Berliner Flughafendebakel

Absturzursache ist die Hybris einer unfähigen Macht-Elite

Absturzursache ist die Hybris einer unfähigen Macht-Elite

Auf dem Gelände des neuen Berliner Flughafens erleben wir den Absturz der  parlamentarischen Demokratie in eine Bauruine. Fehlentscheidungen werden gedeckt, Verantwortung wird schlicht verweigert.

Inzwischen lacht die halbe Welt über das Berliner Flughafendebakel. Seit ein Journalist bei der Verschiebung des Eröffnungsdatums im Mai 2012 twitterte „Niemand hat die Absicht, einen Flughafen zu bauen”, verbreitet sich dieser an die berühmten Worte des DDR-Parteichefs Walter Ulbricht zum Mauerbau angelehnte Satz wie ein Virus durchs Internet. Hohn und Spott ergießen sich über die verantwortlichen Politiker. „Mr. Wowereit, please open this Gate!“, veralbern die User den Regierenden Bürgermeister, indem sie an Ronald Reagans berühmte Aufforderung an die sowjetischen Machthaber erinnern: „Mr. Gorbatschow, tear down this wall!“

Es kann keinen Zweifel daran geben, dass das Flughafen-Desaster der größte Image-Schaden für den Wirtschaftsstandort Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg ist; zugleich ist es aber auch der beste, weil nicht zu leugnende Beleg für eine zutiefst beschämende Untauglichkeit der handelnden Politiker.

Die Gesetze der Politik

Wegen der schludrigen Kontrolle des wirtschaftlichen und technischen Baufortschritts durch die beiden Chefs der Flughafenbaustelle, Klaus Wowereit und Matthias Platzeck, muss der Steuerzahler nun viele Millionen Euro mehr für den Flughafen aufbringen als zuvor mit ihm vereinbart. Im Geschäftsleben würde die Angelegenheit wohl vor Gericht landen. In der Politik gelten andere Gesetze.

So soll der Flughafen Berlin-Brandenburg einmal aussehen / Quelle: Wikipedie/Robert Aehnelt

So soll der Flughafen Berlin-Brandenburg einmal aussehen / Quelle: Wikipedie/Robert Aehnelt

Politiker müssen in solchen Fällen die Verantwortung übernehmen und abtreten. Früher war das selbstverständlich. Da legten Minister sogar dann ihr Amt nieder, wenn ihnen persönlich kaum etwas vorzuwerfen war. Sie übernahmen die politische Verantwortung für das Handeln des ihnen unterstellten Umfeldes.

So nahm der damalige Verteidigungsminister Georg Leber gegen den Willen von Bundeskanzler Helmut Schmidt am 1. Februar 1978 seinen Hut, weil der Militärische Abschirmdienst ohne sein Wissen die Telefonate seiner Sekretärin abgehört hatte, die verdächtigt wurde, für die DDR zu spionieren. Einer seiner Nachfolger, Gerhard Stoltenberg, trat am 31. März 1992 wegen einer umstrittenen Panzer-Lieferung an die Türkei ab. Innenminister Rudolf Seiters ging am 4. Juli 1993, weil bei einem Polizeieinsatz gegen den flüchtigen RAF-Terroristen Wolfgang Grams ein GSG-9-Beamter und Grams ums Leben kamen.

Bis der Staatsanwalt kommt

Ihnen allen wurde für ihr Verhalten mit Respekt begegnet, ihr Abtreten bedauert. Heute hingegen kleben Politiker an ihren Ämtern. Wie unwürdig das enden kann, zeigen die Beispiele von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der des Plagiats überführt worden war, und von Bundespräsident Christian Wulff, der erst ging, als die Staatsanwaltschaft ermittelte.

Wowereit und Platzeck stehen nach sieben Jahren Bauzeit vor einer Ruine, die von Tag zu Tag mehr Geld verschlingt und, wenn überhaupt, möglicherweise erst 2017 nutzbar sein könnte. Weil „Air Berlin“ sich auf die Zusagen der Politik verließ, steht die namhafte Fluggesellschaft bereits mit einem Bein im Konkursverfahren. Von der Airline und anderen Unternehmen, die auf dem neuen Flughafengelände investierten und nun keine Einnahmen erzielen können, drohen horrende Schadenersatzklagen. Doch Wowereit und Platzeck regieren unverdrossen weiter. Und sie wissen dabei sogar eine parlamentarische Mehrheit hinter sich!

In seiner Regierungerklärung fabulierte Platzeck, der Großflughafen sei in “sehr schwerwiegender Weise in Not geraten”.  Statt aber die eigenen Fehler einzugestehen, verbat sich der brandenburgische Ministerpräsident, dass ein unabhängiger Mann aus der Wirtschaft nun die Führung des Aufsichtsrates übernehme. Der Flughafen sei ein Projekt der öffentlichen Hand und bedürfe einer politisch legitimierten Aufsicht, sagt Platzeck.

Gelogen und betrogen

Dieser Anspruch ist, nach allem, was geschah, geradezu eine Unverschämtheit. Schließlich war es die Politik, die  beim Flughafen Schönefeld von Anfang an nicht mit offenen Karten spielte. Als die ersten Pläne geschmiedet wurden, war nämlich nicht Schönefeld, sondern das brandenburgische Sperenberg der von Flughafen-Experten favorisierte Standort. In dem vom Berliner Abgeordnetenhaus eingerichteten Untersuchungsausschuss mochte sich nicht jeder der Befragten daran erinnern, dass der Standort Berlin-Schönefeld damals in den Experten-Gutachten nur auf Rang sieben landete.

Überall gab es mehr freie Flächen, weniger Wohnhäuser und Naturschutz als in Schönefeld. Doch die Politik wollte einen stadtnahen Flughafen und verwarf Rat und Warnungen der Experten. Wider besseres Wissen wurden kurzerhand rund 100 Hektar Ackerland für insgesamt 200 Millionen Euro aufgekauft – und ein neues Raumplanungsverfahren eingeleitet, das zu dem politisch gewünschten Ergebnis führen sollte. Warum da so schnell gekauft wurde und wer am meisten daran verdiente, ist bis heute nicht geklärt.

Bei Wikipedia kann jeder nachlesen:

„Nach langen Verhandlungen einigten sich der Bundesverkehrsminister, der Regierende Bürgermeister von Berlin und der Ministerpräsident des Landes Brandenburg – der allerdings darauf hinwies, dass Brandenburg den Standort Sperenberg für besonders geeignet hält – im sogenannten Konsensbeschluss vom 28. Mai 1996 darauf, ,für den heute erkennbaren Bedarf und unter Berücksichtigung der Möglichkeiten der BBF’ den Flughafen Schönefeld zu einem ,Single-Airport’ zu entwickeln und die Flughäfen Tempelhof und Tegel zu schließen.“

So nahm das Unheil seinen Lauf. Alle Bürgerproteste wurden abgebügelt – nicht nur von der Politik, auch von den Gerichten. In dem gesamten Verfahren spielten die Interessen der Menschen, die diesen Flughafen einmal nutzen sollten und die als Anwohner unter ihm leiden würden, so gut wie keine Rolle. Von ihnen hatte sich die Politik von Anfang an abgewandt.

Täter und Handlanger

So ist das Berliner Flughafen-Debakel auch ein Fanal des Niedergangs der deutschen parlamentarischen Demokratie. Wenn maßgebliche Bürgerinteressen von keiner großen Partei mehr vertreten werden, haben die Parteien ihren repräsentativen Anspruch verwirkt. Parlamente verkommen zu Handlangern einflussreicher politischer und wirtschaftlicher Interessengruppen. Kontrolle findet nicht mehr statt.

Am Ende dieses Prozesses steht Berlin nun vor einer unfassbaren Katastrophe. Die Politiker der Hauptstadt des wirtschaftlich stärksten Landes in Europa suchen händeringend nach einem Retter ­– oder nach einem Paten aus der Wirtschaft, dem sie das ganze Unglück anlasten könnten. Aber es gibt weder den einen noch den anderen, denn die Hybris der gesamten an dem Projekt beteiligten Macht-„Elite“ ist die Ursache des Unheils, weil die Politik schon vor langer Zeit den Respekt vor ihrer Aufgabe und ihrer Verantwortung verloren hat.

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20 Responses to Absturzursache ist die Hybris einer unfähigen Macht-Elite

  1. Grinario says:

    “… denn die Hybris der gesamten an dem Projekt beteiligten Macht-„Elite“ ist die Ursache des Unheils, weil die Politik schon vor langer Zeit den Respekt vor ihrer Aufgabe und ihrer Verantwortung verloren hat.”

    Wie im Kleinen, so im Großen. Auch das Projekt “Europa” ist auf diese Weise aus dem Ruder gelaufen.

    • Johannes says:

      “So ist das Berliner Flughafen-Debakel auch ein Fanal des Niedergangs der deutschen parlamentarischen Demokratie.”

      Sehe es so wie Sie Grinario!

      Dieses Debakel, verantwortet durch die Politik ist Blaupause und Menetekl zugleich für das noch viel größere kommende Debakel der gescheiterten “Euro-Rettung” und der Desintegration Europas.

    • slowfoto says:

      Hoch-Tief hatte ein schlüsselfertiges Angebot für 2,5 Milliarden €uro. Warum wurde das nicht realisiert?

  2. dw-seneca says:

    super Artikel, auf den Punkt gebracht.

  3. Erich Schlapphut says:

    Selbst haftende Unternehmer sollten öffentliche Aufträge meiden, als Subunternehmer sowieso.
    Lieber ohne Auftrag pleite als mit Auftrag pleite.
    Politiker denken nicht mal im Traum daran Euch zu helfen.

    • C.M. says:

      @Erich Schlapphut,
      genauso ist es.
      Die Verantwortung wird jetzt solange hin und her geschoben, bis daraus eine Bauruine wird. Diese sollte dann unter Denkmalschutz gestellt werden.
      Da sie das Versagen unserer Politik symbolisiert.

  4. cashca says:

    Debakel einer unfähigen Regierung.
    Hybris einer Machtelite, genau so ist es.
    Damit ist alles gesagt.
    Wie sagt man doch , Dummheit und Stolz, wachsen auf einem Holz.
    Die Arroganz und die Überheblichkeit der heutigen Regierenden hat Ausmaße erreicht, die sind nur noch abstoßend. Größenwahn begleitet von Realitätsverlust, was soll man da machen, ausser abwählen. Wie wir sehen, das klappt auch nicht, als, hinein ins Verderben, in den Bankrott, dann werden die leute schon aufwachen.
    Wer zu faul ist zu denken, der muß eben die Zeche bezahlen.
    Wünsche den Berlinern einen guten An – und Abflug.
    Das leben ist eben nicht nur –PARTY—manchmal muß man auch “DENKEN ” !

  5. primal says:

    Naja,dann macht euch mal schon bereit zum Kauf von Saatgut und baut Nahrung wenigstens auf dem Balkon an.Oder auch mal im Wald oder am besten Überall.Geht sogar in der Wohnung.Denn wenn dann kein Geld mehr da ist,hat man wenigstens noch für eine Weile etwas zum Kauen.Jedenfalls solange bis auch das letzte Samenkorn durch Vergiftung seiner Seele für den Menschen Unbrauchbar gemacht worden ist.Denn wir wissen ja,”Hauptsache Arbeit”…nicht wahr ^^

  6. Jürgen Jakubeit says:

    Das Einzige den Politikern vorzuwerfende Versagen liegt m. E. nicht im Versagen bei der Kontrolle der Bauprojekte sondern in der Tatsache, dass der Bau nötiger Infrastrukturmaßnahmen umfunktioniert wird zur Bauförderung für Denkmäler für Politiker und Parteien. Wer investiert möchte gelobt und gepriesen und unterm Strich sogar gewählt werden. Deshalb wird so ein Aufsichtsratsposten nur wegen der Öffentlichkeitswirksamkeit angestrebt und ausgeführt nach dem Motto: “die tun was”. Die Ausübung einer wirksamen Kontrolle wird weder verlangt noch gewünscht. Nur wenn das Projekt dann scheitert, verlangt die Öffentlichkeit nach einem Verantwortlichen und möchte ein paar Köpfe rollen sehen.

    Der Bau des Berliner Flughafens wird jetz mit den Olympiabauten in London verglichen. Hier war ja alles so problemlos und sogar günstiger als geplant. Dies ist eine Aussage, die mit Sicherheit so nicht stimmt. Der Unterschied liegt zum Ersten darin, dass man Olympia wollte. Ohne Wenn und Aber. Und man wollte die Fertigstellung zu einem festgelegten Zeitpunkt. Dies bedeutete natürlich eine Kostenkalkulation und eine Zeitplanung, die erhebliche Risiken bereits im Planungsstadium abdeckte. Risiken sind Kosten die dann auch ohne Wenn und Aber zu tragen sind. Folglich lag der Gesamtpreis auch um Vieles höher, als er hierzulande politisch vertretbar zu sein schien. Welch Wunder, dass man in London unter Budget bauen konnte. Ehrlich wäre es, eine Nachkalkulation aufzustellen, die die Frage klären könnte, ob das Londoner Bauvorhaben nicht preisgünstiger zu erstellen gewesen wäre. Aber wer tut das? Alle sind happy.

    Ebenso schlicht erscheint der Vorwurf, Politiker in Aufsichtsgremien hätten eine besondere Verantwortung, weil sie mit den Geldern der Steuerzahler umgehen. Wie mit dieser besonderen Verantwortung Befähigung zur Kontrolle von Großbauvorhaben verbunden sein soll, entzieht sich meiner Vorstellung. Geradezu naiv ist es zu glauben, dass die in Brasilien von Thyssen-Krupp versenkten Milliarden den Steuerzahler nicht träfen. Es trifft ihn in Form von entgangenen Steuern, die dieses Unternehmen in Folge des Verlustes nicht zu zahlen hat. Es trifft ihn abermals in Form von staatlichen Transferleistungen für entlassene Mitarbeiter und es trifft ihn in Form höherer Stahlpreise für öffentliche Bauvorhaben. Wieso bleibt der Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp in der öffentlichen Meinung dann ungeschoren? Und dieses Beispiel ist nur bekannt, weil es zu so ungeheuerlichen Verlusten geführt hat, dass man sie nicht unter den Teppich hat kehren können. Verluste geringerer Natur sind auch in der Wirtschaft an der Tagesordnung und gehen im allgemeinen Katastrophenszenario unter.

    Also halten wir doch den Ball flach und stilisieren die Weigerung in solchen und ähnlich gelagerten Fällen nicht von politischen Ämtern zurückzutreten zum Angriff auf die Demokratie hoch.

    • Karl Bernhard Möllmann says:

      . . .
      Kleines Detail am Rande: Die couragierten Engländer haben sich getraut, EINEM einzigen Mann die künstlerische Regie der Spiele anzuvertrauen . . .
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      Da wir unser Führer-Debakel immer noch nicht verdaut haben, KÖNNEN wir Deutschen noch nicht wieder alles auf eine Karte setzen – wir MÜSSEN statt dessen die Verantwortung TEILEN.
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      Das hat manchmal Vorteie – stellen Sie sich vor, Wowi nicht Chef von Berlin, sondern von der Deutschland GmbH . . . ?
      .
      Meist aber hat die TEILUNG Nachteile – siehe Stuttgart21 – wo jetzt nur viel Lärm um nichts bleibt . . .
      .
      Ein demokratisch geführtes Militär verliert garantiert JEDE Schlacht & JEDEN Krieg.
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      Die wahre Herausforderung für die Zukunft liegt nach meiner Meinung in einem NEUEN Studienfach: Menschen-Kenntnis.
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      Und auf diesem Fach-Gebiet ist der Fußball uneren Politikern um Lichtjahre enteilt – denn im Fußball weiss jedes Kind, daß es nur einen Messi, nur einen Bernd Schuster, nur einen Maradonna gibt.

  7. Karl Bernhard Möllmann says:

    . . .
    dazu passt die Beobachtung, daß BEIDE deutsche Wirtschafts-Wunder ( Preussen vor 300 Jahren & Germany vor 60 Jahren ) zu Zeiten von MINI-Regierungen stattfanden.
    .
    Unser Unheil heute sind einfach viel zu viele Politiker, die, für die echten Aufgaben meist ungeeignet, lieber vom Staat versorgt sein wollen, und krampfhaft – zwecks Rechfertigung ihrer 100 % sicheren Gehälter, Diäten, Zulagen, Aufwandsentschädigungen, Dienstwagen, Dienstflugzeuge, Luxusrenten, Immunität bei Verschwendung von anvertrauten Geldern der Bürger, etc. etc. – dem Bürger zeigen wollen WAS sie können, indem sie sich Aufsichtsrat Posten zuschachern.
    .
    Da sie aber nur Politik können – also gelernte Maulhelden sind – geht derartiges Ansinnen meist gründlich in die Hose.
    .
    Wie Flughafen geht, hat in München der unvergessene Willi Hermsen der gesamten Welt demonstriert, und der hatte seinen Beruf von der Pieke auf gelernt !

  8. Ich frage mich die ganze Zeit, wie dieses Debakel mit der Tatsache zusammenpasst, dass Berlin kein Bundesland und Deutschland nach wie vor nicht souverän ist, wie ja Schäuble bestätigte vor einer Runde von Bankern.

    Aber irgendwie habe ich den Schlüssel noch nicht gefunden.

    Geht es nur darum, Berlin so viel wie möglich Schulden aufzuladen, bevor die Bürger irgendwann merken, dass Berlin gar kein Bundesland ist? Das wäre eigentlich zu simpel für die Bande.

  9. Pingback: 21. Jahrhundert » Blog Archiv » Absturzursache BER ist die Hybris einer unfähigen Macht-Elite | Geolitico

  10. Alter Knacker says:

    Das Grundproblem liegt darin, dass uns Bürgern schon vor der Wahl vorgeschrieben wird, wen wir wählen dürfen. Die Listen der zur Wahl bereitstehenden bzw. bereitgestellten Politiker werden vorher in den Hinterzimmern der Parteien ausgekaspert. Auf Grund des Verhältniswahlrechtes steht also schon vorher fest, wer mit Sicherheit in die Parlamente kommt, die Politiker mit den obersten Listenplätzen. Und aus welchen Berufsgruppen kommen die? Politologen, Soziologen, Pädagogen, Demagogen, Polizisten und Juristen. Alles Leute, die in Ihrem Beruf nach dem System arbeiten, “Wir tun was wir können, uns gelingt nur nichts, aber wir kassieren trotzdem”, eben Dienstvertragler. Ein produktiv tätiger Mensch, der es gewohnt ist nach Werkvertrag (erst die Arbeit, dann das Geld) zu arbeiten, kann es sich nicht leisten, in die Politik zu gehen. Wie kann er 8 oder 12 Jahre als Politiker außerhalb seines Berufes arbeiten und dann wieder einsteigen? Die Berufswelt hat sich dann gedreht. Denkt mal an die “MINT-Berufe”, gut, Mathematiker geht villeicht noch, aber Informatiker, Naturwissenschaftler, Techniker? Alle 5 Jahre 50% des Wissens neu.
    Eine Änderung findet in grundsätzlichen Dingen immer erst nach einem Zusammenbruch des Systems statt.
    Also macht euch keine falschen Hoffnungen! Der große Knall kommt!

  11. zdago says:

    @unfähigen Macht-Elite

    j – aber da sollte man doch hinzufügen, daß das eine gewollte Inkompetenz ist!
    Die Zerschlagung des erfolgreichen Schulsystems, die Gendrisierung und Multi-Kulti-gesellschaft der 68-er Versager ist nicht gottgewollt, sondern von den Besatzungsmächten bewußt organisiert.

    Wie Churchill schon erklärt hat : ein Krieg gegen deutschlands Wirtschaftsmacht ..

    wie es auch Hans Arnold, deutscher Botschafter in Den Haag und Rom …, am 18. Mai 1990, im Hamburger Wochenblatt Die Zeit veröffentlichte. Titel: “Deutschland mu8 sich selbst entmachten.”

    oder auch Carl Friedrich von Weizsäcker
    “Der bedrohte Friede – heute”, Hanser, München 1994

    Es ist nicht wirklich neu – nur den meisten unbekannt.
    Und für die meisten derer, die davon wissen, gilt folgendes Wort von Jakob Rothschild:
    Die Wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, daß aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die grosse Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmassen, daß das System ihren Interessen feindlich ist.
    mfg zdago

  12. EuroTanic says:

    Die Politiker machen genau das, wofür sie bezahlt werden. Denn sie sind die besten Politiker, die man für Geld kaufen kann.

  13. Vielen Dank. Sehr schöner Artikel, den ich heute oder morgen auf meinen Blog unter http://www.frank-welskop.de/ verlinken werde. Das Bauchaos ist noch lange nicht beendet. Ich gehe sogar davon aus, dass der BER gar nicht eröffnen wird. Und selbst wenn der Bau fertiggestellt werden sollte, da man nun vor der BER-Eröffnung nicht nur sanieren muss, sondern auch noch umbauen und erweitern, ist der BER nicht betreibbar. Denn der BER ist fast ausschließlich kreditfinanziert und der anfallende Schuldendienst ist einfach grauenhaft, übersteigt die mickrigen Umsätze der Flughafengesellschaft bei weitem, während Subventionen in den laufenden Betrieb nicht genehmigungsfähig sind. Nachdem mein Buch “BBI-ein neuer Berliner Bankenskandal?” im Jahr 2009 veröffentlich wurde und dieses Dilemma vorhergesagte, betreibe ich meinen Blog um das permanente Chaos zu aktualisieren: Denn es kommt noch schlimmer! Hier der Artikel zu den dramatischen Kosten des BER!
    http://www.frank-welskop.de/allgemein/unsere-inkompetenten-regierenden-bruchpiloten-tiefflieger-und-naturlich-auch-hochstapler/#respond

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