Über eine Million EU-Bürger gegen Spekulation mit Trinkwasser

Bürger machen Front gegen die EU-Diktatur. In nur 14 Tagen unterzeichneten über eine Million Menschen einen Aufruf gegen die Privatisierung der Trinkwasserversorgung! Ihr Credo: Wasser darf nicht zum Spekulationsobjekt werden.

Von wegen Politikverdrossenheit: Zumindest beim Thema Trinkwasser zeigt sich eine überraschend große aktive Ablehnung gegen die Pläne der EU-Kommissare, die Trinkwasserversorgung privaten Konzernen überlassen zu wollen. Das Wasser scheint den EU-Bürgern heilig zu sein. Bis zu einer generellen Ablehnung einer nicht demokratisch gewählten EU-Kommission ist es zwar noch weit, aber ein großer Schritt ist bereits getan.

Am 23. Januar schrieb ich den Artikel „Brüssel will Trinkwaser zum Spekulationsobjekt machen„. Am Ende des Artikels wird auf den Link von right2water.eu verwiesen, auf deren Website sich EU-Bürger mit ihrer Unterschrift gegen die Privatisierung von Trinkwasser aussprechen können. Sehr viele Blogs und schließlich auch TV-Sender machten auf dieses Thema aufmerksam. Das Ziel der großartigen Initiative von right2water.eu war ursprünglich bis September eine Million Unterschriften zu sammeln, weil dann das Thema im EU-Parlament behandelt werden muss. Am Erscheinungstag des o.g. Artikels waren es immerhin schon 366.000. Heute, also etwas mehr als zwei Wochen später, ist die Millionenmarke bereits geknackt.

Logo der Aktion "Wasser ist ein Menschenrecht"

Logo der Aktion „Wasser ist ein Menschenrecht“

Wieviele Unterschriften mögen es bis September sein? Zehn Millionen? Es zeigt sich, dass nicht nur auf den Straßen von Spanien, Portugal und Griechenland eine breite Front gegen die EU-Diktatur zu beobachten ist, wo sich im Wechsel Massenproteste und Generalstreiks gegen die EU-Spardiktate richten, die in diesen Ländern zu sozialen Katastrophen führen.

Nun hat auch die vermeintlich wohlhabende Bevölkerung in der Mitte Europas mehr und mehr die Nase voll von den meist sehr konzernfreundlichen EU-Gesetzen. Die gesundheitsgefährdende Energiesparlampe war sicher ein Wegbereiter. Viele Bürger fühlen sich hintergangen und nicht rechtzeitig informiert, nachdem die Quecksilber-Meldung die Runde machte und mit dem Doku-Film “Bulp Fiction” aufgedeckt wurde, dass lupenreine Lobby-Arbeit dahinter steckt.

Dieses Mal aber wird die EU-Kommission rechtzeitig nass gemacht. Und auch, wenn die EU 2 Millionen Euro für Beamte ausgeben will, die im Internet EU-kritische Stimmen analysieren und diskreditieren sollen, dann zeigt es nur, dass die EU-Kommission die Panik packt, die Felle davon schwimmen sieht. Die Bürger spüren nun: Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Dikatatur auf!

Weitere Texte von Björn Kügler/Denkland finden Sie hier.

Über Björn Kügler

Björn Kügler ist freier Schreiber. Auf GEOLITICO beschäftigt er sich vornehmlich mit gesellschafts-politischen und sicherheitspolitischen Themen. Kontakt: Webseite | Facebook | Twitter | Weitere Artikel