menschen, deren Natur es entspricht, als Individuen und als Staaten hin und wieder, um Interessen durchzusetzen, die nicht verhandelbar sind, zur Gewalt ihre Zuflucht zu nehmen und Erwartungen an die jenseitige Welt nicht ohne komplette Frustration auf die diesseitige Welt uebertragbar sind! 6) es im Leben der Voelker Lebensinteressen gibt, die zur Geltung gebracht und durchgesetzt werden muessen und jeden Einsatz rechtfertigen (zugegebenermassen hat man dafuer in einem sterbenden Volk wie dem Deutschen, dass politisch korrekt seine eigene Abschaffung bezahlt und ihr gar noch applaudiert keinerlei Vewrstaendnis mehr; man weiss gar nicht mehr, was es heisst, ein Volk mit Verantwortung vor der Geschichte, ein “Gedanke Gottes” mit einer bestimmten Mission, ein Subjekt der Geschichte zu sein; stattdessen ist man seit Jahrzehnten daran gewoehnt, aus Bruessel, Tel Aviv oder Washington DC ferngesteuert zu werden und versteht sich nurmehr als etwas wie ein lose und unverbindlich zusammengewuerfelter Konsumverein und suhlt sich in perversem Suendenstolz und gefaellt sich darin, der moralische Fussabstreifer des Restes der Welt zu sein… doch die Geschichte laesst sich nicht ignorieren, sie wird zurueckkehren und nach Hitlerei und Sozialismus auch diesen ignoranten Wahn zerschmettern!) 7) Kleinbuergermoral und verweltlichtes Pseudochristentum (a la Friede, Freude, Eierkuchen) als Massstab zur Beurteilung geschichtlicher Prozesse nicht taugen.

  12. Summa summarum ergibt sich daraus das Programm einer (noch fehlenden!) ANTI-EU-Partei:

    Zu 1.
    Es ist KLARTEXT im Sinne der Aufklärung angesagt.
    Anstatt zensierter EU-Propaganda à la Göbbels aus dem Bildungs- und Medienkartell.

    Zu 2.
    Die STATISTEN in den “Parlamenten” gehören vom Hof gejagd.
    Hofschranzen und Steigbügelhalter sind verfassungsfeindliche Parasiten.

    Zu 3.
    Der FEUDALISMUS muss nachhaltig entsorgt werden.
    Direkte Demokratie statt EU-Oligarchie der Finanz-, Industrie- und Parteien-Kartelle.

    Fazit:
    Zurück zur Demokratie im Sinne der Schweizerischen, Amerikanischen und Französischen Revolution.
    Zurück zur national- und rechtsstaatlichen Souveränität und simplen Freihandelszonen à la EWG.
    Zurück zur Geldschöpfung durch Nationalstaaten mittels Zerschlagung des Bankenmonopols.

    Alles ganz natürliche und logische Forderungen!
    Alles ganz einfach und transparent umsetzbar!
    Alles ganz demokratisch per Volksabstimmung legalisierbar!

    Umso erstaunlicher ist dagegen die nackte Tatsache, dass sich diese EU-Diktatur
    in so kurzer Zeit, im 21. Jahrhundert, mitten in Europa, überhaupt etablieren konnte…

    Tag für Tag vor den Augen von 500 Millionen Bürgern vom Nordkap bis Zypern. Unglaublich!

    Nur Eines muss man dem GEGNER bescheinigen:
    Der Aufbau dieser Kolonial-, Fremd- und Besatzungsmacht war ein strategisches Meisterstück!
    GOTT, PAPAST UND KAISER in Personalunion…
    Das ist zuletzt nur Julius Caesar gelungen; von der Römischen Republik zum Römischen Kaisertum.
    Aber da war die Welt noch eine Scheibe. ;-)

    • Mehr dazu in diesem Essay über den EU-Gottesstaat …

      http://www.nordseemagazin.com/wohlstand-im-notstand-brusseler-eu-als-neuer-gottesstaat/

      und seine Auswirkungen in alltäglichen Lebensbereichen
      am Beispiel eines simplen aber schönen Produkts: Das Fahrrad …

      http://www.nordseemagazin.com/gutes-rad-ist-teuer-die-neue-leidenschaft/

      Viel Vergnügen! ;-)

    • Zitat
      Das sich diese EU Diktatur in so kurzer Zeit , im 21. Jahrh. , mitten in Europa, etablieren konnte
      :Ein strategisches Meisterstück…..ds ist zu letzt nur Julius Cäsar gelungen…..
      ——–
      Ja, das ist enorm, eine erstaunliche Leistung. dAs zeigt aber auch ganz klar, das das alles
      ein perfekt ausgearbeiteter Plan war, der vor vielen Jahrzehnten detailgenau erarbeitet wurde.
      Das beweist auch, das man alle , die darauf hingewiesen haben, bewusst denunziert und für Verrückte erklärt hat. Man hat dafür das berühmte Zeitgeist..Schlagwort…”Verschwörungstheoretiker” verwendet, sie damit in die Ecke gedrängt und wieder besser diese der verleumdung und Lüge bezichtigt.
      Heute sehen wir, sie hatten recht und die Erbauer dieser EU haben skrupellos gelogen.
      Sie hatten haben einen Plan, den haben sie noch, der wird durchgezogen. Der Zweck heiligt die Mittel,
      auch die Lüge . Diese Strategen denken langfristig, in Jahrzehnten,
      der normale Bürger denkt von heute bis morgen, für mehr reicht es nicht. Deshalb ändert sich auch nichts
      mehr.
      Vorerst, jedenfalls. Langfristig gesehen, wird es der EU genauso gehen , wie dem Römischen Reich.
      Es ist ohne sichere Fundamente erstellt, auf Scheingeld und “Pump..Wohlstand,” der gerade zerbricht.
      Das einzige , was sie all die Jahre zusammengehalten hat, was das Interesse an grenzenlosen Finanzcasinos, Spekulationsmöglichleiten, Bereicherung der Eliten , Marktkonzentration , Privatisierung und Globalisierung
      um jeden Preis.
      Dieser Preis ist jetzt nicht mehr bezahlbar.
      Jetzt springen sie alle wie ein Affe im Käfig und suchen einen Ausgang, den es aber nicht mehr gibt.

  13. Karl Bernhard Möllmann // 12. Februar 2013 um 08:58 // Antworten

    ZITAT:
    “Niemand sagt, daß diese Herrscher im eigentlichen Wortsinn hundertausendfache Mörder, Raubmörder waren, die sich überhaupt nicht um die Schicksale ihrer Mitmenschen geschert haben.”
    .
    Also Karl Kollmann – SIE sagen es doch – und das auf eine hervorragende Weise !
    .
    Vielleicht darf ich den Gedanken dahingehend erweitern, das auch George W. Busch in die Reihe der Massenmörder gehört – noch ist Zeit ihn in Den Haag anzuklagen.
    .
    Aber mindestens so schlimm ist die Ermächtigung Barack Obama’s zum blutrünstigen Diktator, die der wohl intelligenteste US-Denker Paul Craig Roberts hier beschreibt: http://www.paulcraigroberts.org/2013/02/11/obamas-expanding-kill-list-paul-craig-roberts/
    .
    Amerika sagt im Moment noch, wo’s lang geht – und Amerika ist auf Krawall gebürstet – um es mal ganz extrem zu beschönigen . . .

  14. Alter Knacker // 12. Februar 2013 um 11:24 // Antworten

    Sehr gut beschrieben! Das entspricht in etwa dem Geschichtsunterricht meines Lehrers in der Mittelschule in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. “Ihr müsst nicht lernen, wie viele Kinder August der Dicke mit Katharina der Dürren hatte, sondern die Logik der Abläufe. denn diese wiederholen sich immer wieder.” Und nur wenn man sich mit der immerwährenden Wiederkehr der grundsätzlichen Folge von Ursache und Wirkung beschäftigt, lernt man. Diese Fürstenherrschaft ohne jede Zustimmung der Völker wurde dann aber abgelöst durch eine Scheindemokratie. Dieses war möglich geworden durch die Verbreitung der Presse, der Medien. Nun waren alle Bürger schein- informiert und damit mitschuldig an den Handlungen der Machthaber. Zuerst haben das die Machthaber in Amerika erkannt. Kriege in Hawaii, Mexico, Philippinen, Kuba, usw. usw. Alle wurden mit von der Presse verbreiteten Lügen und Halbwahrheiten begonnen. eine herausragende Rolle haben z.B. im Krieg gegen Spanien, (Cuba) die Journalisten Hearst und Pulitzer gespielt. https://de.wikipedia.org/wiki/William_Randolph_Hearst/
    Der in der Hearst-Presse veröffentlichte Schlachtruf lautete „Remember the Maine, to hell with Spain“ (Denkt an die Maine, zur Hölle mit Spanien), obwohl zu diesem Zeitpunkt eine spanische Schuld an dem Unglück noch gar nicht zur Diskussion stand. Hearst ging sogar noch weiter. Er beauftragte seinen Korrespondenten Remington, in Havanna zu bleiben und Bilder zu schicken, damit er, Hearst, den Krieg machen könne („You furnish the pictures. I’ll furnish the war.“, W. R. Hearst).
    Dieses System hat bis heute Bestand und wurde und wird immer weiter verfeinert. Deshalb müssen die Menschen arbeiten, immer mehr müll produzieren, im Scheinwohlstand leben, möglichst keine freie Zeit haben, rabotti, rabotti,….

  15. Heute ist Themenabend auf Arte TV (über die Machenschaften in der EU)
    20.15 Uhr: The Brussels Business (entspricht dem bereits weiter oben geposteten Link auf Youtube)
    21.30 Uhr: Im Vorzimmer der Macht
    22.00 Uhr: Water makes Money

    am 26.2. ebenfalls auf Arte TV
    21.45 Uhr: Staatsgeheimis Bankenrettung

  16. @Norbert

    Aus informierten Kreisen ist zu hören, dass die Doku “Water makes Money” bereits in wenigen Tagen aus den Internetportalen verschwinden könnte.

    Hintergrund, siehe hier:
    http://www.watermakesmoney.com/

    Video-Link:

  17. pedrobergerac // 15. Februar 2013 um 00:00 // Antworten

    Damit NIEMAND auf die Idee kommen könnte, Die Scheisse wäre echt vorbei.
    Der “Weltgeltbetrug” auf “Zeit-Fragen”.
    Weiteres will ich mir hier voreerst verkneifen. Es ist zu heavy.

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