Der innere Friede Amerikas wird für lange Zeit bedroht sein

Einzig US-Präsident Barack Obama scheint noch an die unbegrenzten Möglichkeiten seines einst prosperierenden Landes zu glauben. Andere sehen eine Weltmacht zusammenbrechen, schreibt der OECONOMICUS für GEOLITICO.

Der Zustandsbericht über die soziale Lage in den USA (Status Report on Hunger & Homelessness) der gerade erst stattgefundenen Konferenz der US-Bürgermeister (US-Conference of Mayors) offenbarte ein erschütterndes Bild über den wahren Zustand der Sozialfürsorge im Land, in dessen Unabhängigkeitserklärung (Declaration of Independence) so hübsche Begriffe wie Life, liberty and pursuit of happiness garantiert sind, also das Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück.

Man gewinnt den Eindruck, Barack Obama sei noch der Einzige in dem einstmals wirtschaftlich prosperierenden Land, der angesichts der katastrophalen wirtschaftlichen Lage und der verarmten Gesellschaft vorgibt, an Amerikas unbegrenzte Möglichkeiten zu glauben.

Eine objektive Bewertung der Faktenlage – jenseits aller Zocker-Phantasien der Wall Street – lässt die unsäglichen Wirklichkeiten allerdings mehr als erahnen. Folgt man den stets treffsicheren Prognosen von Gerald Celente, dem Chef des erfolgreichen Trends Research Institutes, steht dem Land of Amazing Grace (und nicht nur dort) weitaus schlimmeres bevor!

Der renommierte französisch geprägte Think Tank „European Laboratory of Political Anticipation” prophezeit den USA für 2013 sogar ein „annus horribilis” (Horror-Jahr) und orakelt: „Amerika wird seine Position als alleinige Supermacht verlieren und gleichzeitig unfähig sein, die Entstehung einer neuen Weltordnung gestaltend zu begleiten.“

Der Schweizer Börsenguru, Marc Faber [Dr. Doom] warnt für 2013 vor drastischen Einbrüchen an den Aktienmärkten und empfiehlt Berufsoptimisten wie Paul Krugman eine Umsiedlung nach Nord Korea(!).
Faber sagt:

„Das gesamte globale Finanzsystem wird auf Null zurückgesetzt werden müssen, und es wird nicht durch die Zentralbanker zurückgesetzt werden, sondern durch implodierende Märkte!“ („The whole Global Financial System will have to be Reset and it won’t be Reset by Central Bankers but by imploding markets!”)

Leider werden all diese Prognosen dem Heer hungernder und wohnungsloser Amerikaner nicht helfen. Der Eingangs erwähnte Status-Report stellt nämlich sogar fest, dass US-Suppenküchen erstmals Bedürftige abweisen müssen!

Sollten sich so arme Menschen in ihrer Perspektivlosigkeit an den Ausruf von Scarlett O’Hara in dem Filmklassiker „Vom Winde verweht“ erinnern …

„Gott ist mein Zeuge: Sie werden mich nicht unterkriegen. Ich werde dies überleben und wenn es vorüber ist, dann will ich nie wieder hungern. Nein, weder ich noch die meinen. Und wenn ich lügen, stehlen, betrügen oder töten muss – Gott ist mein Zeuge: Ich will nie wieder hungern!“(„As God is my witness, as God is my witness they’re not going to lick me. I’m going to live through this and when it’s all over, I’ll never be hungry again. No, nor any of my folk. If I have to lie, steal, cheat or kill. As God is my witness, I’ll never be hungry again!”).

… wird der innere Friede Amerikas für lange Zeit bedroht sein.

Eines solchen oder ähnlichen Szenarios sollten sich nun Republikaner und Demokraten bewusst sein, wenn sie in einer Sondersitzung im Repräsentantenhaus über das sogenannte „fiscal cliff“ verhandeln!

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